Meelectronics X7 Bluetooth-Sportkopfhörer: InEars mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Sommerzeit ist Sportzeit. Wer auch beim Training nicht auf Musik im Ohr verzichten will, greift zu einem kabellosen Bluetooth-InEar-Kopfhörer wie dem neuen Meelectronics X7.

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Meelectonics X7? Auch ich hatte vom Hersteller, der mit seinen Audio-Produkten noch relativ unbekannt am deutschen Markt ist, bisher noch nichts gehört – bis ich die Chance bekam, über die zuständige deutsche Marketing-Agentur ein Exemplar aus dem aktuellen Meelectronics-Portfolio zu testen.


Da wir bemerkt haben, dass insbesondere Sport-Kopfhörer bei unserer Leserschaft gut ankommen, wurde es also der Meelectronics X7, ein InEar-Bluetooth-Kopfhörer mit IPX4-Zertifizierung, also einem Schutz vor Spritzwasser und Schweiß, der lediglich 13 Gramm wiegt und über eine eingebaute Fernbedienung am vom Hersteller als „Memory Wire“ bezeichneten formbaren Kabel verfügt.

Erhältlich ist der Meelectonics X7 in einer einzigen Farbvariante, einem dezenten Schwarz mit grauem Kabel, unter anderem bei Amazon. Aktuell wird für dieses Modell, dass als eines der preisintensivsten aus dem Meelectronics-Sortiment gilt, ein Kaufpreis von 89,95 Euro fällig. Wer Prime-Kunde ist, profitiert von einem kostenlosen Versand am nächsten Werktag.

  • Meelectronics X7 in Schwarz für 89,95 Euro (Amazon-Link)

Natürlich stellt sich die Frage bei einer relativ unbekannten Marke, in wie weit der Preis für ein solches Produkt gerechtfertigt ist. Bei anderen Herstellern mit ähnlichen Kopfhörer-Modellen im Sport-Segment, beispielsweise Jabra oder Plantronics, hat man zumindest eine Idee der Klangcharakteristik, kann entsprechende Rezensionen zurate ziehen und weiß um die Materialqualität der Produkte. Umso gespannter war ich also, was den Meelectronics X7 und sein veranschlagter Preis anging – hält der Bluetooth-InEar, was eine Investition von knapp 90 Euro erwarten lässt?

Keine hochwertige Materialien beim Meelectronics X7

Geliefert wird der Sport-Kopfhörer in einem schlichten, aber hochwertig wirkenden Karton, in dem sich neben den InEars selbst auch noch einiges an Extras findet. So gibt es nicht nur ein kurzes schwarzes MicroUSB-Ladekabel, sondern auch schwarze Silikon-Ohrstöpsel in drei verschiedenen Größen sowie ein rundes Hartschalen-Case zur Aufbewahrung und für den Transport des Kopfhörers nebst Zubehör.

Der Meelectronics X7 selbst wirkt bei näherer Betrachtung nicht ganz so hochwertig verarbeitet wie andere Bluetooth-Sportkopfhörer: Zum Einsatz kommt für die Ohrhörer und auch bei der Fernbedienung am Kabel einfacher Kunststoff, der zudem mit einer relativ billig wirkenden Aluminium-Imitation an den Ohrstöpseln abgesetzt ist. Immerhin, alles macht einen soliden und stabilen Eindruck – nur an den Kabelverbindungen hätte ich persönlich eine längere Abschirmung für notwendig gehalten, um so eventuelle Kabelbrüche zu verhindern. Passiert ist in meiner mehrwöchigen Testphase in dieser Hinsicht allerdings nichts – ob die Kabel auch langfristig funktionstüchtig bleiben, wird die Zukunft zeigen.

Akkulaufzeit beträgt etwa vier Stunden

Meelectronics X7Eine Besonderheit des Meelectronics X7 ist sicherlich die Art und Weise, wie der Kopfhörer am Kopf getragen wird. Hier kommt das bereits erwähnte Memory Wire zum Einsatz, denn die Kabel des InEars werden über und hinter das Ohr geklemmt, um so für einen sicheren Sitz zu sorgen. Das erste Drittel des Kabels ist daher mit dem biegbaren und in die passende Form zu bringenden Memory-Kabel ausgestattet. Beim Anlegen des Kopfhörers führt diese Tragweise zumindest bei den ersten Versuchen zu einigen Kompikationen: Mal klemmt das Kabel das Ohr ein, dann sitzt der Ohrhörer nicht richtig im Ohr, dann ist das Kabel im Nacken zu kurz gezurrt… Es bedarf also einiger Gewöhnung, um den Meelectronics X7 schnell und bequem am Kopf anzubringen.

Sitzt der Kopfhörer dann erst einmal richtig am und im Ohr, zählt er zu einem der bequemsten Sport-InEars, die ich bisher ausprobiert habe – vorausgesetzt, man probiert vorab mit den drei Größen der Silikonstöpsel den besten Sitz aus und meistert die perfekte Anprobe bei den ersten Versuchen mit Hilfe eines Spiegels. Während ich als Brillenträgerin mit anderen AroundTheEar-Modellen wie dem Plantronics BackBeat Fit (Amazon-Link) so meine lieben Probleme hatte, bemerkte ich mit dem Meelectronics X7 kein Drücken am oder im Ohr – und das trotz der relativ großen Ohrhörer und meiner vergleichsweise kleinen Lauscher. Auch bei aktiver Bewegung sitzt der Meelectronics X7 erfreulicherweise fest am Kopf und fällt nicht heraus.

Laut Angaben des Herstellers soll eine volle Akkuladung, die etwa 90 Minuten Ladezeit in Anspruch nimmt, für etwa 4 Stunden an Musikgenuss reichen – in meinen Augen deutlich zu wenig, bedenkt man, dass andere Konkurrenten hier locker 1-2 Stunden mehr aus ihren Geräten herauskitzeln können. Bei längeren sportlichen Aktivitäten muss so oft nachgeladen werden, was zumindest in meinem Fall gerne vorab vergessen wird. Bei meinen Tests mit dem Meelectronics X7 konnte ich immerhin die vorgegebene Laufzeit in etwa erreichen, habe dabei aber weder die Lautstärke voll aufgedreht gehabt oder über das integrierte Headset telefoniert.

Sehr guter Sound im unter-100-Euro-Segment

Beim Musik hören mit dem Meelectronics X7 soll gemäß den Produktinformationen des Produzenten eine „HiFi-Audioqualität mit apt-X und ACC-HD Codec“ erreicht werden. Ob es nun an diesen Eigenschaften liegt oder nicht – klanglich weiß der InEar-Kopfhörer überraschend gut zu überzeugen. Wie es sich für ein Sport-Headset gehört, wurde ein kleiner Akzent auf die Tiefen gelegt, so dass insbesondere basslastige, motivierende Tracks gut zur Geltung kommen. Nichts desto trotz wirkt das Klangbild auch im Höhen- und Mittenbereich ausgewogen und sorgt so für einen sehr kraftvollen, lebendigen Sound, den ich in dieser Preisklasse in der Form nicht erwartet hätte.

Sieht man also von der eher durchschnittlichen Verarbeitung mit viel Plastik-Material ab, bekommt man zum Preis von unter 90 Euro einen komfort- und soundtechnisch ansprechenden InEar-Sportkopfhörer samt kleinem Hartschalen-Case und weiterem Zubehör. Lediglich an der Akkulaufzeit hätte der Hersteller noch ein paar Stunden mehr herausholen können – immerhin schafft die Konkurrenz bei identischer Bauweise mit 5-8 Stunden deutlich zufriedenstellendere Laufzeiten. Wer mit diesem kleinen Manko leben kann, bekommt aber einen guten, soliden Kopfhörer, der vor allem klanglich überzeugen kann.

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Kommentare 2 Antworten

  1. Ich hatte bisher keine Probleme mit Backbeat Fit + Sonnenbrille. Auch da gilt bis zu einer Woche die gemütlichste Einstellung zu finden – aber wenn es erstmal sitzt, vergisst man, dass man sie überhaupt an hat.

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