Barrierefreiheit bei Spotify: Podcasts werden mit Transkript angeboten

Folgen nachlesen und zu Absätzen springen

Der Musikstreaming-Dienst Spotify (App Store-Link) hat in seinem eigenen Newsroom-Bereich einige neue Barrierefreiheits-Features angekündigt. Eine praktische Funktion, die nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zugute kommen dürfte, ist eine automatische Transkription von Podcast-Folgen, um diese entweder mit- oder nachlesen zu können.

„In den kommenden Wochen werden wir auch automatisch generierte Podcast-Transkripte einführen. Dies ist eine begrenzte Betaversion für ausgewählte Spotify Original- und Exklusiv-Podcasts für iOS und Android. Die neue Funktion generiert automatisch Transkripte für diese Sendungen, so dass Benutzer den Text der jeweiligen Podcasts auf ihren Smartphones entweder mit oder ohne Ton lesen können. Die Nutzer können außerdem schnell durch bestimmte Episoden scrollen und navigieren und auf einen beliebigen geschriebenen Absatz klicken, um die Wiedergabe ab diesem Punkt zu starten.“

Dieses neue Feature soll nur der Anfang sein, denn Spotify plant langfristig, Transkripte für alle Podcasts auf der eigenen Streaming-Plattform zur Verfügung zu stellen. Zudem hat man Farbe, Textformat und Größe der Buttons verändert, um sie besser lesbar zu machen. Unter iOS bekommen Nutzer und Nutzerinnen von Spotify in Zukunft zudem die Option, die Textgröße in der App zu verändern. So sollen auch sehbeeinträchtigte Personen mehr Komfort bei der Nutzung der App erfahren.


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Entwickler: Spotify Ltd.
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Kommentare 2 Antworten

  1. Jeder Schritt in Richtung Barrierefreiheit ist ein guter Schritt. Aber ein Transcript eines Podcast erschließt sich mir nicht. Menschen mit Sehbehinderung hilft der nicht, da es ja wieder vorgelesen werden muss. Da ist dann höchstens die Einteilung in Kapitel hilfreich und vielleicht das Vorlesetempo. Blinde Menschen können um ein Vielfaches schneller höre als Sehende.
    Und Menschen die geburtstaub sind, haben ein anderes Leseverständnis, als hörende Menschen. Ich hatte viel mit von Geburt an Gehörlosen zu tun. Die Gebärdensprache hat eine völlig andere Grammatik, als unsere Sprache. Gehörlose lesen unsere Schriftsprache, wie wir eine Fremdsprache. Das ist zwar für uns Hörende schwer vorstellbar, aber es ist so.
    Skalierbarkeit, einfache Darstellungen, wenig Flackern, keine durchlaufenden Banner, beschriftete Bilder und gute Sprachsteuerung sind Schritte in eine gute Zugänglichkeit der digitalen Medien.

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