TinyWorld: Jetzt geht es rund

35 Kommentare zu TinyWorld: Jetzt geht es rund

Mittlerweile bin ich zur Foto-App-Expertin bei Appgefahren geworden – durch immer neue Produktionen der Entwickler gehen mir diesbezüglich aber auch nie die Themen aus. So auch heute: TinyWorld will angesehen und bewertet werden.

Erst vor wenigen Tagen in den App Store gelangt, kann man die 79 Cent teure App für „alle Devices mit eingebauter Kamera“ (Zitat der Entwickler) herunterladen. Allerdings muss mindestens iOS 4.2 auf dem Gerät installiert sein, um TinyWorld (App Store-Link) nutzen zu können. Die Rezensionen sind gemischt, aber im Großen und Ganzen wird die nur 1,6 MB große App überdurchschnittlich gut bewertet.

Ich war schon vor dem Test sehr gespannt, denn mir war die App schon kurz nach dem Erscheinen aufgefallen, insbesondere durch ihre im App Store hinterlegten Screenshots. Die Ergebnisse sahen sehr vielversprechend aus: kreisrund angeordnete 360-Grad-Panoramen in tollen Farben.

Nach dem Download und dem ersten Start der App dann eine leichte Verwunderung – das ist alles? Es öffnet sich ein Bildschirm, auf dem neben einem großen, unübersehbaren roten Auslösebutton nur die Live-Vorschau des zu erwartenden Bildes sowie dieselbe Ansicht des gleichen Motivs, allerdings in „normaler“ Ansicht ohne Effekt, dargestellt ist.

Schnell stelle ich fest, dass hier gar keine richtigen Panoramen erzeugt werden, sondern der aktuelle Bildausschnitt nur kreisrund zusammengelegt wird. Mit einem Antippen des Auslöse-Buttons wird eine höher auflösende Version des Vorschaubildes in der Camera Roll gespeichert. Die Größe des quadratischen Ergebnisfotos beträgt 1000 x 1000 Pixel, was gerade bei der Kamera des iPhone 4, die eigentlich mehr kann, nicht gerade viel ist. Hätte man vor, das entstandene Bild auf Papier zu bannen, würde es wohl nicht für mehr als einen 9 x 13-Abzug in annehmbarer Qualität reichen.

Weitere Einstellungen, Optionen oder eine Social-Network-Anbindung zum direkten Hochladen und Teilen der Fotos sucht man leider vergebens. Die Ergebnisse können sich effekttechnisch jedoch sehen lassen – nach einigen Testläufen kann sich sagen, dass man die besten Fotos erzielt, wenn man das abzulichtende Motiv schön waagerecht ausrichtet, damit der Anschluss in der unteren Hälfte des Fotos gut passt. Insbesondere bei Häuserreihen oder sich wiederholenden Mustern bekommt man witzige Bilder zustande. Einige gelungene Foto-Beispiele finden sich auch auf der Facebook-Seite von TinyWorld.

Für 79 Cent sicher eine interessante und witzige Spielerei, aber was die Auflösung der gespeicherten Fotos sowie weitere Features betrifft, ist durchaus noch Luft nach oben. Eine Facebook- oder Twitteranbindung, wählbare Auflösungen der Ergebnisbilder oder auch weitere Optionen wie Rahmen oder Farbspiele würden die App sicher noch aufwerten.

Kommentare 35 Antworten

    1. Darf ich deine Adresse haben, damit ich dich kontaktieren kann wenn es das nächste Mal ein paar Arbeiten gibt für die 4€ Stundenlohn zu viel ist?

      Echt mal, das sind echte Programme!
      Am Computer hat man kein Problem damit 10€ für so etwas zu bezahlen, aber weil App sich ja so minderwertig anhört wird hier die Alles-Kostenlos-Kultur vereehrt.

      1. Was geht denn mit dir ab?! Nein am Computer würde ich nicht 10 Euro ausgeben! Ich finde nur das man im AppStore heutzutage, und da kann ich ja nichts für, besseres geboten bekommt! Gehörst du zu den Entwicklern oder was? Es nervt mich keinen Kommentar abgeben zu können ohne das man so eine Antwort bekommt!

  1. Solche Fotospielereien gibt es ja zu Hauf im AppStore, was mich aber mal interessieren würde, wären echte Funktionen für die iPhone- Cam.

    Wenn ihr euch so gut mit Foto-Apps auskennt, dann stellt doch bitte mal eine App vor, mit der man Einfluss auf die Belichtung (+/- EV) oder sogar Belichtungsreihen anlegen kann, oder anderweitig nützlich Funktionen bieten.

    Nachträglich Bildbearbeitung geht mit jedem Bearbeitungsprogramm besser, als mit irgendeiner App.

    1. Kennst du die App ProCamera? Kostet im App Store zwar 2,39 Euro, aber bietet viele Zusatzfunktionen, u.a. auch eine getrennte Einstellung für Fokus und Belichtung sowie eine Weißabgleich-Sperre (z.B. bei Räumen mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen).

      Eine spezielle App für Belichtungsreihen kenne ich jetzt nicht, aber zumindest etwas mehr Einflussnahme erreicht man mit Slow Shutter Cam (79 Cent), bei der man die Verschlusszeit manuell einstellen kann – macht sich toll bei Lichtschweifen, etwa von vorbeifahrenden Autos.

      Reihenaufnahmen kann man beispielsweise mit Burst Mode (1,59 Euro) erstellen, auf dem iPhone 4 mit bis zu 24 Frames pro Sekunde. Leider ist die Auflösung der Bilder nicht besonders hoch.

      Für Time Lapse-Aufnahmen kannst du dir mal die kostenlose App iMotion HD ansehen, ist auch eine Universal-App.

      Hoffentlich konnte ich dir damit zumindest ein wenig weiterhelfen?

      1. Camera+ wäre eine Alternative zu ProCamera. Kostet soweit ich weiß normal 1,59, ist aber immer wieder mal für 79 Cent zu haben. Ist mir in der Handhabung lieber und funktioniert auch auf dem iPad 2 (ProCamera crasht da leider). ;0)

      2. Camera+ ist auch gut, hat aber leider nicht die oben beschriebenen Features (Fokus + Belichtung getrennt, Weißabgleich-Sperre). Und: Camera+ hat keine Videofunktion. Aber die Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten sind super – hab sie mir vor kurzem auch für 79 Cent laden können und bin bislang sehr zufrieden.

        1. Sorry, aber da muss ich dich korrigieren. Ich hätte es sonst auch nicht als Alternative angepriesen. Die Features Fokus und Belichtung getrennt bzw. Sperre des Weißabgleichs sind in Camera+ enthalten! ;0)

          1. Camera+ kann nur getrennt messen, speichert aber Fokus und Belichtung nicht, sondern führt diese jeweils nach, wenn Du den Bildausschnitt änderst.

    1. Sinn ist wohl das falsche Wort.
      Es gibt Ausstellungen wo man 10€ zahlt nur um sich solche Bilder ansehen zu dürfen. Und es gibt viele Menschen die solche Bilder als Poster kaufen.

      In dem Sinne, wenn die Auflösung höher wäre wüsste ich schon wer was damit anfangen kann. Und ganz ehrlich, so schlecht finde ich das Bild von dem keyboard nicht.

          1. Grosses Lob, die sehen klasse aus!
            Hast du eine Kurzanleitung, wie man das in Photoshop so hinkriegt? Gern auch an mel[at]appgefahren.de, wenn es sonst zu lang wäre. 🙂

  2. Muss euch recht geben, es gibt zu viele Apps, die immer nur eine Funktion zur Verfügung stellen. Die meisten dieser Bildmanipulationen (z. B. Vintage-Effekte) kann man schneller in einem Fotoeditor nachbearbeiten. Habe aber gestern noch eine App entdeckt (Gyrolens), die mir sehr hilft, da ich das Handy immer schief halte und nachher die Bilder gerade rücken muss. Gyrolens sorgt dafür, dass das Foto immer senkrecht oder waagerecht ist. Hab’s bei euch nicht gefunden, bzw. die App stürzt mir bei der Suche immer ab.

    1. Weil nun mal viele Menschen spontan Fotos machen, um sie dann dort hochzuladen. Klar kann man die Bilder auch über die Camera Roll + Facebook-App hochladen, aber das ist etwas umständlicher.

  3. Weil hier gerade so gute App-Empfehlungen ausgegeben werden: ich suche ein Video-App, bei der ich Video-Aufnahmen nach einem vorher bestimmten Zeitraum zeitlich versetzt wiedergeben kann.

    Anwendungsbeispiel: eine Gruppe von Sportlern macht vor dem iPad nacheinander eine bestimmte Bewegung vor (z.B Korbleger Basketball). Nach z.B 30 Sekunden kann diese Person sich und damit die eigene Bewegung dann auf dem Video sehen. Das iPad würde quasi Daueraufnehmen, das Ganze irgendwo zwischenspeichern undczeitlich versetzt auf dem Bildschirmcwiedergeben.

    Da es sich immerm große Sportgruppen handelt, ist ein aufnehmen und danach manuell für jeden abspielen leider völlig unpraktisch…

    Wäre Spitzenklasse, wenn es tatsächlich hierfür eine app gäbe. Auf dem PC kostet so was ein Vermögen.

    Vielen Dank schon mal für Eure Mühen!

    1. Puuuh… von einer App, die auf dem iPad zeitversetzt Videos abspielen kann, hab ich bislang noch nichts gehört. Sollte sich das ändern, sag ich dir sofort bescheid. 😉

    1. Die kann man aber nur freischalten, wenn man den In-App-Kauf von 79 Cent tätigt. Und es gibt keine Live-Vorschau wie bei Tiny World, leider.
      Ansonsten als Gratis-App auch nicht übel. 🙂

      1. Aber hier kann man auch 360-Grad-Panoramen aus der Bibliothek benutzen. Diese kann man super über Autostitch erstellen. Das gibt dann auch weniger Probleme bei dem Zusammenfügen der Bildenden zu dem Tiny Planet. In der Kombination echt zu gebrauchen, da hier die Auflösung von 2000•2000 Pixel doch besser ist. 79 Cent sind ja auch kein Betrag.

          1. Jup. Mit Photoshop am Rechner ist es kein Problem, aber ich finde gerade die brauchbaren Ergebnisse der Apps erstaunlich. Wenig Zeitinvestition und gute Erfebnisse, das hat mich augenblicklich immer erstaunt. So wird Fotografieren für ein breites Publikum interessant.

  4. @ Mel: danke für die Tipps, werd ich mir mal ansehen!

    Camera+ ist übrigens keine Alternative, da auch nur das fertige Foto bearbeitet wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de