ClonErase im Test: Foto-App entfernt oder klont Objekte aus euren Bildern

Da steht man toll positioniert vor einer Sehenswürdigkeit, will gerade auf den Auslöser drücken, und dann das: Irgendwelche Menschen huschen durchs Bild, oder stellen sich dreisterweise davor, ohne auch nur den Anschein zu erwecken, in den nächsten Stunden wieder weg zu gehen.

Was nun? Nicht immer hat man die Zeit zu warten, bis der Bildausschnitt von allen überflüssigen Objekten bereinigt ist – an einigen belebten Touristenattraktionen ist es sogar so gut wie unmöglich. Auf der anderen Seite wäre es manchmal toll, bestimmte Dinge in einem einzigen Bild zu vereinen, beispielsweise verschiedene Positionen einer einzigen Person.


Für solche Fälle gibt es jetzt die am 14. August erschienene App ClonErase (App Store-Link) für iPhone und iPod Touch (nur 4. Generation), die für kleine 79 Cent aus dem deutschen App Store geladen werden kann. Selbst unterwegs kann man das nur 3,2 MB große Helferlein noch gut laden – einer spontanen Anwendung beim nächsten Ausflug steht damit nichts entgegen. Unser Test soll zeigen, ob die App hält, was sie verspricht.

Die Anwendung von ClonErase ist sehr einfach: Entweder lädt man zum Bearbeiten einige passende Fotos aus der Camera Roll in die App (dafür müssen die Ortungsdienste aktiviert sein, damit die App Zugriff auf die Fotoalben bekommen darf), oder man versucht sich selbst an einem eigenen Motiv. Über den Kamera-Button in der App kann man mit dem Knipsen der Bilder gleich loslegen.

Ich habe mehrere Situationen ausprobiert, und bin zu dem Schluss gekommen, dass sich die besten Ergebnisse bieten, wenn man 1. ein zusätzliches Stativ, z.B. für das iPhone den Glif plus Gorillapod, verwendet, und 2. nicht nur zwei, sondern mindestens drei oder mehr Fotos derselben Situation schießt. Bis zu acht Aufnahmen sind möglich, nachträglich können auch immer noch einige aus dem gesamt berechneten Foto ausgenommen werden.

ClonErase stellt nach der Bearbeitung zwei verschiedene Versionen des Bildes zur Verfügung: Zum Einen werden alle Objekte im Bild vereint – dies bietet sich zum Beispiel für Bewegungsabläufe einer Person an, die man auf einem Bild zusammengefasst haben möchte. Auf der anderen Seite gibt es eine Variante, in der alle beweglichen Elemente in den Reihenaufnahmen entfernt, und nur das Motiv selbst zurück bleibt. Diese Methode bietet sich bei der Aufnahme der oben erwähnten belebten Sehenswürdigkeiten an, da dort alle störenden Passanten eliminiert werden.

In der App kann man letztendlich nicht nur die beiden jeweiligen Bildvarianten speichern, sondern, sofern gewünscht, auch die Einzelaufnahmen, die zu diesem Ergebnis geführt haben. Fans von Social Networking finden auch noch eine Anbindung zu Facebook, so dass sich die Ergebnisse direkt dort teilen lassen.

Auch wenn ich zunächst sehr skeptisch war, was die Ergebnisse der App betrifft, so wurde ich doch mehr als positiv überrascht. Die bereinigten Bilder weisen keinerlei Hinweise auf eine Bearbeitung auf, und auch die „geklonten“ Fotos mit verschiedenen Posen auf einem Bild versammelt sind ohne einen Makel. Selbst bei der Auflösung der fertigen Werke kann man nicht meckern: die Endergebnisse wurden bei meinem iPhone 4 mit 1.600 x 1.200 Pixel in der Camera Roll gespeichert.

Insgesamt bekommt man hier also zu einem wirklich günstigen Preis eine sehr gut funktionierende App, die ihren Zweck voll erfüllt und gute Ergebnisse bringt. Einzig eine Wandlung zur Universal-App wäre noch wünschenswert, so dass man die Bildbearbeitung auch auf dem iPad vornehmen lassen kann. Vielleicht reichen die Entwickler diese Funktion ja auch noch irgendwann nach.

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Kommentare 10 Antworten

    1. Das Prinzip sieht aber mindestens zwei verschiedene Fotos vor, damit ein Objekt aus dem Bild eliminiert werden kann. Das ist bei klassischen Hochzeitsbildern wohl nicht der Fall.

  1. Ihr habt doch vor kurzem eine app vorgestellt mit der man einzelne objekte aus bildern entfernen kann oder nicht? Ich finde den verd**** artikel nicht suche aber die app..im namen der app kam ein „re“ vor. Und der eig. name war doppelt. Also wie zB „charge REcharge“ nur halt nicht mit charge…
    Irgendjemand n plan davon??
    Man konnte einfach dinge aus fotos eliminieren.
    In der beschreibung war genau das beispiel mit ner hochzeit und nem zyp im hintergrund der da nicht hingehört..
    Bitte um hiiilfeeee

  2. Danke für den Tipp! Bin total fasziniert wie gut das funktioniert – it’s magic! Was noch fehlt, ist ein Selbstauslöser damit man sich selbst clonen kann!!!

    1. Du kannst auch vorab mit einer anderen App (Camera+ hat z.B. einen Selbstauslöser) die entsprechenden Fotos machen und diese dann in ClonErase importieren. Diese Funktion bietet die App immerhin schon an.

  3. Bin gerade in Dresden unterwegs und habe die App gerade mal an einigen Sehenswürdigkeiten live getestet. Ich muss sagen, selbst ohne Stativ ist das Ergebnis schwer beeindruckend! Man braucht nur manchmal etwas Geduld, bis die Leute sich weit genug bewegt haben.

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