Clueful: Welche Apps greifen auf das Adressbuch zu?

Vor einigen Wochen ist das Angebot von Bitdefender aus dem App Store verschwunden, nun kann man per Web-App darauf zurückgreifen.

Clueful (Web-App-Link) bietet eine Datenbank von rund 100.000 iOS-Applikationen und zeigt an, was die Apps im Hintergrund alles für Schabernack treiben. Wer greift vielleicht auf die Kontaktliste zu, welche App sichert ihre Daten nicht verschlüsselt und wer sonst noch nach Hause telefoniert.


Man kann die Web-App entweder auf seinem Homescreen ablegen oder sich ein Lesezeichen setzen. Der Zugriff ist praktischerwesie auch vom Computer aus möglich. Im Suchfeld gibt man einfach den Namen der App ein und wählt dann das entsprechende Suchergebnis aus.

Klar ist natürlich, dass eine App zur Sicherung der Kontakte gerne Zugriff auf das Adressbuch hätte. Es soll aber laut Clueful auch Taschenlampen-Apps geben, die auf die Kontakte zugreifen – das muss dann natürlich nicht wirklich sein.

Wer sich auf die Suche nach der appgefahren-App begibt, wird drei Hinweise finden. „Can display ads“, das wundert uns nicht wirklich. Klar, wir schalten Werbung. Der zweite Hinweis zeigt an, dass wir auf dem Gerät abgelegte Daten (zum Beispiel euren Login für die Kommentare) verschlüsselt ablegen. Hinweis Nummer drei bezieht sich auf die Übertragung der UDID – die Geräte-Kennung verwenden wir, um Störenfriede nach persönlichen Beleidigungen und anderen für die Community nicht akzeptablen Aktionen aus dem Kommentar-Bereich zu verbannen.

Der in Clueful hinterlegte App-Katalog ist sicher nicht vollständig, bietet aber interessante Einblicke in eine Vielzahl an Applikationen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die kostenlose Version von Cut the Rope auf das Adressbuch zugreifen kann oder die Ortungsdienste verwenden möchte?

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Kommentare 9 Antworten

  1. Das Nutzen der UDID ist doch nach den aktuellen App Store-Richtlinien gar nicht mehr gestattet?

    Betrifft zwar wohl nur neue Apps, die deshalb abgelehnt werden, ist aber mit Sicherheit generell nicht die feine englische Art?

    1. Über den Sinn oder Unsinn dieser Regelung kann man sicher streiten. Von dieser Option der Identifikation (warum auch immer, bei uns habe ich den Grund ja genannt) machen aber noch sehr viele Apps Gebrauch. Wenn ich mich recht erinnere, gab es die offizielle Richtlinie bei unserem letzten Update noch nicht. Auf welche Art und Weise das in der kommenden Version gelöst wird, frage ich derzeit bei unserem Entwickler nach.

  2. @fabian

    das würde mich auch interessieren 🙂

    man kann auf dem iphone ja nicht wie beim pc einfach die hardware enumerieren und einen eindeutigen schlüssel bilden. ich denke man kann das nur wie im browser mit „cookies“ und den accountdaten synchronisieren. oder?

    1. Ich bin kein Entwickler und bin auf dem Gebiet leider etwas überfragt. Ich bin mir aber sicher, dass man auf irgendwelche andere Wege einem Gerät/Nutzer eine eindeutige ID zuweisen kann. Was da jetzt der große Unterschied zur sowieso schon vorhandenen UDID ist, geht über meine Kenntnisse heraus 😉

  3. Schade, dass die installierten Apps nicht abgeglichen werden können – so bleibt nur die mühselige Suche von Hand. Und mir scheint, ich bin zu doof, Whatsapp und Where’s my water? zu finden…. Hm.

      1. Danke Chiara, Du hast den *goldrichtigen* Hinweis gegeben, es werden z.Zt. nur die kostenlosen Apps analysiert!

        Zitat: „Clueful analysiert zur Zeit nur kostenlose Applikationen (der Grund liegt darin, dass meistens die kostenlosen Applikationen die Privatsphäre behandeln). In der Zukunft werden wir Clueful auch für die kostenpflichtigen Applikationen zur Verfügung stellen. Ihr könntet in Clueful auf Info klicken-> Suggest an app.
        Sabina POCNET
        Bitdefender Social Media Specialist DACH region“

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