Die ersten Solaranlagen, die vor 10, 15 oder gar 20 Jahren installiert wurden, wurden oftmals ohne Speicher geplant. Warum auch, denn immerhin gab es für eingespeisten Strom hohe Vergütungen. Genau die fallen mittlerweile aber weg – und die Speicher werden wirtschaftlich interessant. Genau an diese Kundschaft richtet sich Anker mit der neuen Anker Solix Solarbank Max AC. Was es mit dem 7 Kilowattstunden großen All-in-One-Speicher auf sich hat, verraten wir euch in diesem Artikel.
So wird die Anker Solix Solarbank Max AC angeschlossen
Anders als die bisherigen Kleinspeicher, etwa die Solarbank 3 Pro, richtet sich das neue Modell nicht an Balkonkraftwerke, sondern an bestehende PV-Anlagen. Unverändert bleibt die Tatsache, dass es sich um ein System zur Selbstinstallation handelt – wobei das mit Einschränkungen verbunden ist.
Die Anker Solix Solarbank Max AC ist mit einem bidirektionalen Wechselrichter ausgestattet. Das Aufladen über die Schuko-Steckdose erfolgt so mit bis zu 3.500 Watt, es gibt keine Solareingänge. Die Ausgangsleistung ist dagegen zunächst einmal auf 800 Watt begrenzt. Mit Hilfe einer Elektrofachkraft kann die Ausgangsleistung aber auf bis zu 3.500 Watt erhöht werden. Anker schreibt dazu:
Für den vollen 3500W Netzausgang brauchst du keine normale Schuko-Steckdose, sondern eine Wieland-20A-Steckdose, damit alles sicher und nach deutschem Standard funktioniert. Ein qualifizierter Elektriker ersetzt die bestehende Steckdose deines eigenen Stromkreises durch die Wieland-20A-Steckdose. Keine neue Verkabelung nötig, wenn dein Stromkreis bereits 16A / 2,5mm² hat.

Es geht aber noch mehr. Über eine Off-Grid-Steckdose können auch ohne Elektriker bis zu 3.680 Watt abgerufen werden. Die maximale Gesamtleistung gibt Anker mit bis zu 5.000 Watt an, wobei kurzzeitig auch höhere Peaks möglich sind.
Das kostet der Speicher zum Nachrüsten
Das Hauptmodul mit 7 Kilowattstunden Kapazität kostet offiziell 2.299 Euro. Ab dem 26. Mai wird es einen Pre-Sale mit 400 Euro Rabatt geben. Der Erweiterungsakku BP7000 kostet offiziell 1.799 Euro, hier sind 300 Euro Rabatt geplant. Außerdem wird es den Smart Meter und eine kleine Powerbank als Gratis-Geschenke geben.

Anker selbst rechnet mit bis zu 2.274 Euro Ersparnis pro Jahr bei einem 14 Kilowattstunden-System, wobei das aus meiner Sicht nicht wirklich realistisch ist. Unter anderem rechnet Anker mit einem Jahresverbrauch von 6.000 Kilowattstunden und einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde. Hier sollte man viel eher 30 Cent ansetzen, zudem wird man über Nacht nicht immer den vollen Speicher komplett leeren. Ich halte 500 bis 1.000 Euro Ersparnis für einen realistischeren Wert.
Ich schaue mir die neue Hardware heute in Amsterdam noch einmal genauer an und kann dann hoffentlich in den nächsten Tagen noch einmal genauere Details mit euch teilen. Bis dahin findet ihr mehr Informationen auf der Webseite von Anker Solix.

Ist der BP7000 Erweiterungsspeicher mit der Anker SOLIX 3 Pro kompatibel?
Nein, der hat komplett andere Maße.
Hallo,
ich finde das System sehr interessant. Habe selbst noch keinen Akku für meine bestehende PV-Anlage und hatte über eine Nachrüstung nachgedacht.
Zum Zusatzakku BP7000 habe ich keine Infos finden können. Meinten Sie des bekannten BP2700? Dann wäre der Preis aber recht hoch mit 1799€
Nein, BP7000 ist der passende Akku für die AC Max. Kommt halt erst noch raus, sollte dann bis zum richtigen Bestellstart Ende Mai auf der Anker-Seite zu finden sein. Hat ebenfalls 7 kWh. Brauchst du noch irgendwelche anderen Infos?
Wird es noch eine Solarbank 4 geben? Frag mich ob ich jetzt auf Powerdock umsteigen sollte oder warten.
Ja, siehe hier: https://www.appgefahren.de/anker-solix-solarbank-4-e5000-pro-das-sind-die-ersten-details-397599.html
Ich frage mich ob ich meine alten Wechselrichter nicht gegen einen ersetzen sollte und da DC Batterien anschließen sollte. Effizienter ist das als AC Batterien zu nutzen. DC in AC, der Akku hier macht aus AC wieder DC. Und wenn ich den Strom wieder brauche aus DC wieder AC. Hab ich da nicht viel Verluste.
@Fabian Größere Bestands PV-Anlagen haben aber häufig EEG-Vergütung.
Rechnet man z.B. 200 Vollzyklen (1.400kWh) im Jahr, Wirkungsgrad-Verluste von 20% und z.B. mit Einspeisevergütung von 8ct und 30ct Stromtarif, dann bleiben noch gut 200-250€ an Gewinn übrig.
Für einen Preis von 1.800€ sind es dann im besten Fall 7 Jahre Amortisation.
Die laufen aktuell aus, da die 20 Jahre enden. Schade, aktuell bekomme ich noch 51,8 Cent + Mehrschwein. 😜