App Store: Droht zum Jahreswechsel eine Preiserhöhung?

Ab dem 1. Januar könnte sich im App Store einiges verändern. Apple hat in der Nacht eine entsprechende Ankündigung verschickt.

App Store IconBei jedem Download aus dem App Store kassiert Apple 30 Prozent, das ist bereits hinlänglich bekannt. Mit diesem Anteil kassiert das Unternehmen aber nicht nur ab, sondern bezahlt auch einen bisher in den Ländern der Europäischen Union einheitlichen Mehrwertsteuersatz. Genau daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, allerdings wird die abzuführende Mehrwertsteuer in jedem Land ab dem 1. Januar genau berechnet.

Ob und was sich an den Preisen ändert, ist bisher noch nicht bekannt. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seiner Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent aktuell im soliden Mittelfeld, in zahlreichen Ländern werden 20 Prozent oder mehr berechnet, in einigen Ländern wie Kroatien, Dänemark oder Schweden sogar 25 Prozent.

In seiner Info-Mail hat Apple zudem darauf hingewiesen, dass sich an den Auszahlungsbeträgen für die Entwickler nichts ändern wird, da dort die Mehrwertsteuer bereits jetzt nicht mit einfließt, sondern vorher abgezogen wird.

Kommentare 19 Antworten

      1. Jein … Schweiz ist zwar nicht EU-Mitglied und evtl. auch in EU-Währungsunion, ABER die Schweiz ist ein privilegierter Partner der EU und nimmt am europäischen Maastrichtvertrag Teil (oder wie es sonst heißt für nicht vorhandene Grenzkontrollen), es sei denn, ich irre mich bei letzterem.

        1. Nicht Maastricht, sondern Schengen. Und ja, die Schweiz ist als Nicht-EU-Land mit dabei. Ich glaube aber nicht, dass Apple für den Schweizer Appstore bisher eine mittlere EU-MwSt zugrunde gelegt hat.

    1. Eine Gesetzesänderung zum 01.01.2015 nachdem EU-intern MwSt. für „elektronische Dienstleistungen“ nicht mehr im Land des Verkäufers, sondern im Land des Käufers fällig wird. Das trifft auch auch alle anderen Dienstleistungsanbieter wie Xing, Dropbox, etc.

  1. Selbst wenn es finanziell gesehen keinen Grund dazu gäbe, den Preis nach oben zu schrauben, solche Momente werden doch sehr gerne genutzt als Ausrede. „Das muss leider sein, weil … Wir können nichts dafür“ und schon akzeptiert es ein Großteil. 😉

    1. Der iTunes Store wird betrieben von einer Luxemburger Gesellschaft

      iTunes S.a.r.l.
      8 rue Heinrich Heine
      Luxembourg, 1720
      Luxembourg

      Im Auftrag von Apple Inc. – und nach alter/aktueller Gesetzeslage der EU zahlt Apple bzw.. die iTunes S.a.r.l den Steuersatz des Händlersitz-Landes. Und in Luxemburg sind die Steuersätze bekanntlich ja sehr klein…

  2. in Luxemburg lag die Steuer bei 17% – entsprechend wird sich jetzt alles ändern, ABER nur für die Developer. Apple berechnete immer „Kaufpreis / 1,17 = Developer“ (grob gerechnet) und der Steuersatz wird nun geändert. Apple mag keine krummen Preise und der Endverbraucher würde das dann eh nicht kapieren.

  3. Stelle ich mir schwierig vor. Woher weiß Apple, wo ich wohne? (Naja, wissen die schon…). Ich nehme aber an, es zählt was ich in meinem Account eingegeben habe? Was nun, wenn ich in einem anderem App Store z.B. Luxemburg Einkaufe? Sehe ich dann andere Preise als ein Luxemburger?

    1. In dem Fall hast du schon einmal eine ganz andere Auswahl an Apps, Filmen, Zeitschriften, Büchern und Musik etc. Einiges findest du zwar auch international, aber halt nicht alles.

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