Apple Vision Pro: Produktion und Marketing aufgrund geringer Nachfrage gedrosselt

Ein teures Experiment

Apple Vision Pro Display mit blauem Leuchten

Als Apple das Vision Pro-Headset, das sowohl Virtual Reality, Mixed Reality und Augmented Reality vereint, im Juni 2023 während der WWDC-Konferenz vorstellte, sah man das neue Gerät als Sprungbrett in eine ganz neue Ära des Spatial Computing. Mittlerweile ist die Ernüchterung groß: Das Vision Pro-Headset ist zu einem teuren Experiment geworden, dessen Produktion und Marketing nun drastisch heruntergefahren wurde.

Wie die Financial Times berichtet, hat Apple die Fertigung des Vision Pro-Headsets deutlich gedrosselt und die Marketingmaßnahmen um satte 95 Prozent eingeschrumpft. Der Auftragsfertiger aus China, Luxshare, soll die Produktion des Headsets sogar ganz einstellt haben. Das Marktanalyse-Unternehmen Sensor Tower berichtet zudem, dass Apple das Marketing-Budget um mehr als 95 Prozent reduziert habe.


Die Erwartungen waren groß, als das Apple Vision Pro vorgestellt wurde, allerdings zeigte sich anhand des veranschlagten Kaufpreises in Höhe von 3.499 USD bzw. 3.699 Euro im Apple Store (https://www.apple.com/de/shop/buy-vision/apple-vision-pro) eine deutliche Zurückhaltung bei den Käufern und Käuferinnen. Das Marktforschungsunternehmen IDC berichtete, dass vom Apple Vision Pro im vergangenen Quartal gerade einmal 45.000 Einheiten verkauft worden seien.

Zu schwer, zu teuer und zu wenige Anwendungen verfügbar

Während iPhones, iPads, Macs und andere Apple-Geräte millionenfach über die Ladentheke wandern, konnte sich das Vision Pro-Headset nie aus seiner Nische befreien und blieb bis heute ein überteuertes Spielzeug mit begrenzten Möglichkeiten. Schon nach dem Release wurde Kritik laut, das Vision Pro sei zu schwer und unbequem auf dem Kopf. Zudem bietet der App Store des Headsets lediglich rund 3.000 Anwendungen, was im Vergleich zum Ökosystem für iPhones und iPads verschwindend gering ist.

Darüber hinaus hat das Apple Vision Pro auch mit deutlich günstigerer Konkurrenz am Markt zu kämpfen. Die Quest-Headsets von Meta sind bereits zu Preisen von rund 300 Euro zu haben – beispielsweise die Meta Quest 3S – und verkaufen sich so gut, dass sie trotz schlechterer Ausstattung rund 80 Prozent Marktanteil aufweisen. Apple täte gut daran, schon bald eine günstigere Version des Vision Pro-Headsets auf den Markt zu werfen, allerdings scheint man sich aktuell auf KI-basierte Brillen und andere Wearables zu konzentrieren.

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Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 5 Antworten

  1. Wenn man die Möglichkeit hat, beide Geräte nebeneinander mal auszuprobieren, dann stellt man schnell fest, dass die AVP ein um Welten besseres Display besitzt und auch eine als viel moderner empfundene Bedienung besitzt, dieser wow-Faktor aber nach circa ein bis zwei Tagen nicht mehr entscheidend ist. Dann nämlich punktet die Quest mit ihrem Spiele Universum. Und der große Preisunterschied ist natürlich auch ein enormer Faktor. Insofern kann ich die Zusammenfassung: zu teuer und zu wenig Content nach wenigen Tagen bestätigen. Auch der Punkt: zu schwer stimmt, allerdings ist dieser bei der Quest auch vorhanden. Die AVP ist wirklich ein fantastisches Computergerät, aber der Einsatzzweck ist für die Masse einfach zu limitiert. Für diejenigen, die sie für Spezialfälle einsetzen, ist sie wahrscheinlich das modernste Gerät, was derzeit auf dem Consumer Markt verfügbar ist. Ich könnte mir auch noch vorstellen, dass sie in Zukunft noch eine Rolle bei der Remote Roboter Bedienung spielen wird. Ich persönlich konnte übrigens beide Geräte nicht länger als eineinhalb Stunden am Stück benutzen. Danach trat eine extreme Ermüdung der Augen ein.

  2. Apple have missed so many opportunities by now. The smart home, not a single meaningful update in 10 years. Siri, which is much worse now, than it was 10 years ago. And that they didn’t see AI coming…

  3. Zu klobig & schwer. Könnte mir vorstellen, dass eine „normale“ Brille super laufen würde wenn der Transfer der Technik dorthin klappt.

  4. Ich hätte das auch gerne. Aber denke ich brauch es nicht und dafür ist es zu teuer…. Bin eigentlich auch Apple Fan muss aber auch sagen sie verschlafen KI usw… zumal ich mich immer mehr über die veraltete Siri wundere. HomePod mit Siri bedienen ist grausam.

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