Capture One Pro 8: RAW-Konverter bietet hochqualitative Werkzeuge für Profi-Fotografen

Nicht jeder Nutzer eines Macs kann sich mit rudimentären Foto-Programmen begnügen. Für ambitionierte Fotografen gibt es Apps wie Capture One Pro 8.

Capture One Pro 8 Mac

Seit wenigen Tagen gibt es die neueste Version von Capture One Pro 8, v8.2.1, die den laut eigenen Aussagen „professionellen RAW-Konverter, der über 300 High-End-Kamera unterstützt und ultimative Bildqualität mit naturgetreuen Farben und unglaublicher Detailgenauigkeit erzeugt“ noch besser machen sollen.

Capture One Pro 8 richtet sich vornehmlich an ambitionierte und professionelle Fotografen, die mit hochwertigen Kameras arbeiten, beispielsweise von Canon, Nikon, Leica, Sony, Pentax und Konica Minolta. Dazu stellt die Bearbeitungs-Software auf dem Mac perfekt zusammengeschnittene Kamera-Profile, um aus den eingepflegten Fotos das Beste in Bezug auf Farbwiedergabe und Rauschverhalten herauszuholen. Dabei muss man nicht unbedingt im Besitz einer Canon EOS 5D Mark III oder anderen DSLRs mit vierstelligen Anschaffungskosten sein, auch kleinere Modelle werden unterstützt, darunter auch meine Canon EOS 700D. Eine Liste aller unterstützten Kameratypen findet sich auf der Website von Phase One.

Das auf dem Mac etwa 650 MB einnehmende Programm stellt sich als vielseitiges Werkzeug zur Bildbearbeitung da – insbesondere die Farbkorrektur ist ein Steckenpferd von Capture One Pro 8. Mit Version 8.2 wurde eine sogenannte Dreiwege-Farbbalance eingeführt, die es ermöglicht, auch ohne großes Vorwissen Tiefen, Mitteltöne und Lichter anzupassen, um so ein optimales Ergebnis zu ermöglichen.

Mit Version 8.2 von Capture One Pro 8 wurden dynamische Speicherorte integriert

Capture One Pro 8 ist seit mehr als einem Jahrzehnt am Markt vertreten und hilft Fotografen schon bei der Aufnahme ihrer Bilder durch ein sogenanntes Tethered Shooting, also kabelgebundenes Fotografieren. Mit dieser Funktion, die Phase One als einer der ersten Anbieter in die eigene Software integrierte, ist es möglich, die Kamera vom Mac aus zu steuern oder Bilder anstatt auf der Speicherkarte der Kamera direkt auf der Festplatte des Computers zu sichern. Bei vielen Profi-Shootings kommen diese Vorgehensweisen zum Einsatz, um eine schnelle Ansicht und weitere Verwertung der Bilder zu garantieren.

Darüber hinaus erlaubt Capture One Pro 8 eine praktischer Verwaltung der eigenen Bilder, samt Bulk-Bearbeitung und entsprechenden auszugebenden Dateiformaten und Bildgrößen für jeden Anlass. Möchte man die mit der App bearbeiteten Fotos vorstellen, ist in aller Schnelle auch eine Diashow oder ein Webalbum zum Präsentieren der Inhalte erstellt. Seit Version 8.2 erlaubt es Capture One Pro 8 auch, dynamische Speicherorte für verarbeitete oder importierte Bilder festzulegen, um so bei sehr aufwändigen Projekten jederzeit den Überblick zu behalten, sowie eine direkte Verbindung zu externen Apps, wie etwa zur Retuschierung oder Manipulation.

All diese professionellen Funktionen der in deutscher Sprache nutzbaren Anwendung haben leider auch ihren Preis: Gegenwärtig zahlt man für Capture One Pro 8 auf der Website der Entwickler für eine Vollversion knapp 273 Euro inkl. MwSt., alternativ lässt sich die Software auch für 9,52 Euro/Monat inkl. MwSt. im Jahresabo mieten, ähnlich wie im Adobe CreativeCloud-Dienst. In der Single User-Version sind Lizenzen für zwei PCs oder Macs enthalten.

Kommentare 13 Antworten

  1. Ein sehr guter Vorteil von Capture One ist aber auch, dass die „Ein-Kamera-Lizenz“ gerademal 30 € kostet.
    Ich fotografiere mit einer Sony Alpha 77 II, was interessieren mich da die Kameraprofile von Canon oder Nikon usw. ?
    Ansonsten bietet die Software die gleichen Funktionen wie die Vollversion.

    Ein Vergleich zwischen Lightroom wäre interessant.

    1. Entsprechende Vergleiche auch in Deutsch zwischen den beiden Programmen gibt es im Internet zu Hauf.
      Mein Fazit: Beide ergänzen sich mehr, als Konkurrenten zu sein, daher nutze ich auch Beide.

        1. Das ist ja gemein … es scheint nur die Express-Variante für Sony zu geben. 🙁 Sieht man auch ganz unten bei der Seitenstruktur, da gibt es Links zu Capture One Pro und zu Capture One Express (for Sony) … mehr nicht. Den Link mit irgendwas anderes als Sony zu editieren führt nur zu einem 404er…

          Da würde mich in der Tat mal interessieren, weshalb es diese Sonderstellung nur für Sony gibt. Die „Pro“-Version für Sony (also das Pro-Upgrade) kostet tatsächlich nur 23 Euro, ist aber im Funktionsumfang gleich wie die Pro 8-Version, nur dass eben nicht alle Kameras unterstützt werden. Gäbe es das auch für andere Systeme, wäre das großartig, auch wenn es meinetwegen 50 Euro für Canon wäre, sind ja auch mehr Kameras …

        2. Irgendwie scheint meine Bearbeitung / Korrektur von meinem Beitrag verschwunden zu sein.

          Die Möglichkeit, vergünstigt auf die volle Pro-Version für nur ein Kamerahersteller upzugraden, besteht leider nur für Sony-Geräte.

          Wer also eine Alpha Zuhause hat, darf sich freuen, alle anderen schauen leider in die Röhre oder müssen den vollen Preis zahlen.

  2. Guter Artikel! Es fehlt eigentlich nur der Hinweis auf die iDevice-Companion App „Capture Pilot“ und dass Capture One im Gegensatz zu Lightroom mehrere Kataloge geöffnet haben kann. Was mir nicht so gefällt an C1 ist die etwas komplizierte Benutzeroberfläche und dass es keine selbst erstellten Kameraprofile lesen kann. So arbeite ich persönlich lieber mit Lightroom und DxO Pro.

    1. Dieser Artikel hier beinhaltet einen gravierenden Fehler. Und zwar handelt es sich bei den Preisangaben von Phaseone um Nettopreise, also ohne Mehrwertsteuer. Phaseone berechnet einen Mehrwertsteuersatz von 25%, der zu den im Artikel angegebenen Preisen hinzu kommt. Das ergibt dann ein Preis von 286,25 € für die Kaufversion bzw. 12,00 € für die Mietversion. Warum wird auch nicht erwähnt, dass die Software im Laufe eines Jahres ab und zu verbilligt angeboten wird?

      1. Nur dieser Artikel??? Noch schlimmer ist, das sie selbst bei entsprechenden Hinweisen in den Kommentaren nich korrigiert werden.

        1. Das ist richtig, natürlich nicht nur dieser Artikel. Mir wäre es hier auch lieber nach dem Motto: „Weniger ist manchmal mehr.“ Aber so lange hier über jede Nichtigkeit und jedes Gerücht, welches irgendwie mit Apple in Verbindung gebracht werden kann, berichtet wird, braucht man sich über die mangelnde Qualität der Artikel nicht wundern. Es ist schade, da dem Grunde nach die Idee zu einer solchen App ja gut ist. Aber Quantität ersetzt nun mal keine Qualität.

      2. Das stimmt so leider nicht. Es wird kein Mehrwertsteuersatz von 25% berechnet, sondern der im Land des Wohnsitzes gültige Mehrwertsteuersatz – sofern man EU-Bürger ist. Das entsprechende Land muss man in seinem Phase One-Konto angeben. So käme ich bei einem Kauf der Single User-Lizenz auf 272,51 Euro, nicht auf 286,25 Euro. Und ja, das wären rechnerisch bei meinem Profil mit Land „Deutschland“ auch nicht die eigentlich fälligen 19%, sondern 16% – woran das liegt, kann ich aber auch nicht beantworten. Habe aber die Preise entsprechend mit Mehrwertsteuerzusatz angepasst.

        1. Dann wurde das inzwischen geändert mit dem Mehrwertsteuersatz. Ich habe seinerzeit 25 % bezahlen dürfen. Aber wenigstens wurden auch die Preise im Artikel korrigiert.

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