Der Markt um intelligente Fitnesstracker ohne Display ist hart umkämpft. Mit Whoop an der Spitze, greift Google mit dem Fitbit Air an, denn ein Abonnement ist hier optional. Wer jedoch einen KI-Coach an seiner Seite wünscht, kommt um das Abo nicht herum. Jeden Tag gibt es dann Zusammenfassungen darüber, wie man sich fühlen könnte, ob der Schlaf ausreichend oder mangelhaft ist, ob man in den Normalwerten liegt oder lieber mal eine Pause einlegen sollte.
- Google Fitbit Air – das bequeme, intelligente Wearable für Google Health Optimiere deine Gesundheit mit unkompliziertem Tracking und...
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Klingt nach Überwachung? Vielleicht. Nach knapp zwei Wochen mit dem Fitbit Air kann ich aber bestätigen: Die Einschätzung war überraschend treffend. Und genau darum geht es in diesem Test eigentlich gar nicht so sehr um Hardware, sondern um die Frage, wie stark künstliche Intelligenz inzwischen unseren Umgang mit Gesundheitsdaten prägt.
Solide Hardware im kompakten Format
Als reiner Tracker macht das Air genau das, wofür Fitbit seit jeher bekannt ist. Ich spüre das Armband kaum am Handgelenk, die Akkulaufzeit ist beeindruckend lang und das Aufladen geht flott. Ich nutze das Armband jetzt knapp zwei Wochen und musste es bisher nur einmal aufladen. Die Akkulaufzeit liegt bei circa 7 Tagen, wobei diese leicht variiert, je nachdem, ob man zum Beispiel viele Workouts aufzeichnet.

Einziger Kritikpunkt bleibt das proprietäre Ladekabel: ein Ärgernis, das bei Fitness-Wearables leider fast schon Tradition hat. Zwei kleine Pins laden das Armband auf, was auch binnen weniger Stunden erledigt ist. Wer das Band möglichst lange tragen will, kann zum Beispiel die Duschzeit nutzen, damit das Fitbit Air immer geladen ist und möglichst viele Daten trackt.
Viele Metriken, wenig Schnickschnack
Wer die allerletzte Detailtiefe an Messwerten erwartet, wird beim Fitbit Air nicht fündig. Dafür bekommt man aber ein rundes Paket, das für die allermeisten Nutzerinnen und Nutzer völlig ausreicht: Schrittzähler, Ruhepuls und Schlafdaten gehören ebenso dazu wie Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoffsättigung, ein Readiness-Wert, Schlafphasen sowie die sogenannte „Cardio Load“, mit der Fitbit das optimale Maß an wöchentlicher Ausdaueraktivität einordnet. Push-Benachrichtigungen gibt es zwar keine, dafür aber einen stillen Vibrationsalarm zum Aufwachen. Ich nutze aber altmodisch meinen iPhone-Wecker…

Ein Vergleich mit dem Whoop-Band bleibt nicht aus. Obwohl ich Whoop noch nie genutzt habe, fällt das Fitbit Air deutlich kleiner und kompakter aus. Das Stoffarmband liegt im Lieferumfang bei, wobei weitere Armbänder, zum Beispiel auf Silikon, separat gekauft werden können. Größentechnisch deckt das Air Handgelenke zwischen 130 und 210 Millimetern ab, was bei den meisten passen sollte.
Google Health: Der KI-Coach weiß mehr als man selbst
Hardwareseitig gibt es also kaum etwas zu bemängeln. Wer möchte, kann zusätzlich ein optionales Jahresabo für 99 Euro abschließen, das eine Videobibliothek mit Workouts, anpassungsfähige Trainingspläne, tiefere Auswertungen sowie eben jenen KI-Gesundheitscoach freischaltet. Die Basisfunktionen bleiben aber auch ohne Abo kostenlos zugänglich.
Ich habe das Fitbit Air mit den Premium-Funktionen getestet. Wer möchte, kann das Air aber auch zum Einmalpreis mit Grundfunktionen nutzen, unter anderem muss man dann auf die zahlreichen KI-Funktionen und den Coach verzichten.

Meine generelle Haltung gegenüber KI-gestützten Gesundheits-Features war bislang eher skeptisch, da viele davon kaum mehr leisten als das Zusammenfassen ohnehin googlebarer Fakten. Der Google Health Coach ist allerdings der bislang überzeugendste Versuch in diese Richtung. Vorausgesetzt, man investiert selbst Zeit und Mühe.

Technisch basiert der Coach auf Googles Gemini-Modell und ist mittlerweile zentraler Bestandteil der Google-Health-App. Jeden Morgen liefert er eine Zusammenfassung von Schlaf- und Readiness-Werten samt Tagesempfehlung, beantwortet gesundheitliche Fragen, interpretiert Datentrends und schlägt Anpassungen am Trainingsplan vor. Wenn das Workout am Vortag besonders anstrengend war, gibt der Coach Tipps, wie man den Tag danach etwas entspannter angehen kann. Es nervt ein wenig, dass die Tipps und der Coach stark im Vordergrund stehen und die echten gemessenen Daten etwas untergehen.
Viel Vorarbeit für gute Ratschläge
Wer einen besonders guten Coach will, muss ihn vorab mit Daten füttern. Unter anderen lassen sich die eigenen Ziele definieren und die medizinische Vorgeschichte hochladen. Und das kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen, jedoch arbeitet der Coach dann genauer.
Fitbit Air motiviert aktiver zu leben

Das Google Fitbit Air ist mein erster Fitnesstracker ohne Display. Bisher habe ich meine Apple Watch zum Tracking genutzt, allerdings ist mir die Ultra zu groß, um mit ihr zu schlafen. Das schmale Air merke ich im Bett so gut wie gar nicht, sodass ich auch vom Schlaftracking profitiere.

Mich hat das Fitbit Air motiviert wieder mehr Sport zu treiben, der in den letzten Monaten deutlich zu kurz gekommen ist.
An dieser Stelle muss ich noch einwerfen, dass ich die gemessenen Daten nicht überprüfen kann und auch keinen Vergleich mit anderen Trackern habe!
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Fazit: Zwei Geräte in einem
Das eigentlich Clevere am Fitbit Air: Wer der KI grundsätzlich misstraut, zahlt einfach die 99 Euro für die Hardware und nutzt die kostenlosen Basisfunktionen. Ganz ohne Chatbot. Wer sich dagegen auf das Experiment einlassen will, bekommt dieselbe Investition inklusive einer dreimonatigen Premium-Testphase.
Das Fitbit Air ist das bislang durchdachteste Wearable, das der Konzern seit der Fitbit-Übernahme veröffentlicht hat. Das Armband bedient sowohl jene, die sich nach simplen, unaufgeregten Trackern sehnen, als auch jene, die von smarter Zusatzauswertung profitieren wollen. Und genau diese Balance ist im hart umkämpften Gesundheits-Tech-Markt alles andere als selbstverständlich.



Kein Apple Health Sync. Oder hat sich dort was geändert?
Hardware scheint top. Ich will aber, dass so ein Gerät einfach nur nach Apple Health synct ohne einen Regentanz mit 3 Apps und 5 neuen Kontos bei Google aufführen zu müssen.
Werd mir dann wohl mal den etwas breiteren und teureren Polar Loop anschauen.
Doch, gibt es tatsächlich. Kann man mit Apple Health syncen.
Nie mehr Fitbit, das hatten meine Frau und ich einmal. 1. Die Geräte funktionierten.
Nach einiger Zeit nicht mehr und 2. gab es etwas später auch keine neuen Armbänder nicht mehr. Da konnten wir die Teile entsorgen.