Dyson Omni-glide: Neuer kabelloser Staubsauger für 399 Euro im Test

Die perfekte Ergänzung für einen Saugroboter?

Was haben wir uns vor ein paar Jahren nicht alle gefreut, als die ersten richtig guten Saugroboter auf den Markt gekommen sind. Nie mehr Staubsaugen? Von diesem Gedanken musste zumindest ich mich schnell wieder verabschieden: Katze und Kind sind nicht die besten Zutaten für einen Saugroboter. Und selbst in einer klinisch aufgeräumten Wohnung kommt man für einige Ecken und Situationen nicht um einen klassischen Staubsauger herum.

Alles andere als klassisch, aber am Ende doch ein Staubsauber, das ist der neue Dyson Omni-glide, der ab heute in zwei Varianten erhältlich ist. Die normale Variante in der Farbkombination Nickel/Purple gibt es für 399 Euro im Handel. Direkt bei Dyson bekommt ihr alternativ auch den Omni-glide+ in Gold/Nickel für 429 Euro und dürft euch obendrauf auf eine Fugendüse mit LED-Beleuchtung freuen.


Was ist der Dyson Omni-glide?

Der Dyson Omni-glide ist in vielerlei Hinsicht in bemerkenswertes Gerät, denn bereits auf den ersten Blick ist erkennbar, dass das nur 1,9 Kilogramm schwere Gerät nicht wie ein klassischer Dyson-Staubsauger aussieht. Das Gerät wurde mit einem Inline-Aufbau entwickelt, bei dem das Zyklonen- Abscheidesystem, der Motor, der Filter und der Handgriff in einer Linie ausgerichtet sind. Das macht sich bei der Handlichkeit positiv bemerkbar, aber dazu später mehr.

Das zweite Highlight ist die um 360 Grad bewegliche Fluffy Bodendüse, die nicht nur über vier kleine Rollen verfügt, sondern auch über zwei Bürsten. Diese drehen sich in die jeweils entgegengesetzte Richtung, so dass man mit jeder Bewegung Schmutz und Staub aufnehmen kann, egal wie der Dyson Omni-glide über den Boden bewegt wird.

Wie lange und wie viel kann man saugen?

Klar ist: Mit seinem handlichen und kompakten Design ist dieser neue Dyson kein neuer Marathon-Läufer. Der Akku hält im normalen Modus 20 Minuten, im Boost-Modus sind es sogar weniger als 5 Minuten. Im regulären Einsatz habe ich den zusätzlichen Boost aber nicht benötigt. Und in der Praxis habe ich den Dyson Omni-glide in den vergangenen zwei Wochen tatsächlich nie solange benötigt, dass ich mit den 20 Minuten nicht ausgekommen wäre – auf einer Etage mit knapp 60 Quadratmetern und Hindernissen wie einem kleinen Krümelmonster und einer haarenden Katze samt sanitärer Einrichtung.

Für mich war viel eher die Größe des Auffangbehälters das beschränkende Maß. Mit 0,2 Litern ist auch das sehr kompakt gestaltet und spätestens wenn es dem Staub unter dem Sofa an den Kragen ging, war der Behälter dann doch recht schnell voll. Für mich war es spätestens nach dem zweiten längeren Einsatz an der Zeit, den Auffangbehälter zu leeren. Das geht aber problemlos und sauber über einem Mülleimer.

Wie gut ist die Handhabung des Geräts?

Was die Handhabung angeht, ist der Dyson Omni-glide einfach nur grandios. Er kann über einen kleinen Knopf dauerhaft eingeschaltet werden und gleitet dann nur so über den Boden. Man kann ihn locker am Griff festhalten und aus dem Handgelenk heraus bewegen, genau egal ob nach links, rechts, vorne oder hinten. Auch um Hindernisse herum steuert man den Staubsauger spielend einfach. Und die flache Bauweise macht sich tatsächlich positiv bemerkbar, wenn man beispielsweise unter dem Bett oder Sofa saugen möchte. Das alles klingt schon fast zu schön, um wahr zu sein.

Nur eine kleine Schwäche konnte von mir festgestellt werden. Wir gehören nun wahrlich nicht zu den Haushalten, die alle paar Tage unter dem Sofa saugt – entsprechend viele Wollmäuse sind dort zuhause. Wenn man den Dyson Omni-glide flach über den Boden bewegt und die Bodendüse sich nicht „in Fahrtrichtung“ drehen kann, bleibt der Staub an den geschlossenen Seiten der Bodendüse hängen. Für dieses Problem gibt es im Prinzip aber zwei Lösungen: Entweder öfter unter dem Sofa saugen oder mit einer anderen Bewegung arbeiten.

Was die Saugleistung angeht, war ich ansonsten wirklich sehr beeindruckend. Nicht nur Staub, sondern auch größere Objekte wie Brötchenkrümmel werden selbst ohne Boost zuverlässig aufgenommen und rückstandslos vom Boden entfernt.

Für welche Böden ist der Omni-Glide geeignet?

Für ein Zuhause mit vielen Teppichen ist dieses neue Modell von Dyson definitiv nicht geeignet. Der Omni-glide ist mit seiner Fluffy Bodendüse speziell für Hartböden geeignet. Selbst auf einem Kurzflor-Teppich stoppt die Rotation der beiden Rollen sofort. Mal ein Sofa oder Sessel abzusaugen, ist mit dem passenden Aufsatz und der Verwandlung zu einem Handsauger aber trotzdem möglich.

Welches Zubehör gehört zum Lieferumfang?

Zum Lieferumfang des Dyson Omni-glide zählt neben dem Saugrohr und der Fluffy Bodendüse auch Kombi-Fugendüse, Mini-Elektrobürste und einen Oberflächen-Aufsatz, beim Plus-Model gibt es zudem eine Fugendüse mit LED-Beleuchtung. Neben einem Netzteil mit Kabel, an das man den Omni Glide direkt anschließen kann, gibt es auch eine Docking-Station für die Wand.

Diese Docking-Station unterscheidet sich grundlegend von den bisher bekannten Wandhalterungen anderer Dyson Staubsauger. Der Dyson Omni-glide wird nicht von oben in die Halterung gehangen, sondern steht weiterhin auf dem Boden und wird quasi nur an der Docking-Station angelehnt, um einen Kontakt zum Ladestecker herzustellen. Auf diese Weise kann der Omni-Glide noch einfacher aus der Station entnommen werden.

Für wen eignet sich der Dyson Omni-glide?

Für ein komplettes 140 Quadratmeter großes Haus mit mehreren Etagen ist der Dyson Omni-glide wohl nicht das alleinige Gerät – selbst mit einem Austausch-Akku hat man hier wohl nicht viel Freude. Abstand nehmen sollte man auch, wenn Teppiche gereinigt werden müssen – hier hat man mit der Fluffy Bodendüse einfach keine Chance.

Für kleinere bis mittlere Wohnungen, ich würde sagen mit einer Fläche von bis zu 80 Quadratmetern, dürfte der Dyson Omni-glide aber eine ziemlich praktische Sache sein. Ebenso kann ich mir das neue handliche Modell sehr gut als Ergänzung zu einem Saugroboter vorstellen – um auch die Ecken reinigen zu können, an denen der Roboter nicht so gründlich ist. Und nach dem Frühstück oder einem kleinen Missgeschick in der Küche ist er viel schneller griffbereit als ein klassischer Bodenstaubsauger.

Das ist mein Fazit

Wir reden hier zwar immer noch über einen Staubsauger, aber tatsächlich hat mich schon lange kein Haushalts-Gerät mehr so positiv überraschen können wie der Dyson Omni-glide. Natürlich ist das kompakte Gerät keine Allzweckwaffe für alle Lebenslagen und auch kein Ersatz für einen ausgewachsenen Dyson. Wer einen handlichen Staubsauger sucht, insbesondere als Ergänzung zu einem anderen Gerät, der sollte sich die Neuerscheinung auf jeden Fall genauer ansehen.

Dyson Omni-glide

Eine neue Art der Reinigung von Hartböden. Die erste 360 Grad bewegliche Fluffy Bodendüse. Dysons wendigster Staubsauger.

ab 399 EUR

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Kommentare 4 Antworten

    1. Auf Dyson habe ich nichts gefunden. Aber gerade für Hartböden wäre das wünschenswert. Dyson lässt so viel unterwegs liegen. Du drehst dich um und denkst: WTF, hier hast du doch gerade gesaugt. Sollte unser V11 mal die Grätsche machen, werde ich wohl überlegen, ob James noch mal Kohle von mir bekommt. Nutze seit dem DC5 nur Dyson und das ist verdammt lange her.

  1. Naja, Trotz der Schmalheit der Düse ist sie immer noch recht bodenhoch. Der Schmutzbehälter und der Akku sind sehr grenzwertig. Vor allem ist die Saugleistung minimal. Das ist mehr ein Kehrer als ein Sauger. Die Akkuladeaufhängung ist billig. Ehrlich? Begeistert ist anders.

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