Drittanbieter-Tastaturen erfreuen sich seit der Freigabe durch Apple großer Beliebtheit im Store. Im Fall vom neuen Snipboard können wir aber gegenwärtig keine Download-Empfehlung aussprechen.

Snipboard soll es, ähnlich wie Apps wie TextExpander (App Store-Link, 1,79 Euro), einfach machen, vorgefertigte Satzbausteine in einen Text einzugeben, beispielsweise beim Ausfüllen von Formularen, beim Chatten mit Freunden oder beim Schreiben von längeren Dokumenten. Anders als TextExpander arbeitet Snipboard allerdings nicht mit entsprechenden Abkürzungen für die zu verwendenden Bausteine, sondern baut auf vorgefertigte Wörter oder Sätze, die dann in eigenen Tastaturfeldern in Snipboard auftauchen.
Snipboard verfügt noch über zu viele unausgereifte Aspekte

Neben den in der App angelegten Textbausteinen kann in Snipboard allerdings durch einen horizontalen Wisch auf der Tastatur auch ein übliches Buchstabenlayout eingeblendet werden, um so normalen Text eingeben zu können. Das Tippen mit dieser Tastatur ist allerdings ein einziger großer Krampf: Nicht nur, dass wie oben bereits erwähnt deutsche Umlaute fehlen und auf vertauschte „z“- und „y“-Tasten zurückgegriffen werden muss, sondern auch das Tippen an sich ist durch eine fehlende Tastenmarkierung mühselig und unbequem.
Zudem scheint durch die Fingertipps auf den Screen oft auch der horizontale Wischmodus, um zwischen Bausteinen und Normal-Tastatur wechseln zu können, ausgelöst werden, was den Nutzer schon nach kurzer Zeit in den Wahnsinn treibt und dazu führt, das falsche Buchstaben eingegeben werden. Davon abgesehen sind die leicht verschobenen Tasten für alle bisherigen User der Standard-Apple-Tastatur sehr gewöhnungsbedürftig – außerdem funktioniert die ebenfalls von dort bekannte Doppeltipp-auf-Space-Taste-Geste zum Setzen eines Punktes am Satzende mit Snipboard nicht. Aufgrund dieser zahlreichen Kritikpunkte können wir von einer Nutzung der App daher gegenwärtig nur abraten.
Dankeschön, für den Bericht