Kalender-App Fantastical erhöht Abo-Preise drastisch

Erst Rabattaktion, dann Preiserhöhung

Ein Abo für eine Kalender-App? Klingt komisch, aber auch wir haben bei der Black Friday Aktion zugeschlagen und uns die Premium-Funktionen von Fantastical für 1 Jahr lang mit 50 Prozent Rabatt gesichert. Während Bestandskunden und Kundinnen bei dieser Aktion leer ausgegangen sind, werden nun auch noch die Abo-Preise ab Anfang nächsten Jahres teurer. Offizielle Details sind auf der Webseite noch nicht zu finden, Mails an Nutzer offenbaren aber die neuen US-Preise.

  • Fantastical Premium Individual: $39,99 → $56,99 (ein Anstieg um 43 Prozent)
  • Fantastical Premium Family: $64,99 → $89,99 (ein Anstieg um 38 Prozent)

„Aufgrund der Inflation und der steigenden Kosten ist dies das erste Mal, dass wir die Preise seit der Einführung von Flexibits Premium vor 3 Jahren anheben mussten.“, kann man der E-Mail entnehmen. Es ist zwar lobenswert, dass die Preise über 3 Jahre lang nicht angehoben wurden, allerdings war Fantastical schon immer einfach teuer. Die neuen deutschen Preise sind noch nicht da, hier zahlt man aber ohnehin schon rund 5 Euro mehr im Vergleich zu den US-Preisen. Prozentual müsste man ungefähr hier landen:


  • Fantastical Premium Individual: 43,99 Euro → 62,99 Euro
  • Fantastical Premium Family: 70,99 Euro → 97,99 Euro

Kalender auch ohne Abo nutzen

Ich bin ganz ehrlich: Ich liebe Fantastical und nutze die App quasi seit Anfang an. Doch die neuen Abo-Preise schlagen dem Fass den Boden aus. Während wir den Family-Plan jetzt ein Jahr mit Rabatt abonniert haben, werden wir danach auf keinen Fall verlängern. Ich bezahle gerne für eine App die ich gerne nutze, aber für einen Kalender ist mir das einfach zu viel Geld.

Ich hatte mich schon damals nach Alternativen umgeschaut und bin bei Calendar 366 (iOS/Mac) hängen geblieben. Optisch sehr ähnlich, finde ich die Handhabung hier nicht ganz so gut. Aber: Calendar 366 kostet für iOS einmalig 7,99 Euro, die Mac-App einmalig 17,99 Euro.

‎Calendar 366: Termine & To-Dos
‎Calendar 366: Termine & To-Dos
Entwickler: Vincent Miethe
Preis: Kostenlos

‎Calendar 366 II
‎Calendar 366 II
Entwickler: Vincent Miethe
Preis: 16,99 €

Calendars 5 von Readdle (App Store-Link), die alte Version, die aber weiterhin Updates bekommt, kostet für iPhone, iPad und Apple Watch 35,99 Euro. Die neue, universale App für iPhone, iPad, Apple Watch und Mac ist gratis im Download und setzt ebenfalls ein Abo voraus. Hier kostet 1 Jahr „nur“ 21,99 Euro.

‎Calendars 5 von Readdle
‎Calendars 5 von Readdle
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: 7,99 €+

‎Kalender von Readdle: Planer
‎Kalender von Readdle: Planer
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: Kostenlos+

Mit miCal (App Store-Link) gibt es einen Kalender aus deutscher Entwicklung, der nur einmalig bezahlt werden muss. Mit 2,49 Euro sehr erschwinglich; die nicht besonders gut bewertete Mac-App kostet 4,99 Euro. Hier bin ich mit dem Layout einfach nicht warm geworben.


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Kommentare 44 Antworten

  1. Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Für einen Kalender einfach zu teuer, auch wenn er gut ist.
    Moleskine finde ich auch nicht schlecht. Aber wer weiß, wie es hier mit den Preisen weitergeht. Ich bin selbst ständig auf der Suche nach einer guten funktionierenden Kalender App für Mac / iPhone / iPad, welche auch optisch ansprechend ist.
    Vielleicht könnt Ihr ja nochmal einen großen Kalender Test machen.
    Unter Umständen gibt es ja doch noch die ein oder andere Perle, welche sich nicht so leicht finden lässt.

      1. Übrigens bezüglich Kalender können sich die OmniFocus Nutzer entspannen. Ich bin gerade im OF4 TestFlight Programm und der Vorschaukalender wurde endlich überarbeitet und an die Macversionen angeglichen. Man arbeitet endlich auch mit vollem Monat. Den Rest kann Apple Kalender übernehmen.

        Damit habt ihr bereits einen leistungsstarken Kalender und gleichzeitig auch die Aufgabenplanung mit drin.

        Die neue Version ist übrigens spitze. Minimale Umgewöhnung mit einem sehr hohen Komfortfaktor für kleinere Bildschirme.
        Einzig schade, dass sie die Webversion hinter einem Abo verstecken – würde Web/Windows gerne kaufen können.

    1. Sich über den durchschnittlichen deutschen User lustig machen und selber nicht den A… in der Hose haben mit seinen Account dies zu schreiben.

  2. Ich habe mich von allen Kalendern verabschiedet. Dieses ständige neu (vollen Preis) zahlen für kleine Änderungen, die ABO Einführung oder gar die Einstellung von Kalenderapps und auch teilweise der Zwang für neue Hardware hat dazu geführt, das der Standardkalender ausreichen muss. Ich denke im privaten Bereich ist dieser auch vollkommen ausreichend.

    Hatte miCal, Week Kalender und auch die oben genannten Vertreter schon alle. Lehrgeld ist gezahlt und ich kann mit Apples Kalender mittlerweile sehr gut leben.

    1. Der Apple Kalender ist an sich nicht schlecht ABER: es fehlt mir eine Monatsansicht in der alle Termine angezeigt werden (und nicht nur Punkte unter den Tagen, wo ein Termin vorhanden ist)
      Außerdem werden im Kalender keine Aufgaben angezeigt

          1. Ok stimmt das geht jetzt auch ;).
            Aber zumindest kann man im Querformat flexibel und schnell im Monat auf einen bestimmten Tag tippen und dann zur Woche im Detail switched und wieder zurück.

          1. @Mangokaefer, ist das abhängig vom Gerät? Auf dem iPhone 11 Pro (aktuelles IOS) ist im Querformat links die Uhrzeit und rechts daneben die nächsten 4 Tage. Eine Auswahlmöglichkeit gibt es nicht, nur wenn man einen Tag oder die Uhrzeit anklickt, kann man ein neues Ereignis einfügen. Wischen nach links oder rechts bringt nur die vorhergehenden Tage bzw. nachfolgenden Tage zum Vorschein. Unabhängig, was im Hochformat aktuell eingestellt ist.

          2. Dachte eigentlich, dass Apple es mittlerweile auch bei den kleineren Modellen implementiert hat. Aber ja die erweiterten Funktionen im Querformat gingen von Anfang an bei den Max Modellen.

    2. Es geht aber auch anders. Ich habe 2013 für 5,99 Euro Calendars+ by Readdle, v3.5.3 gekauft. Irgendwann wurde daraus ‎Calendars 5. Ich habe seit 2013 nichts mehr dafür bezahlt. Und der Support ist auch sehr gut.

      1. Habe auch beide Apps damals gekauft, muss ich mir mal anschauen, wie die heute aussieht. Wurden damals bei Calendars 5 aber nicht auch InApp Käufe eingeführt.

  3. Auch ich habe die App damals einmalig gekauft (iPhone, iPad und Mac) und nutze diese noch heute – ohne Abo! Bin nach wie vor sehr zufrieden, auch wenn ich nicht den vollen Umfang wie der Abo-Kunde habe. Verstehe garnicht, dass auf diese Möglichkeit nicht hingewiesen wird.

  4. Das sie den Hals nicht vollkriegen. Der Shitstorm der letzten Preisanpassung ist noch nicht vorbei (siehe AppStore Bewertungen) und schon folgt die nächste Runde. Das die Entwickler was verdienen müssen, dafür habe ich Verständnis. Aber das steht in keinem Verhältnis mehr zu einer stinknormalen Kalender App, oder wenn man es mal mit der Werthaltigkeit eines Office 365 Abos vergleicht. Ich hoffe, dass dieses Mal die Kundenbasis wirklich wegbricht. Unternehmen, die so auf Kundenfeedback sch…. sollten auch das Lehrgeld dafür bezahlen. Ich finde es nur noch dreist und raffgierig. Ich nutze die normale Kalender App von Apple und vermisse nur wenig. Kann aber bei jedem anders sein. Ich mache um solche Anbieter einen großen Bogen und ich denke; dass in der Mittelschicht das Geld gerade auch nicht mehr so locker sitzt. Ich kann zwar; aber ich will nicht. Nie wieder Fantastical.

    1. Die vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass ein Abomodell offensichtlich tragfähig ist. Schauen wir doch einmal auf Quizduell. Wie groß war der Shitstorm, als Quizduell das Abomodell einführte? Dennoch gibt es die App immer noch, trotz schlechter Bewertungen, die, so wie es aussieht, immer wieder im App-Store gelöscht werden.
      Wir werden uns also daran gewöhnen müssen, das es eine ausreichende Basis an Kunden für Abomodelle gibt. Wie man damit umgehen soll? Ich versuche schlicht und einfach, keine Apps mit Abo zu kaufen und damit komme ich auch bis jetzt auch gut zurecht.

      1. Du schreibst es gut, die Vergangen Jahre zeigen es gut. Jedoch was sich gerade bei uns in Deutschland sehr gut abzeichnet (durch die Inflation bzw. fast drohende Rezession), dass da bei einigen doch nicht das Geld so locker sitzt und man jedes Abo abschließen kann.

        Würde ich solche Apps wirklich produktiv für mein Business einsetzten müssen, so wäre das Abo egal, denn es wird einfach von der Steuer dann mit abgesetzt und parallel dazu würde ich meine Preise entsprechend selbst auch anheben für meinen Kunden, da ich ja auch selbst mehr Ausgaben habe.

        Als Privatmann aber brauche ich aber Abo Apps nicht und steigt eine App auf Abo um, so suche ich mir eine Alternative oder nutze sogar einfach nur die Stock Apps vom iPhone. Der normale Privatmann/-frau ist da deutlich weniger auf die Apps und deren Entwickler angewiesen als die auf uns als Kunde.

  5. abo abo abo ……. wieviel abos muss ich noch haben. was soll diese preisgestaltung. ich mach da nicht mit ! für alles braucht man ein abo 🥱🤥👎👎😵‍💫

  6. Wenn ich bedenke, dass es beim Auto auch mittlerweile ein Abo gibt, wundert mich nicht, dass diese „Abomanie“ immer mehr um sich greift. Und wenn ich die Argumente dafür lese könnte ich echt 🤮kotzen.
    Dennoch scheint es ja genug Menschen zu geben, die für kleinste Produkte, die es für lau am Markt gibt, horrende Summen zu zahlen bereit sknd. Wen wundert es da, dass man die Kuh melkt❓
    Es gibt Kalender, die sich auf den Apple-Cal. aufsetzen und damit die Monatsansicht im Fon hergeben.

    Aber wem schreibe ich das ⁉️🤷‍♂️

    Eine solche Kundenpolitik sollte man NIE unterstützen. Erst am Geld merken Kuhmelker, dass sie was falsch gemacht haben.

  7. Ich hatte Fantastical 2 für iPhone und iPad. Das Abo für F3 hab ich – wie jedes andere Abo auch – schon nicht mitgemacht. Mittlerweile wünsche ich Flexbits eigentlich nur noch, dass sie mit Brachialgewalt auf die Fresse fliegen und alle anderen Abo-Gierschlunde dieses auch richtig mitbekommen.

  8. Man kann doch diesen Kalender auch weiterhin ohne Abo nutzen. Früher hatte ick mal Pocket Informant genutzt, lang ist es her. Da hatte ich auch einen PDA. Ob es dieses für iOS u. MacOS auch gibt?
    Muss ick mal suchen

  9. Der Vergleich mit anderen Kalender-Apps hinkt meiner Meinung nach ein wenig. Bei FantastiCal geht es längst nicht nur um gefälliges Design. Es hat einige Funktionen, die ich so von anderen Kalendern nicht kenne. Zum Beispiel

    – Mehrere Terminvorschläge zur Auswahl für eingeladene Personen mit Auswertung der Rückmeldung.
    – Selbstständige und einfache Auswahl freier Termine durch externe Personen – für mich als Freelancer ein Killerfeature.
    – Die hervorragende Texterkennung bei der Termineingabe – ich fluche jedes Mal, wenn ich einen Termin in Exchange reinfrickeln muss. In FantastiCal gebe ich 90 % der Termine durch eine einzige Textzeile ein, in einem Bruchteil der Zeit.
    – Anfahrtszeitberechnung mit passender Terminerinnerung.
    – Darstellung der Kalender passend zum aktiven Focus.
    – Vorbildliche Kundenbetreuung mit zeitnaher und qualitativ hochwertiger Rückmeldung.

    Deshalb schrei ich jetzt nicht „Hurra!“ über die Preiserhöhung. Aber ein Teil dieser Dinge kostet fortlaufend Geld, und kann zwangsläufig nicht permanent durch Neugeschäft gedeckt werden. Technische Infrastruktur, Energie, Personal und übrigens auch die Entwicklung innovativer Funktionen. Wir alle wissen, wie viel teurer alles wurde in den letzten Monaten.

    Meiner Meinung nach wendet sich FantastiCal, nicht zuletzt auch mit dieser Preiserhöhung, eher an den professionellen Anwender. Die Kalender-Basisfunktionen beherrschen alle, dafür braucht man FantastiCal nicht und auch kein Abo. Wer die Spezialfunktionen von FantastiCal nicht braucht, findet viele, sehr gute kostenlose oder pay-once-Alternativen.

  10. Na ja professionell? Wer professionell arbeitet, z.b. in einem Konzern, kauft nicht solche lächerlichen Apps. Die User nutzen dann meist Microsoft Produkte. Oder der eingebaute Kalender im Smartphone mit Exchange. Und hört hört… ich kenne niemanden, der nicht mit dem Standard Kalender auch klar kommt. Die Aufzählung von „mal ehrlich jetzt“ ist wirklich zum schlapp lachen. Killerfeatures? Aha ja soso. Klingt eher wie der Entwickler selbst;-) Liebe Fantastical Entwickler. Geht so schnell wie möglich mit Eurer App pleite und macht platz für weniger gierige Entwickler;-)

  11. Das wars jetzt. Busycal und calender360 stehen fantastical in nichts nach, lediglich das Layout ist nicht so smart. Aber dafür Einmalkäufe. Zumindest aktuell.

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