Innr: Starter-Set für smarte Beleuchtung zum Normalpreis chancenlos

Konkurrenz für Philips Hue

In den vergangenen Jahren hat sich das niederländische Unternehmen Innr stets als günstige Option präsentiert, wenn man seine Hue-Installation erweitern wollte. Immerhin sind die ZigBee-Produkte von Innr, abgesehen von der HomeKit-Integration, mit Philips Hue kompatibel.

Innr möchte nun aber anscheinend nicht mehr nur Lieferant für fremde Systeme sein, sondern auch eine eigene Plattform bieten. Nachdem vor einigen Wochen schon eine ZigBee-Bridge mit einem kompakten Formfaktor auf den Markt gekommen ist, werden nun auch Starter-Sets verkauft. Und hier haben wir einen genaueren Blick gewagt.


Der populärste Kandidat ist sicherlich das Starter-Set mit E27-Leuchtmitteln. Wer sich hier für die Variante mit allen Farben entscheidet, bezahlt für das Paket bestehend aus Bridge, einem drahtlosen Schalter sowie zwei Leuchtmitteln derzeit 99,99 Euro (Amazon-Link). Das klingt erst einmal gar nicht verkehrt, denn ein vergleichbar ausgestattetes Bundle vom Marktführer Philips Hue hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 149,99 Euro.

Innr muss über den Preis attackieren

Aber genau hier kommen wir schon zum Problem: Während die Produkte von Philips Hue gefühlt wöchentlich im Angebot sind, ist die Marketing-Reichweite und das ganze Drumherum bei Innr nicht annähernd so groß. Natürlich gibt es vereinzelt immer mal wieder ein Schnäppchen, das neue Starter-Set ist bisher aber keins. Nur zum Vergleich: MediaMarkt verkauft aktuell eine Hue Bridge zusammen mit drei farbigen Leuchtmitteln der neuen 1.100er-Serie für 94 Euro. Im direkten Duell die deutlich attraktivere Option.

Und damit ist nicht einmal der Preis alleine gemeint. Gegenüber der neuen Innr Bridge und der frisch entwickelten Innr-App hat Philips Hue mit seinem riesigen Ökosystem einen erheblichen Entwicklungsvorsprung. Auch wenn einige Basis-Funktionen wie beispielsweise ein Backup oder eine Erweiterung der Bridge immer noch fehlen – mit dynamischen Szenen, der Spotify-Integration, Zubehör wie Unterputz-Modulen oder Bewegungsmeldern bietet man einfach viel mehr Möglichkeiten.

Das ist aber noch längst nicht alles, denn in einem Apple-Blog ist natürlich vor allem eine Sache interessant: HomeKit. Und genau das ist bei Innr nicht mit dabei, hier kann nur auf die begrenzt praktischen Siri-Kurzbefehle zurückgegriffen werden. Ebenso hat Philips Hue bereits angekündigt, mit seiner Bridge den Matter-Standard unterstützen zu wollen. Von Innr gab es diesbezüglich noch keine Informationen.

Qualitativ sind die Leuchtmittel von Innr sicherlich eine gute Ergänzung zu Philips Hue, das komplette System unter den aktuellen Voraussetzungen aber keine Alternative zum Platzhirschen. Das einfachste Argument für Innr wäre sicherlich ein Kampfpreis – wenn das Starter-Set für 60 oder 70 Euro statt 100 Euro angeboten würde, wäre es für Einsteiger sicherlich eine interessante Option.

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