Business-Netzwerk „LinkedIn“ verärgert Nutzer mit neustem Update

Das neuste Update der LinkedIn-App ist leider nicht gelungen. Es gibt aktuell viele offene Baustellen.

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Das Business-Netzwerk LinkedIn (App Store-Link) habe ich noch nie genutzt. Ich bin bei Facebook und Xing angemeldet, Twitter habe ich früher auch privat ausgiebig genutzt, mittlerweile aber nur noch für appgefahren. Mit LinkedIn konnte ich noch nie was anfangen. Dennoch habe ich mir das neuste Update der LinkedIn-App für iPhone und iPad angesehen, zusätzlich habe ich einen Blick auf die Bewertungen geworfen – und die sind vernichtend.

Einen Vergleich zur Vorgängerversion kann ich nicht ziehen. Doch ein Großteil der Bestandskunden finden nichts Gutes an dem Update auf Version 9.0. Im Schnitt gibt es bei 125 Bewertungen nur einen einzigen Stern. In der neusten Version haben die Entwickler zwar ein flaches und modernes Layout umgesetzt, aber auch die Struktur verschlechtert und zuvor nützliche Funktionen einfach ausgebaut. So kann man die Applikation beispielsweise nicht mehr im Querformat nutzen, was vor allem auf dem iPad für unzufriedene Nutzer sorgt.

LinkedIn: Auf dem iPad nur im Hochformat

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Neben Abstürzen auf iPhone und iPad werden vor allem die neuen Ansichten bemängelt, die Übersicht habe sich deutlich verschlimmert. Einige Nutzer greifen sogar zu Worten wie „Vollkatastrophe“, „unbrauchbar“ oder „ein Witz“. Nach meinem ersten und kurzen Test finde ich das Layout durchaus ansprechend, das auch ein wenig an Facebook erinnert, dennoch ist die Bedienung etwas hakelig.

LinkedIn selbst möchte laut eigenen Aussagen das Wissen auf der Plattform besser zugänglich machen. „Mitglieder und LinkedIn Influencer teilen inzwischen sehr viel Wissen auf der Plattform. Dieses wollen wir durch die App besser zugänglich machen. Auch die verbesserten Profilpflegemöglichkeiten sollen Mitgliedern neue berufliche Chancen eröffnen.“ Doch genau das Gegenteil ist eingetreten, hier müssen die Entwickler ihren Plan noch einmal überdenken und schnellstmöglich Verbesserungen ausliefern, um die Nutzer des Netzwerk friedlich zu stimmen.

Welche Funktionen das Update noch mitgebracht hat? Hier ein Überblick:

  • Your Feed (Home-Ansicht): Hier erhalten Nutzer für sie relevante Inhalte aus ihrem Netzwerk, basierend auf ihrer Position, ihrer Branche und ihren Interessen. Die inhaltlichen Präferenzen können anfangs selbst festgelegt und im Laufe der Zeit immer wieder ergänzt und angepasst werden.
  • Me: Mit dieser Funktion verwalten Mitglieder ihr Profil. So erfahren sie hier zum Beispiel, wer ihren Auftritt besucht und die eigenen Posts kommentiert oder geteilt hat. Nutzer können ihr Profil intuitiv aktualisieren und sicherstellen, dass alle Informationen immer auf dem neuesten Stand sind.
  • My Network: Nutzer erhalten hier eine kurze tägliche Übersicht über alle relevanten Ereignisse in ihrem Netzwerk. So verpassen sie keine Jahrestage von Kollegen oder spannende Diskussionen. Die App kann außerdem mit den Kalender synchronisiert werden – so kann das Mitglied zum Beispiel vor einem geschäftlichen Treffen die Profile der Teilnehmer einsehen. Die Funktion ersetzt ab dem 16. Dezember die LinkedIn Connected App, mit der Nutzer bisher Updates zu Jobwechseln oder Geburtstagen erhielten.
  • Messaging: Die Funktion ermöglicht das schnelle und unkomplizierte Versenden von Kurznachrichten und macht lange Mails unnötig.
  • Search: Die Suchfunktion ist nun um 300 Prozent schneller und intelligenter. Sie findet in kürzester Zeit relevante Kontakte, Stellen und Gruppen.

Abschließend die Frage an euch: Seid ihr bei LinkedIn aktiv? Habt ihr die Version 9.0 schon installiert und ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen mit dem Business-Netzwerk? (Foto: depositphotos/Mactrunk)

Kommentare 13 Antworten

  1. Mit dem Netzwerk bin ich sehr zufrieden, aber auch ich werde die App ohne Querformat definitiv nicht benutzen, da sich dadurch meine ganze Arbeitsweise mit dem iPad verändern würde. Zur Not verlasse ich dann das Netzwerk.

  2. Ja, ich bin angemeldet. Xing ist wesentlich brauchbarer, nutzerfreundlicher im Umgang und auch billiger (in der Bezahlversion) aus meiner Sicht. LinkedIn ist etwas reifer und funktionstreicher – vor allem für Zahler. Das ist mir aber zu teuer. Der Zusatznutzen wäre es nur dann wert aus meiner Sicht, wenn man im HR Umfeld tätig ist, als Headhunter arbeitet oder international einen hoch profilierten Job sucht. Bei Xing zahle ich gerne den vergleichsweise günstigen Betrag.
    LinkedIn insgesamt halte ich nur für sinnvoll, wenn man außerhalb vom Deutschsprachigen Raum ein berufliches Netzwerk pflegen möchte. Ansonsten reicht Xing und ist auch viel übersichtlicher.

    1. Ergänzung: das neue Interface liegt mir persönlich mehr als das alte. Ich nutze es auf einem iPhone 6plus. Das, was ich gerne nachschlage, finde ich jetzt bequemer und schneller.

  3. Ich benutze LinkedIn seit es LinkedIn gibt.
    Ich habe mich öfter über die Benutzer(un)freundlichkeit des Vorgängers beschwert und bin jetzt sehe zufrieden mit dem App.

  4. Mal so nebenbei, wenn auch gemein, weather pro und diese mal zum Vergleich. Beide Resonanzen im App-Store mehr oder weniger gleich, zwei ganz andere Berichte von Euch.

    1. Auch ich habe etwas mehr Kontakte auf LinkedIn. Beruflich bedeutsam geworden sind eher Kontakte über Xing. Das mag daran liegen, dass ich nicht vorhabe, auszuwandern – auch nicht für ein paar Jahre. Mehr Headhunter Anfragen bekomme ich über LinkedIn – auch hier die relevanteren über Xing (Deutschlandbezug). Bei Xing häufen sich aber etwas die Werbeanfragen (oft Freiberufler). Andererseits hat Xing Mitgliedschaft ein paar interessante Vergünstigungen bei ein paar Partnerunternehmen. Bin weiter sehr zufrieden mit beiden Anbietern mit etwas mehr Verbundenheit zu Xing.

  5. Ich nutze beides für die Suche nach hochqualifizierten Jobs, und LinkedIn hat da meines Erachtens deutlich die Nase vorn, dort wird weniger Werbespam verschleudert und mehr ernsthafte Kontaktpflege betrieben. Das mag u.U. mit den Preisen zusammenhängen, ich jedenfalls zahle gerne auch etwas mehr, solange ich dafür auch einen ernsthaften Gegenwert bekomme. Und das ist (für mich) bei LinkedIn gegeben.
    Bei Xing gab es zwar auch schon verschiedene (persönliche) Kontakte, aber bei LinkedIn gab es die besseren Treffer.
    Die mobilen Clients sind mir eigentlich schnuppe, ernsthaft arbeite ich ohnehin lieber mit den Webclients. Der Nachrichtenaustausch funktioniert nach wie vor ausreichend gut bei beiden.

  6. Mit Xing komme ich in den USA/England nicht weit – ist halt eine eher nationale Pattform. LinkedIn ist international.
    Viele meiner Ansprechpartner und Geschäftskontakte sitzen nicht in Deutschland. Sonderlich aktiv bin ich auf der Plattform aber auch nicht.
    Die App nutze ich selten… Was spricht auf dem iPad gegen die Weboberfläche?

  7. Schade, durch das Update in nur Hochformat ist die App nicht mehr für mich brauchbar. Werde jetzt wohl Xing mehr pflegen und meine Kontakte dort hinlegen. Habe gerne mit LinkedIn gearbeitet und war bei den ersten Nutzer. Wie kann man nur so einen gravierenden Fehler machen?

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