Cachly: Tolle Geocaching-App mit Offline-Kartenmaterial und modernem Layout

Gibt es ernsthaft noch Geocacher, die auf die native Geocaching-App von Groundspeak setzen? Mit Cachly gibt es seit geraumer Zeit eine empfehlenswerte Alternative.

Cachly

Auch ich als Gelegenheits-Geocacherin habe der offiziellen Groundspeak-App schon seit längerem den Rücken gekehrt und war bisher Nutzerin von Looking4Cache Pro (App Store-Link), die aktuell für 6,99 Euro im deutschen App Store zu haben ist. Mit Cachly (App Store-Link), einer weiteren Alternative, dürfte aber auch meine bisherige Wahl bald der Vergangenheit angehören. Cachly ist etwa 26 MB groß, erfordert mindestens iOS 8.0 oder neuer, und kann auch in deutscher Sprache genutzt werden.

Von den bisherigen Nutzern der iPhone-App gibt es satte 5 von 5 Sternen für Cachly – das will etwas heißen. Viele der User waren ebenfalls zuvor Besitzer der offiziellen Geocaching-App oder anderen Drittlösungen, haben aber mit Cachly ihren Favoriten gefunden. Die Entwickler von Zed Said Studio haben bei der Erstellung ihrer Anwendung großen Wert auf ein modernes, leicht verständliches und nicht zu überladenes Interface gelegt, das aber gleichzeitig auch alle notwendigen Informationen und Funktionen bereit hält.

Einschränkungen für Basis-Nutzer auch in Cachly

Letztere gehen sogar über die Standard-Geocaching-App von Groundspeak hinaus und beinhalten unter anderem das Einloggen mittels des eigenen Geocaching-Kontos, eine Übersetzungsmöglichkeit für Cache-Beschreibungen und Hinweise, insgesamt 19 verschiedene Kartendarstellungs-Optionen (u.a. Apple Maps, Google Maps, Open Street Maps oder Ordnance Survey) inklusive der Möglichkeit, Bundesländer oder ganze Länder als Offline-Karte zu speichern, einen Import und Export von GPX-Dateien aus iTunes, Dropbox oder anderen Anwendungen, erweiterte Such- und Sortierungs-Optionen, Offline-Caches und Pocket Queries, und eine Navigation zum Cache über Dritt-Apps wie Waze, Sygic, Navigon oder TomTom.

Beachten sollte man allerdings – und das gilt für Cachly wie auch für alle anderen Dritt-Geocaching-Apps – dass Basis-Nutzer ohne kostenpflichtiges Premium-Abo bei Geocaching (9,99 Euro/3 Monate bzw. 29,99 Euro/Jahr) mit einigen Einschränkungen bei der Suche nach den kleinen (oder größeren…) Dosen leben müssen. So lassen sich vollständige Cache-Details samt Hinweisen und Beschreibung nur für maximal drei Caches binnen 24 Stunden abrufen, und auch in den Suchergebnissen werden maximal 50 Caches der Sorte „Traditional“ angezeigt – Multi-, Mystery- und andere Cache-Kategorien sind allein Premium-Nutzern vorbehalten. Kann man mit diesen Einschränkungen leben, reicht aber auch der kostenlose Basis-Account, insbesondere, wenn man dieses Outdoor-Hobby zunächst einmal unverbindlich ausprobieren möchte.

Kommentare 17 Antworten

  1. Ich betreibe das Hobby seit etwa 2012 und finde es schade, was Groundspeak hier veranstaltet. Alles wird verschlimmbessert.
    Ohne Premium geht ja so gut wie gar nichts mehr. 3 Caches laden und max 50? Mach einem mal das Hobby schmackhaft wenn man eine Feiertagstour bei schönem Wetter plant und bestimmte Cacheserien machen will. Es wird in der offiziellen App ja auch nur der Tradi gezeigt der eine Wertung von 1,5 hat. Alles höhere ist ja schon wieder den Premiums vorbehalten.

    Es ist wirklich ein schönes Hobby. Aber das Modell jetzt so zu entarten, dass man dazu gezwungen wird, Premium zu werden, find ich wirklich beschissen. Und wer geht schon für drei Caches aus dem Haus…

  2. De Michel: prinzipiell hast du recht, die Gängelung von Nicht-Premium-Mitglieder bei Handy-Apps ist ziemlich übel und will offensichtlich nur erreichen, dass man zum Premium-Mitglied wird.
    WENN, ja wenn man das Handy benutzt. Ich will kurz noch in Erinnerung rufen, dass das Hobby älter als das Smartphone ist, und man verwendete GPS-Geräte. Selbige haben auch diverse Vorteile gegenüber Smartphones, wenn ich auch nicht abstreite, dass Smartphones auch Vorteile gegenüber GPS-Geräte haben.

    Nur so ganz ohne Widerspruch wollte ich das jetzt nicht stehen lassen. Man kann unter Umständen sogar GANZ ohne technisches Gerät Caches finden, wenn man zu Hause am Rechner (wo man alle Caches beliebig aufrufen kann, sofern sie nicht als Premium-only deklariert sind) ausreichend vorrecherchiert. 😉

  3. Locking for Cache ist der Hammer müsst ihr beiden euch mal ansehen habe die App von Anfang an glaube schon vier Jahre bin super begeistert…. und sie wird immer weiter entwickelt und gepflegt !! Super Support oben drauf !!

  4. Ich finde es übrigens cool, dass ihr auch Geocaching-Apps wie Cachly vorstellt! 😀
    Nach der endgültigen Abschaltung der alten GC-App bin ich bei L4C gelandet, da ich die App irgendwann mal gekauft hatte. Aber ich muss zugeben, ich bin versucht, Cachly trotzdem zusätzlich zu versuchen, sie hat anscheinend noch mehr Möglichkeiten, oder wie sehe ich das?

  5. Bisher habe ich als App auf Geosphere gesetzt. L4C habe ich für mein iPad, ist aber sehr kompliziert. Habe mir Cachly gerade geladen und es macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck….
    Ansonsten gebe ich Gomeck eindeutig recht. Ohne echtes GPS kann man zwar suchen und mit einer App ist das mal hilfreich. Wer aber dies als sein Hobby betrachtet kommt nun mal um eine Premium-Mitgliedschaft nicht herum. Und wer etwas verstecken möchte kommt um ein GPS auch nicht herum, ein Smartphone ist viel zu ungenau.
    Ist eben ein Hobby (in meinem Fall seit fast 10 Jahren) und das darf auch gerne Geld kosten wenn man Spaß dabei hat….

    1. Das Abo bezieht sich ja nicht auf die App sondern auf die Premium-Mitgliedschaft auf geocaching.com – und ohne diese sind eben nicht alle Möglichkeiten nutzbar. Android-User haben es besser, hier gibt es c:geo, welches (unauthorisiert) die Daten von geocaching.com spidert und so nicht so eingeschränkt ist wie Apps, die die offizielle Groundspeak API nutzen.

  6. die offizielle Groundspeak-App hat bei mir ihre volle Daseinsberechtigung noch nicht eingebüsst ! über die lässt sich nämlich das Jahresabo mit iTunesguthaben bezahlen, welches mit reduzierten Karten aufgeladen wurde 😉

      1. Die Premiummitgliederschaft gibt es Groundspeak schon ziemlich lang. Lange bevor es Smartphones mit Apps und Abos gab. Es ist eher eine Art „Klubbeitrag“ bei der man das Hobby unterstützt und man einen gewissen Mehrwert erhält.

  7. Geocaching war ein schöner Freizeitspaß. Aber nachdem man mir innerhalb eines Jahres div. Caches zerlegt hatte, ist die Freude doch arg getrübt. Da wurden Dosen zerfetzt und der Inhalt im Unterholz verteilt. Dann hatte ich es mit Premium Caches versucht. Auch nicht besser. Eine recht aufwändige Arbeit, ein Holztresor mit Zahlenschloss, wurde gewaltsam geöffnet und damit zerlegt. Das Teil Stand tief im Wald (soweit das in Norddeutschland möglich ist), und war gut getarnt … Der außen angebrachte Hinweis, worum es sich hier handelt, nützte auch nichts.
    Echt schade um das Hobby …

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