Wahl-O-Mat: Wer darf es sein?

14 Kommentare zu Wahl-O-Mat: Wer darf es sein?

In rund vier Wochen steht die Bundestagswahl 2013 an und auch der Wahl-O-Mat ist schon da – perfekt, wenn ihr noch absolut keine Ahnung habt, was es mit den verschiedenen Parteien auf sich hat.

Wahl-O-MatSeit jeher ist der Wahl-O-Mat (App Store-Link) für viele mehr als ein Spielzeug, mit dem man ein wenig durch die Gegend klicken kann. Seit diesem Jahr gibt es auch eine passende App für das Politik-Werkzeug, seit gestern ist es mit Inhalte für die am 22. September anstehende Bundestagswahl ausgestattet. Der Wahl-O-Mat kann natürlich kostenlos geladen werden und ist als Universal-App für iPhone und iPad verfügbar.

Innerhalb der App wird man mit 38 Thesen aus der Politik konfrontiert, das Themenspektrum ist dabei breit gefächert und reicht vom Tempolimit auf Autobahnen bis hin zum Spitzensteuersatz für Großverdiener. Bei jeder These hat man die Möglichkeit, zuzustimmen, abzulehnen oder eine neutrale Stellung einzunehmen. Wenn man all das erledigt hat, wird es spannend.

Bevor es zur Auswertung geht, kann man acht Parteien auswählen. Die Antworten dieser Parteien auf die 38 Thesen werden dann mit den eigenen Aussagen verglichen und für eine grafische Auswertung herangezogen: Welche Partei liegt am nächsten an an der eigenen Meinung?

Nach der Auswertung hat man im Wahl-O-Mat auf dem iPhone oder iPad noch die Möglichkeit, zu einer detaillierten Ansicht zu wechseln und sich genau anzusehen, wie die einzelnen Parteien zu den jeweiligen Themengebieten stehen – das ist praktisch und einfach umgesetzt.

Natürlich sollte man seine Wahlentscheidung nicht nur am Wahl-O-Mat festmachen. Für viele ist dieses kleine Tool aber auf jeden Fall eine große Hilfe, um den Stein ins Rollen zu bringen und sich besser mit dem Thema auseinander zu setzen. Man sollte aber wohl nicht darauf verzichten, sich danach noch umfassender über die infrage kommenden Parteien zu informieren.

Kommentare 14 Antworten

    1. Tipp für Nicht-Wähler: Wer kein Partei wählen will, der sollte zur Wahl gehen (auch wenn es paradox klingt) und dann einen ungültigen Stimmzettel abgeben (z.B. auf den Zettel schreiben, dass man eine Partei schlecht findet, oder mehr als eine Partei auf dem Stimmzettel ankreuzen). Denn sonst gibt man allen Parteien prinzipiell einen Teil der eigenen Stimme wegen unserem Wahlsystem (da man dann nicht als Wähler eingetragen wird und somit die Stimmen der Wähler prozentual wertvoller werden). Das hat zur Folge, dass z.B. die NPD eventuell 3% erreichen kann (was zum Glück bis jetzt nur in Landtagswahlen passiert ist). Ab 3% bekommen diese Parteien wie die NPD leider etwas Steuergeld (bei Bundestagswahlen ist die Gefahr aber größer als bei Landtagswahlen). Aber die, die nicht wählen wollen, aber auch wollen, dass die FDP unter den 5% bleibt, sollten dies beherzigen.

      1. Vorsicht vor Wahl-O-Mat für Wähler:
        Ich hatte es schon vor Jahren aus Interesse probiert. Aus Spaß trug ich die NPD als mögliche zu wählende Partei vor der Befragung ein. Im Resultat stand plötzlich die NPD an erster Stelle. Das hatte mich sehr gewundert und ich informierte mich deshalb, was möglicherweise die Ursache für diese unglaubliche Entscheidung war. Ein Fehler in der Programmierung vermutete ich nicht, da es schon von vielen verwendet wurde. Dann fand ich heraus, dass es wohl ein Fehler im System ist. Dann fand ich heraus, dass das System fehlerhaft ist. Aber diesen Fehler kann man leider nicht ausbügeln.

        System vom Wahl-O-Mat: Jede dort auftretende Partei im Wahl-O-Mat bekommt einen Fragebogen mit möglichen Antworten vom Wahl-O-Mat-Team (denselben, den man als User im Wahl-O-Mat beantwortet). Die Parteien schicken danach die offiziell ausgewählte Antworten an das Wahl-O-Mat-Team. Diese Antworten werden dann mit den eigenen Antworten verglichen und der Wahl-O-Mat zeigt die von einen selbst ausgewählten Parteien in einer Reihenfolge an, welche prozentuale Übereinstimmung die Antworten der Parteien mit den eigenen Antworten haben.

        Genau da ist der Fehler im System, der nicht behoben werden kann.
        Der Fehler in System: Die NPD sucht immer die Antworten aus, die in Umfragen die Bürgern oft antworteten, auch wenn sich vereinzelte Antworten sich mit anderen Antworten im gleichen Fragebogen widersprechen können. Die NPD hofft also darum, dass Unentschiedene nur den Wahl-O-Mat nutzen und sich nicht danach über dieses Problem informieren. Die NPD ist gegen die Demokratie und wenn sie gewählt werden, dann wissen sie, dass sie ihre Wahlversprechen nach der Wahl nicht einhalten müssen (was echte Parteien leider zum Teil auch tun, aber nicht so heftig wie die NPD).

  1. Schwachsinn, weil die Parteien ein freies Mandat haben. Sie werden nach ihrer Wahl eh machen was sie wollen, von daher ist der Wahl-O-Mat unsinnig. Bis jetzt hat sich immer gezeigt, dass die Parteien die Wahlversprechen nicht einhalten.

    1. Sehe ich genauso. Wenn sich eine Partei genügend eindeutige Themen in das Programm schreibt wird sie hier einem direkt vorgeschlagen. Warum wird in der App nicht mal überprüft, welche Themen eine Partei schon umgesetzt hat. Erzählen kann man viel und so ist die App nutzlos!

    1. Diese App informiert vor allem um Dinge, was iOS, Macs und Apple betrifft. Deshalb ist diese Meldung nicht wertlos, da es den Wahl-O-Mat vorher nur als Webseite gab.

  2. Klasse App. mit endlich mal richtigen Ergebnissen, auch für die AfD und nicht die immer gefakten öffentlich rechtlichen Statistiken von Forsa, Emnit und Konsarten, die von den etablierten Parteien in Auftrag gegeben werden und total manipuliert werden, um die Wähler zu beeinflussen !

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