Apple verschiebt Foto-Scan auf Kinderpornografie nach hinten

Einführung soll erst später stattfinden

Anfang August hat Apple angekündigt, dass noch in diesem Jahr Funktionen eingeführt werden, um die Verbreitung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch einzudämmen. Apple möchte aktiv Fotos scannen und auf verdächtiges Material prüfen.

Nachdem es viel Kritik von allen Seiten gab, wird Apple die Einführung der Foto-Scan-Funktion verschieben. In einem Statement gegenüber US-Medien hat Apple verlauten lassen:


Last month we announced plans for features intended to help protect children from predators who use communication tools to recruit and exploit them, and limit the spread of Child Sexual Abuse Material. Based on feedback from customers, advocacy groups, researchers and others, we have decided to take additional time over the coming months to collect input and make improvements before releasing these critically important child safety features.

Man möchte sich der Kritik annehmen und das System ingesamt deutlich verbessern.

Apple hat das System zum Scannen von iCloud-Fotos ausführlich beschrieben, um darzulegen, dass es die Privatsphäre der Nutzer und Nutzerinnen nicht beeinträchtigt. Fotos in der iCloud-Bibliothek werden gescannt und mit verdächtigen Fotos in diversen Datenbanken abgeglichen.

Dennoch gab es sehr viel Kritik, da Apple die eigenen Privatsphäre-Pläne aufweichen würde. Welche genauen Änderungen Apple vornehmen wird, ist noch nicht klar. Sobald neue Infos bekannt sind, werden wir sie auf jeden Fall weiter reichen.

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Kommentare 28 Antworten

    1. Blödsinn. Ich verschicke nicht mal Fotos über WhatsApp &Co. NUR über iMessages, bei denen man das Gesicht meiner Töchter sehen kann. Sonst halt nur von hinten oder zensiert. Und wenn ich jetzt anfangen müsste, die Fotos meiner Töchter durch zu gehen, bei denen sie mal im Pool waren oder in der Wanne oder einfach so durch die Bude oder Garten geflitzt sind ohne Klamotten, was vollkommen natürlich ist, wäre es schon gut zu wissen, wie genau das nun gehandhabt wird.
      Auch wenn der Scan an sich kein klares Foto abgibt, so gibt es dennoch dann bei falsch positiven Treffern manuelle Scans. Also Menschen können dann direkt Einsicht auf die Fotos bekommen.
      Und wenn ich bedenke, wie oft Fotos falsch bei mir erkannt werden (Personen-Album. Ist das auch Person x?), wird der Scan vermutlich nicht viel besser sein, bei dem, was die vor haben..

      1. Es wird nur überprüft ob der Hash Wert des Fotos mit einem bereits bekannten Bild zu 100% übereinstimmt. Also solange nicht genau dieses Bild deiner Tochter in der Datenbank von Apple auftaucht, wirst du keine Probleme haben.

    2. Selten so einen Schwachsinn gelesen. Bei Leuten wie Dir fragt man sich ob Du Dich für ein Snickers in den Ar… fi…. lässt. Es gibt ein Recht auf Privatsphäre, und mit welchem Recht sollte ein Konzern in meinen Fotos herumschnüffeln dürfen?

  1. Gut gemacht 👍🏼 erstmal alle installieren passende iOS versión und dann irgendwann die Funktionen aktivieren so haben alle erstmal passende software zum schnueffeln drauf 😁

    Ich warte noch bis iOS 16 mal sehen ob sich dann lohnt sonst bleibe ich iOS 14 ohne Überwachungssoftware 🕵🏻‍♂️🚓

    1. Jo… Das läuft wahrscheinlich so: Erst einmal warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist und dann einfach schnell und ohne Vorankündigung einführen. Dann ist der Aufschrei einmal groß, aber einmal eingeführt ist es eben da und die Leute werden auch das wieder vergessen.

    2. Für mich eine ganz klare Angelegenheit, wenn Apple das macht dann wird mein aktuelles Iphone 12 mein letztes gewesen sein und auch alle anderen Apple Geräte (Imac, Ipad, Apple Tv) werden meinen Haushalt verlassen.

  2. Jeden sollte heute bewusst sein, das er it Nutzung des Internet und technischen Tools wie Handy &Co schon lange überwacht wird ! Ist dennoch kritisch, z.b: bei privaten Fotos der Kinder oder der eigen Bilder, die rein als privat eingestuft werden ! Denn die würden gegebenfalls von Dritten zur Kontrolle eingesehen ! Was dann auch eventuell eine Verbreitung dieser mit sich bringen könnte, wenn die Personen nicht nach Recht&Gesetz handeln !

  3. Ich empfinde die Entscheidung von Apple im hauseigenen Produkt iCloud nach Kinderpornographischen Inhalten zu suchen nicht als Bedrohung. Meines Erachtens übernimmt die Firma schlicht Verantwortung und will den Verbreitungsweg iCloud für derartige Fotos damit schließen. Dieser Wille ist mE absolut lobenswert und folgt meines Erachtens einem hohen ethischen Standard.
    Natürlich gibt es andere Optionen derartige Fotos zu verbreiten. Diese ebenfalls zu schließen ist aber eben nicht in der Verantwortung von Apple.

    Ich habe keinerlei Verständnis für egoistische Wünsche zum Schutz der Privatsphäre für Fotos auf iCloud: Niemand muss iCloud nutzen und zudem hat Apple Privatsphäre seiner Kund:innen in den Markenkern geholt, Damit besteht mE keine Gefahr einer weitergehenden Einschränkung der Schutzfunktionen für Fotos in iCloud.
    Wer unter diesen Bedingungen gegen die Sichtung der Fotos ist muss sich mE fragen lassen, wie er/sie zu Kindesmisshandlung steht – den hinter jeden entsprechendem Foto steckt genau dies: Kindesmisshandlung.

    1. Apple müsste viel weiter gehen, jeden User unter generalverdacht stellen, Backdoors ins System integrieren, zur Terrorabwehr -damit kann der Staat gleich jede Haus- und Wohnungstür eintreten sobald was verdächtiges gescannt wurde.
      Wer unter diesen Bedingungen gegen die Sichtung der Fotos ist muss sichmE fragen lassen, wie er/sie zu Terrorismusbekämpfung steht -denn hinter jedem entsprechendem Foto aus dem Südsee-Urlaub steckt genau dies: TERRORISMUS.

    2. Komische Meinung: bloß weil man staatliche Verantwortung in staatlichen Händen sehen möchte – und nicht in Firmenverantwortung – ist man direkt Kinderschänder? 🤮
      Übertragen wir doch Google die Verantwortung nach Terroristen zu suchen, Facebook nach Frauenschlägern und Aral nach Falschparkern zu suchen.

  4. Oh, noch ein paar Vorschläge für Apple:

    – Scannen der Texte auf dem iPhone, ob auch korrekt gegendert wird, ob da rassistische Witze gespeichert sind, ob ich da mit einer Affäre chatte. Im letzteren Fall automatische Nachricht an meine Frau.
    – Dauer-Aktivität des Mikrofons um zu überwachen, ob ich mich zu einer kriminellen Tat oder gar zu einem Terrorismus-Attentat verabrede
    – Eine Webcam in meiner Werkstatt. Es gibt ja Leute, die Bomben bauen
    – Überwachung meiner Konten. Es gibt ja Menschen, die Geld waschen, Steuern hinterziehen oder Rauschgift kaufen
    – Eine Webcam in meinem Schlafzimmer um sicherzugehen, dass ich nur einvernehmlichen Sex habe.

    Apple übernehmen Sie!

    Sollte da jemand was dagegen haben muss der sich, wie von Henning 1965 vorgeschlagen, fragen lassen, wie er zu all diesen Verbrechen steht. Denn der Grosse Bruder Apple handelt nur zu unserem Besten. Wer das bezweifelt macht sich verdächtig. Wer ein reines Gewissen hat, kann unbesorgt die Hosen runterlassen.

  5. @Turgor:
    A) Banken sind nach meiner Kenntnis gesetzlich dazu verpflichtet Behörden bei Verdacht der Terrorfinanzierung zu informieren
    B) rassistische Witze oder Außereheliche Sexkontakte würde ich nicht mit Kindesmissbrauch gleichsetzen wollen
    C) Mikrofon & Webcam: die Privatsphäre ist durch das GG geschützt – ein Produkt, wie die iCloud kann Mensch aber wohl kaum als (erweiterte) Privatsphäre bezeichnen.

  6. @Droggelbecher: Kindesmisshandlung ist ein offizinal Delikt und muss daher von staatlichen Stellen verfolgt werden. Mir geht es allerdings um die ethische Frage nach richtig und falsch. Richtig ist für mich, wenn ein Hersteller von Speicherlösungen und Verbreitungstechnologien verhindert, dass sein Produkt für Kinderpornographie verwendet wird (wie bereits geschrieben zwingt niemand niemanden dieses Produkt zu verwenden!).
    Falsch wäre es mE um des größeren Profites Willen Kinderpornographie zu dulden (ja, kluge Kinderschänder:innen werden iCloud vermutlich meiden und Apple dadurch weniger Gewinn erzielen).

    Um es mal anders zu formulieren: wenn ich Kenntnis davon erlangen (kann), dass solch ein schwerwiegendes Verbrechen begangen wird, würde ich auf jeden Fall staatliche Stellen informieren.

    1. Ich bin deiner Meinung. Es ist ein wichtiger Schritt, dass überhaupt über das Thema gesprochen wird. Weiter oben wurde eben das erwähnt, dass es im Nahfeld passiert und Kinder als Schwächste der Gesellschaft oft zu wenig Schutz bekommen. Jedes Kind, das dadurch vor Missbrauch geschützt werden kann, ist ein Triumpf.
      Wenn es die Firmen machen und mit der Strafverfolgung kooperieren, dann ist deutlich schneller und einfacher, als wenn erst ein Gesetz geschrieben werden müsste, das die Firmen verpflichtet so etwas zu tun. Dann ist der Aufschrei von Firmen und von Verschwörungsmysthikern aber deutlich größer.

      Im übrigen ist man verpflichtet eine Straftat zur Anzeige zu bringen, wenn man davon erfährt oder sie mit bekommt.

      1. @icarus: Du lässt bei deiner Stammtischargumentation wirklich kein Klischee aus:
        „Aber es geht doch um KINDER!!!!!einself“
        „Wenn auch nur EIN [Opferplatzhalter] gerettet wird, dann….“
        Ja, was dann? Dann ist etwa jedes Mittel recht? Etwa wie aktuell bei der Luca-App, wo mit Einsatz von 20 Mio. Euro alle Gesundheitsämter in Deutschland zusammengerechnet sage und schreibe (festhalten!) 60, in Worten „sechzig“ Personen gewarnt werden konnten?
        Schon mal was von Verhältnismäßigkeit der Mittel gehört? Schon mal was davon gehört, dass Privatsphäre ein Grundrecht ist, genau wie das Recht der freien Entfaltung, ohne auf Schritt und Tritt verfolgt oder pauschal verdächtigt zu werden? 99,9% der Menschen sind weder Kinderschänder noch Terroristen, warum soll man die alle durch eine Rasterfahndung schicken?
        Ach so, und zur Stammtischrhetorik gehört natürlich auch, dass wer (wegen Unverhältnismäßigkeit) gegen eine solche pauschale Verdächtigung ist, der dann ja zwangsläufig ein Kinderschänder sein muss.

    2. Um es mal so zu formulieren: Jeder Schlüsseldienst kann Kenntnis von schwerwiegenden Verbrechen erlangen. Und trotzdem wird er nur diese eine Tür öffnen, für die er beauftragt wurde. Und wenn in den AGB dieses Dienstes vermerkt ist, dass er auch ohne Auftrag Türen öffnet – also prophylaktisch – ist er schneller ohne Kunden als er einen Schlüssel umdrehen kann.
      Ich habe nichts dagegen, dass Apple in der Cloud aktiv nach „Verbrechen“ sucht. Schließlich ist das Apples Hausrecht. Auf meinem Telefon hat nur derjenige etwas (wortwörtlich) zu suchen, den ich dafür beauftrage. Apple ist das nicht!

      1. @tl: Super Beispiel mit dem Schlüsseldienst 👍🏻
        Aber: Wie kommst Du darauf, dass auf Deinem Telefon nur mit Deinem Einverständnis eine Durchsuchung stattfinden kann, aber in der iCloud Apple das Hausrecht hätte? Warum machst Du hier eine Unterscheidung?
        Die iCloud ist doch auch etwas, was Du bezahlst und dieser Teil gehört Dir, solange Du bezahlst.
        Das ist ungefähr so, als ob Du sagen würdest: In meiner Wohnung darf die Polizei nicht einfach reinkommen und anlasslos durchsuchen, ob ich Dreck am Stecken habe, aber im angemieteten Gartenhäuschen im Schrebergarten wäre das ok. 🤔

        1. @zeroG: Mangels wirklich adäquaten Gleichnisses, habe ich die Cloud eher als temporär angemietete Gaststätte interpretiert. Da achtet der Wirt auch drauf, dass die Party nicht ausartet. Aber diese Ansicht mag auch daran liegen, dass ich die iCloud nur sehr marginal nutze. Gerade mal für „Wo ist“ und für ein paar Konfig-Dateien um einige wenige Apps synchron zu halten.

          1. @tl: Das halte ich genau wie Du. iCloud nur für Wo ist. Das ändert aber nichts daran, dass Du für diese Dienste bezahlst. Um bei der Gartengäuschen-Analogie zu bleiben:
            Auch wenn Du da nur einmal im Jahr vorbeischaust wäre es trotzdem illegal wenn die Polizei das Häuschen anlasslos durchsuchen würde.

          2. @zeroG: Ja, vielleicht. Möglicherweise ist die iCloud aber auch als Dienstleistung zu sehen. Als ob du in einem Bus oder einer Bahn mit Videoüberwachung fährst (die Notwendigkeit/der Nutzen sei mal dahingestellt). Es mag dir unangenehm sein, aber du nimmst es hin. Oder lässt es eben ganz. Davon abgesehen kannst du den Cloud-Scan nicht verhindern. Wie ich gelesen hab, sind die (amerikanischen) Cloudanbieter wohl ohnehin dazu verpflichtet. Zumindest machen es wohl die Großen alle.

  7. Am liebsten sind mir jene, die bei solch einer Maßnahme das Apple-Ökosystem aus dem Umfeld verbannen. Und was kommt dann? Das geniale Android? Oder was gibt es da für bessere Möglichkeiten?Warum nicht gleich wechseln? Später gibt es nur Gedränge.

  8. Stellt dir vor einmal im Monat kommt die Polizei zu dir unangekündigt und sucht nach verdächtige Sachen.

    Vielleicht hast du ja nichts zu verbergen aber das geht gar nicht oder?!

  9. iMessage kann klar ausgelesen werden (nix mit Apple kann nicht mitlesen…sie könnten!), die icloud wird gescannt…das ist kein Datenschutz mehr! Apple kann sogar auf die Fotos zugreifen und diese an staatliche Stellen weiterleiten! Wo ist das Ende-zu-Ende verschlüsselt? Fahndung gehört in die Hände von Fahndern, nicht in die Hände von Tech Unternehmen.

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