Withings Pulse: Fitness-Tracker ausprobiert & bei Amazon bestellbar

Fast einen Monat habe ich den Withings Pulse im Einsatz, nun gibt es ihn endlich auch bei Amazon. Grund genug, meine Erfahrungen mit euch zu teilen.

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Fitness-Tracker gibt es ja mittlerweile schon zahlreiche auf dem Markt. Angefangen bei Fitbit mit den vielen verschiedenen Modellen, dem Jawbone UP oder auch dem Nike Fuelband. Der Withings Pulse liegt mit einem Preis von 99,95 Euro (Amazon-Link – Lieferung sollte in weniger als einer Woche erfolgen) im gesunden Mittelfeld. Günstig ist er zwar nicht, dafür gibt es aber auch viele tolle Zusatz-Features, wie etwa der Herzfrequenzmessung.

Aber fangen wir ganz vorne an. Beim Withings Pulse handelt es sich um einen nur acht Gramm schweren Fitness-Tracker, der die Aktivitäten des Nutzers 24 Stunden lang aufzeichnet, protokolliert und auswertet. Gemessen werden nicht nur Schritte, sondern auch verbrauchte Kalorien, Treppenstufen und Entfernung. Die Synchronisation mit dem iPhone erfolgt via Bluetooth 4.0 – kompatibel sind daher nur iPhone 4S und iPhone 5.

Touchscreen-Display & Aktivitäts-Erkennung

Ein Highlight des Withings Pulse ist ohne Zweifel das Touchscreen-Display. Natürlich ist das nicht mit dem des iPhones vergleichbar, aber dennoch praktisch. So kann man etwa problemlos zwischen dem aktuellen und den vorherigen Tagen wechseln, um sich die entsprechenden Daten wie Schritte, Kalorien und Co anzeigen zu lassen.

Wer sich motivieren möchte und immer wissen will, wie viele Schritte schon zurückgelegt wurden und ob man sein Tagesziel erreicht hat, ist mit dem Withings Pulse sicher gut bedient. Im Vergleich zur Konkurrenz gibt es aber noch einige Features, die wie kurz erwähnen müssen – weil sie einfach klasse sind.

So erkennt der Withings Pulse zum Beispiel automatisch, wenn man nicht mehr geht, sondern schneller läuft. Startet man mit dem Joggen, wird eine neue Aktivität angelegt – die gelaufene Distanz kann man dann auf dem Display ablesen und inklusive der Zeit auch in der Withings-App verwalten. Und wer es auf die Spitze treiben möchte, kann nach dem Schlussspurt sogar noch gleich einen Puls messen – das passiert über einen kleinen Sensor auf der Rückseite des Withings Pulse und ist genau wie die Schrittzählung ziemlich genau.

So klein, dass man ihn fast verliert

Besonders hervorheben muss man das geringe Gewicht des Sensors. Der Withings Pulse ist gerade einmal acht Gramm schwer – das ist wirklich wenig. Sogar so wenig, dass ich den kleinen Fitness-Tracker in einer Hose vergessen, nicht mehr wieder gefunden und beinahe mit gewaschen hätte – das wäre vermutlich sein Todesurteil gewesen. Withings liefert neben dem USB-Kabel zum Aufladen des Trackers aber auch ein Gürtelclip und ein Armband mit (letzteres ist für die Schlafmessung gedacht), die man, wenn gewünscht, einfach verwenden kann.

Insgesamt muss man festhalten, dass die Hardware wirklich gelungen ist. Der Withings Pulse ist kompakt, einfach zu bedienen, zeigt viele Informationen auch ohne iPhone an und hielt in meinem Test rund 10 Tage, bis er wieder aufgeladen werden musste. Hier ist man immer davon abhängig, wie oft man seinen Puls misst – dabei wird nämlich recht viel Strom verbraucht.

Etwas Luft nach oben hat meiner Meinung nach die Withings-App. Wünschenswert wäre, wenn man hier seine persönlichen Ziele (10.000 Schritte sind es aktuell) anpassen zu können. Und in Anbetracht der Tatsache, dass man den Withings Pulse unterwegs völlig unabhängig vom iPhone nutzen kann, wäre es auch nicht verkehrt, eine Universal-App anzubieten. Technisch gesehen ist die Synchronisation mit dem iPad und die Verwaltung der Daten auf einem größeren Bildschirm ja überhaupt kein Problem.

Mein Fazit lautet: Der Withings Pulse ist kein Mode-Accessoire wie der Jawbone UP und auch nicht spritzwassergeschützt wie der Fitbit One, dafür aber ein echter Allrounder, den man sogar tagelang ganz ohne Smartphone verwenden kann. Wenn Withings bei der App am Ball bleibt und selbige weiter verbessert, ist der Withings Pulse die Nummer eins der Fitness-Tracker.

Withings Pulse: Intro-Video

Kommentare 25 Antworten

  1. Im großen und ganzen kann ich den Test bestätigen.
    Mir fehlt nur die Möglichkeit, wie beim Fitbit, selbst Aktivitäten zu erfassen. Oder wenigstens einen Runtastic Abgleich.
    Withings bietet zwar einen Sync mit Runkeeper, aber ich will nicht noch ein Portal pflegen

  2. Ich hab gerade den Fitbit One und den Withings Pulse dabei. Hab heute schon den ganzen Tag beide in der gleichen Hosentasche. Der One zeigt 3702 Schritte an, der Pulse 2836. Das sind 866 Schritte Unterschied. Habe beide mit 0 Schritten eingesteckt. Bin gespannt, wie sich das bis heute Abend entwickelt.

    1. Interessant. Den Vergleich hatte ich auch gemacht. Withings Pulse vs. Fitbit Ultra: 2664 zu 3320 Schritte. Aber eigenartigerweise nur 100 m Unterschied bei der gemessenen Strecke.

      Bin seitdem auch am überlegen welcher Tracker nun richtig gezählt hatte.

      1. Das ist die wichtigste frage stimmt. Man müsste mehrere parallel benutzen:)
        Auf der anderen Seite, kann sowas nicht präzise messen.
        Da wäre eine GPS Uhr besser.

          1. Da ich notorisch faul bin tendiere ich natürlich zum One, da mich der besser aussehen lässt. Rein von den Möglichkeiten gefällt mir aber der Puls besser. Ich probier das heute noch mal.

  3. Finde auch das Indiogogo Projekt „Misfit Shine“ ziemlich Interessant. Die Teile befinden sich mittlerweile in der Auslieferung.

    Bei den ganzen fitnesstrackern gibt es zurzeit eigentlich kaum Unterschiede, außer im Design.

  4. jein… ich find das jawbone ideal, weil man es halt immer dabei hat. Glaube bei meinem Erinnerungsvermögen würde ich den Tracker sonst in 50% der Fälle zu Hause irgendwo hinlegen und vergessen 😉

  5. Also ich nutze eine Withings Waage und ein Jawbone Up, um die Daten zusammen zu haben, lese ich die WithingsApp mit IFTTT aus, da die Daten in der JawboneApp nach meinem Geschmack super aufbereitet sind. Vielleicht lassen sich ja auch die restlichen Daten auf diese Art und Weise zur Up-App bringen und man benötigt die WithingsApp gar nicht, aber das ist nur so eine Idee. Ich gebe mein Up auf jeden Fall nicht mehr her, aber den Pulse hole ich mir vielleicht als Ergänzung.

  6. Das UP hatte ich auch kurz, fand es aber nicht so toll, schon allein wegen der Synchronisation. Da ich einen Tracker als Motivator nutzen will, bringt es mir wenig, nur zwei mal am Tag zu synchronisieren. Ich muss zwischendurch draufgucken können. Und das ist beim UP mehr als umständlich.
    Ich nutze seit einiger Zeit auch das Nike Fuelband. Das misst die Schritte zwar recht ungenau, bietet mit der Bepunktung ALLER Tätigkeiten aber den für mich perfekten Motivator. Badminton bringt zwar wenig Schritte ( egal mit welchem Tracker gemessen), aber viele Fuel.

    Tja, jetzt weiß ich, dass der Pulse fast 2000 Schritte weniger gemessen hat, aber mehr technische Möglichkeiten bietet als der One. Aber er misst langsames gehen sehr unzuverlässig, während der One jeden Schritt gezählt hat. Und in meinem Beruf muss ich des Öfteren langsam gehen. Tja, ich werde die beiden noch zwei oder drei Tage vergleichen und mich bei gleichbleibenden Ergebnissen wohl vom Pulse trennen.

    1. Was macht Dich sicher, das der Pulse zu wenig zählt?
      Ich hab mehrfach immer 100 Schritte mitgezählt (zügig zur Straßenbahn, aber auch gemütlicher Sonntagsspaziergang). Der Pulse hatte nie mehr als einen Schritt Abweichung.

  7. Wie gesagt, beim langsamen gehen oder schlendern hat der Pulse jetzt mehrfach zu wenig Schritte gezählt, teilweise 30% zu wenig. Außerdem gefällt mir das höhere Ergebnis natürlich besser. 😉
    Eine kleine Rolle spielt auch, dass meine Freundin auch den One hat und wir uns regelmäßig vergleichen und versuchen zu überbieten.

  8. So, auch wenn das jetzt schon alt ist, ich habe gerade mehrere Testläufe gemacht, immer 100 Schritte, die Tracker an der gleichen Stelle (beide Hosentasche und beide am Gürtel) und bin verschieden schnell gelaufen, immer mit dem gleichen Ergebnis: Der One hat maximal 2 Schritte zu wenig gezählt, der Pulse ist in den schnelleren Läufen exakt gewesen, bei den langsamen hat er jedesmal viel zu wenig gezählt. Einmal 19, einmal 17 und einmal 10. ich werd mich jetzt mal mit dem Support in Verbindung setzen, vielleicht habe ich ja nur ein Montagsprodukt erwischt.

    1. Dann melde dich nochmal was dabei rausgekommen ist.
      Vielleicht haben die es weniger empfindlich gemacht um nicht falsche Bewegungen als Schritte zu registrieren.
      Ich für meinen fall werde es nicht testen, seit jeher ist dieser Wert +/-20% exakt. Hab damals von Nokia betalabs den stepcounter benutzt, die hatten coole Apps muss man sagen

  9. Nachdem sich der Support nicht gemeldet hatte habe ich über Amazon ein Ersatzgerät bestellt. Bei dem war von vorn herein der Touchscreen defekt. Der Schlafmodus lies sic nicht starte und man konnte nicht durch die letzten Tage wischen. Auch ein Reset des Pulse half nichts. Aber die gemessenen Schritte waren wesentlich näher an den Ergebnissen des One dran als beim ersten Pulse. Gestern Abend um 23 Uhr kam dann eine Antwort vom Support. Mit einem späteren Update wird es eine Möglichkeit geben, die Schrittlänge Manuel zu ändern. Meiner Meinung nach wird das aber das Problem mit den zu wenig gezählten Schritten nicht lösen.
    Hab jetzt noch einen dritten Pulse bestellt. Wenn der auch wieder irgendeinen Fehler hat, gebe ich auf.

    1. Hallo,

      kann die gezählten Schrittdifferenzen nur bestätigen: habe nun seit ca. 2 Monaten den One und den Pulse im direkten Vergleich: der Pulse hat im Schnitt bis zu 30% weniger Schritte bzw. Movements wahrgenommen. Die zurückgelegte Strecke weicht zwar auch ab, aber nicht ganz so krass. Wäre nun interessant, ob das viell. nur an den ersten, ausgelieferten Geräten des Pulse liegt, und bei aktuellen Revisionen viell. nicht mehr. Auch bei den gezählten Stockwerken ist der One akkurater. Mir würde grundsätzlich aufgrund der zusätzlichen Pulsmessung mehr zusagen, aber Genauigkeit hat für mich Priorität.

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