Dyson Purifier Cool Formaldehyde: Luftreiniger mit Ventilator ausprobiert

Was ist das überhaupt?

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich euch den Dyson Pure Cool vorgestellt habe. Das es mittlerweile mehr als drei Jahre sind, hätte ich allerdings nicht gedacht. Da ist es nicht verwunderlich, dass Dyson mit dem Purifier Cool mittlerweile einen Nachfolger an den Start gebracht hat. Und nicht nur das: Es gibt mit dem Dyson Purifier Cool Formaldehyde sogar ein Modell, das noch mehr kann. Und genau das habe ich mir jetzt genauer angesehen.

Wenn man sich die beiden Modelle anschaut, erkennt man auf den ersten Blick nur einen Unterschied: Der Purifier Cool Formaldehyde hat ein goldfarbenes Lüftungsgitter und eine farblich abgestimmte Fernbedienung. Der große Unterschied ist hier tatsächlich der Zusatz „Formaldehyde“. Genau die soll der Purifier Cool Formaldehyde vernichten können. Aber was hat es damit auf sich?


Das hat es mit den Formaldehyden auf sich

Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung. Zum Glück liefert uns der Hersteller direkt mal eine passende Erklärung: „Formaldehyd ist ein farbloser, gasförmiger Schadstoff, der beispielsweise von Möbeln aus Spanplatten, Faserplatten (MDF) oder Sperrholzplatten freigesetzt werden kann. Auch Teppiche, Vorhänge, Spielzeug, Geschirr, Zigarettenrauch oder Heimwerkerprodukten wie Farben, Tapeten, Lacken und Haushaltsreinigern können den Schadstoff in die Luft freigeben.“

Mit diesem Dyson-Lufreiniger holt man also zum Rundumschlag aus. Neben dem Formaldehyd-Sensor finden sich in dem Gerät auch Partikel-, NO2-, VOC-Gase, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren. Er filtert 99,95 Prozent der Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron, wie Allergene, Bakterien, Pollen und Schimmelsporen. Bitte seht mir nach, dass ich das nicht überprüfen konnte.

Was ich aber prüfen konnte, das ist die Handhabung. Die Installation ist denkbar einfach, denn man muss den Dyson Purifier Cool Formaldehyde einfach aus der Verpackung nehmen, die Filter einsetzen und das nun fest mit dem Gerät verbundene Netzkabel in eine Steckdose stecken. Beim alten Pure Cool war das Kabel nicht fest mit dem Gerät verbunden – was in der Praxis nicht immer gut war, denn es konnte zu einfach herausgezogen werden.

So wird der Dyson Purifier Cool Formaldehyde per App gesteuert

Was ist sonst noch neu? Laut Angaben des Herstellers verfügt der Purifier Cool Formaldehyde über eine optimierte Akustik durch weniger Luftverwirbelungen und ist so 20 Prozent leiser als sein Vorgänger. Ein Unterschied ist durchaus hörbar, allerdings muss man auch sagen, dass der Dyson Purifier Cool Formaldehyde lauter ist als einfache Luftreiniger. Nachts im Schlafzimmer ist er auch auf der kleinsten Stufe durchaus hörbar.

Auf der anderen Seite sind normale Luftreiniger aber oftmals nicht so ein Hingucker und können im Sommer auch nicht einfach als Ventilator verwendet werden. Sollte letzteres für euch interessant sein, ist das ein klarer Pluspunkt für einen Dyson. Und wenn man mal nicht angepustet werden möchte, kann man den Luftstrom per Knopfdruck oder App auch einfach seitlich aus dem Gerät entweichen lassen.

Was ich in diesem Zusammenhang klasse finde, ist die 350-Grad-Oszillation. Diese kann entweder über die Fernbedienung oder über die App gesteuert werden. Bei der App gefällt mir besonders gut, dass ich auch die Richtung der Oszillation frei einstellen kann. So spart man es sich, den Ventilator händisch in die gewünschte Position zu bringen. Weitere Vorteile der App: Neben der Steuerung lassen sich auch alle Daten ablesen und Zeitpläne erstellen. Auf HomeKit muss man aber leider immer noch verzichten, zumindest Siri-Kurzbefehle sind aber mittlerweile möglich. Auch eine Kindersicherung für den Ein- und Ausschalter, die per App aktiviert werden kann, wäre eine feine Sache.

Mit einem Preis von 629,99 Euro ist der Dyson Purifier Cool Formaldehyde sicherlich nicht günstig. Man muss aber auch bedenken, dass man nicht nur ein 2-in-1-Gerät bekommt, sondern auch einen echten Hingucker mit unglaublich viel Technik im Inneren. Dyson verspricht, dass alles, was vom Gerät eingesaugt wird, auch darin verbleibt – das kann ich bestätigen. Gerade in der Pollenzeit im Frühling und Sommer konnten wir dafür sorgen, dass im Schlafzimmer deutlich besser geschlafen werden konnte.

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Entwickler: Dyson Inc.
Preis: Kostenlos

Dyson Purifier Cool Formaldehyde

Der Dyson TP09 Purifier Cool Formaldehyde Luftreiniger beseitigt 99.95 % der Schadstoffe aus der Raumluft und genügt damit höchsten Ansprüchen an Luftreinheit. Das Gerät zeichnet sich zudem durch eine Vollversiegelung nach HEPA 13-Standard aus, die verhindert, dass gebundene Stoffe wieder entweichen können.

629,99 EUR

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Kommentare 7 Antworten

  1. Ich warte schon seit Jahren,das Dyson Apple HomeKit einführt. Vergebens. Auf Telefonate oder Mails bezüglich HomeKit bekommt man keine Rückmeldung. 😞

  2. Also Dyson seht toll aus. Aber wenn ich mir meinen Dyson Pure Cool Link angucke bin ich mehr als enttäuscht. Im ersten Moment seht er toll aus und macht was er soll. Als Allergiker verlässt man sich drauf und stellt ihn so ein, dass permanent überwacht und gefiltert wird. Mit der Zeit wird das Teil immer lauter und wird von Dyson anstandslos getauscht. Das erwarte ich auch bei dem Preis… Aber das Ersatzgerät ist mittlerweile wieder mörderlaut. Ich weiss nicht, warum solcherlei Geräte hier gelobt werden. Scheinbar werden billigste Komponenten – Lüfter nicht kugelgelagert usw… – verbaut. Schön wäre ein Review nach längerer Laufzeit. Aus meiner Sicht ist Dyson nur der Name… Die Qualität lässt mehr als deutlich auf sich warten. Und das nur auf Basis der Lautstärke nach einiger Zeit. Von den Materialen mal abgesehen….

    1. Einen Hauch leiser, Dyson spricht von 20 Prozent im Vergleich zum Pure Cool. Er ist aber immer noch lauter als ein einfacher Luftreiniger, der kein Ventilator ist – das muss man einfach so sagen.

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