Wahrscheinlich Ankommen (App-Store-Link) ist eine Anwendung, die euch dabei helfen möchte, eure Reisen mit der Bahn verlässlicher zu machen. Dabei kann die App natürlich die Fahrzeiten der Bahn selbst nicht beeinflussen, wertet aber historische Verspätungsdaten aus und zeigt euch dann an, welche Züge oft zu spät kommen oder gar ausfallen. Auch günstige Tickets lassen sich über die App finden.
Die Bedienung von Wahrscheinlich Ankommen funktioniert nach gewohntem Prinzip: Ihr gebt euren Startort und euren Zielort ein und ergänzt den Tag und die Uhrzeit, zu der ihr reisen wollt. Außerdem könnt ihr per Toggle-Button auswählen, ob die Suche sich auf den Nahverkehr beschränken soll oder nicht. Auch Angaben zum Alter des Fahrgasts, der Wagenklasse und einer vorhandenen Ermäßigung könnt ihr machen.
Löst ihr dann eine Suche aus, werden euch mögliche Verbindungen aufgelistet. Oberhalb der Verbindung seht ihr dann, wie oft die Verbindung pünktlich gewesen ist, zum Beispiel „9 von 10 pünktlich“. Die verwendete Farbcodierung – grün für Verbindungen, die pünktlich ankommen, orange für Verbindungen, die gemischte Pünktlichkeitswerte haben und rot für Verbindungen, die oft unpünktlich ankamen – erleichtert das Finden von in der Regel zuverlässigen Zügen.
Zu den Verbindungen selbst findet ihr außerdem Angaben zur erwarteten Auslastung und zum Preis der Tickets für die gewählte Fahrt. So hilft euch die App zudem dabei, die günstigsten Fahrkarten für eure Reise zu finden. Der Kauf der Fahrkarte erfolgt dann aber in der Bahn-App.
Wahrscheinlich Ankommen ist kostenlos
Wahrscheinlich Ankommen stammt aus deutscher Entwicklung und inkludiert alle relevanten Bushaltestellen und Bahnhöfe in Deutschland. Auch wichtige Ziele innerhalb der EU sind mittlerweile Teil der App. Nutzen lässt sich die Anwendung kostenlos auf dem Mac, dem iPhone und dem iPad. Für letzteres ist die Anwendung optimiert.
Mit Blick auf die (Un)Zuverlässigkeit der Bahn ist Wahrscheinlich Ankommen für alle Bahnfahrenden definitiv ein praktischer Reisebegleiter. Ich werde die App bei meiner nächsten Reise jedenfalls konsultieren.


Soweit sind wir hier schon: Eine App, die Verspätungen und Ausfälle von Zügen empirisch auswertet, um wahrscheinliche Ankunftszeiten zu generieren.
Der Fahrplan damit als eine unwahrscheinliche Option.
Was für ein heruntergekommenes Unternehmen.
Die Privatisierung in den 90igern war einer der größten infrastrukturellen Fehler Deutschlands in der modernen Geschichte.
Im Verkehrsministerium wurden mittlerweile über Jahrzehnte vor allem in Autobahnen/Straße investiert. Alleine wenn man den Versuch nimmt, über der A5 Oberleitungen für Elektro-LKW zu montieren nimmt, was ein Irrsinn, wir haben sowas schon, nennt sich „Bahn“.
Dadurch haben wir das Schienennetz über Jahrzehnte vernachlässigt und pro Kopf der Einwohner extrem wenig investiert.
Das rächt sich nun extrem, weil so ziemlich alles marode ist.
Also Trolleybusse (oder in dem Fall TrolleyLKW) sind ja wirklich eine extrem alte Verkehrstechnik, die wir bereits längst perfektioniert haben. Die sind mindestens 70 Jahre alt, wenn nicht noch älter.
Das ist eine Entscheidung, die man machen kann unabhängig der Bahninfrastruktur, denn dort kann recht einfach eine Nutzungsgebühr für Finanzierung erhoben werden. Die Elektrifizierung der Straße ist ja so oder so notwendig.
Bei der Bahn ist das Problem der fehlenden Flexibilität bei den Transporten. Dort muss vieles mit mehr Vorlauf geplant werden – nicht immer lässt sich einfach mal ein extra Waggon dranhängen und nicht überall gibt es Kapazitäten um diese zu entladen. Um genau zu sein, sind die Kapazitäten schon seit Jahrzehnten auf Anschlag und die Logistik braucht mehr eigene Gleise (die nicht gebaut werden). Du kannst Lastzüge nicht mehr weiter stapeln. Und die ursprünglich vorhandene Kapazität sinkt jetzt immer weiter wegen maroder Infrastruktur.
Das heißt zu sagen „die Lösung für den exponentiellen Bedarf an Transport haben wir schon längst bei der Bahn“ stimmt so nicht. Die kann sich nicht an den modernen Bedarf anpassen, wie es die LKWs erlauben.
Trolleybusse oder Oberleitungsbusse laut Wikipedia:
Verbreitung
ab 1901: Erste dauerhafte/regelmäßige Trolleybuslinien in Deutschland
Verbreitung
1920er–1950er Jahre: Starke Ausbreitung, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg.
Eher „Unwahrscheinlich Ankommen“.
Ich zitiere mal die Bahn: Wir planen Stand heute gegen 2070 pünktlich* zu werden.
(Aktuelle Definition von Pünktlichkeit im DB Lexikon: 15min Verspätung ohne jegliche Anschlussgarantien.)
Zitat zwei aus der DB Werbung: „Sie fahren mit uns in die richtige Richtung“.
Mehr können sie nicht versprechen.
Wahrscheinlich braucht man heutzutage für alles eine App? Idiocracy at it’s best! 🤦🏻♂️
Und was hat man früher auch auf die Bahnbeamten geschimpft. Da gab es nicht die Probleme. Und nach der Privatisierung wollte man unbedingt ein Aktienunternehmen werden. Dafür musste man mehr Gewinne einfahren. Und dafür hat man das Unternehmensgeschäft vernachlässigt.
https://bahnvorhersage.de/ ist für die direkte Beispielverbindung deutlich zuversichtlicher, erst eine Stunde später, wo man auf einen Anschluß-ICE beim Umsteigen hoffen muss, geht es auf 83%.
Ende 2024 gab es auch einen Talk dazu auf dem 38C3:
https://fahrplan.events.ccc.de/congress/2024/fahrplan/talk/MUZZ7C/