Erleichterung für Entwickler: Apple will iOS- und macOS-Apps bis 2021 zusammenlegen

Schon in diesem Jahr sollen iPad-Apps leichter zu macOS portiert werden können.

Laut eines Berichts von Mark Gurman vom Magazin Bloomberg arbeitet Apple unter dem Codenamen „Marzipan“ an einer Initiative, Software-Entwicklern für Apple-Systeme plattformübergreifende Entwicklungen zu erleichtern. Auf diese Weise soll die App-Entwicklung in Schwung kommen – und langfristig wohl auch zu mehr Umsatz führen. 

Das Ziel, so Bloomberg, sei es, bis zum Jahr 2021 Entwickler darin zu unterstützen, lediglich eine App-Version zu erstellen, um diese dann auf dem iPhone, iPad und Mac-Computern publizieren zu können. „Das sollte die Entwicklung neuer Software ankurbeln und damit die Möglichkeiten der vom Unternehmen geschaffenen Geräte erweitern“, heißt es im Artikel.

Noch in diesem Jahr sollen Entwickler in der Lage sein, ihre iPad-Apps über ein neues Software-Entwickler-Kit auf den Mac zu portieren. Das Entwickler-Kit soll auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC im Juni vorgestellt werden. „Entwickler müssen immer noch separate Versionen der App in Apples iOS- und Mac App Store einreichen. Das neue Kit bedeutet jedoch, dass sie den zugrunde liegenden Software-Code nicht zweimal schreiben müssen, sagten die Personen, die mit den Plänen vertraut waren“, so Bloomberg.

App Stores sollen miteinander kombiniert werden

Im nächsten Jahr soll das neue Developer Kit dann auch auf iPhone-Apps erweitert werden, die sich in Mac-Apps umwandeln lassen werden. Eine Herausforderung für die Apple-Ingenieure ist dabei das so viel kleinere iPhone-Display, wie Bloomberg berichtet. Ultimativ soll es dann ab 2021 möglich sein, dass Entwickler iPhone-, iPad- und Mac-Apps in eine einzige Version zusammenlegen können, eine sogenannte „single binary“. „Das heißt, dass Entwickler ihre Arbeit nicht in verschiedenen App Stores einreichen müssen, so dass iOS-Apps direkt von Mac-Computern heruntergeladen werden können und die Stores effektiv miteinander kombiniert werden“, erklärt Mark Gurman.

Die ersten Schritte, die schon in diesem Jahr erfolgen sollen, könnten es vielen iOS-Entwicklern vereinfachen, ihre Apps auch auf den Mac zu bringen. Ein Beispiel sei mit dem Streaming-Anbieter Netflix genannt, der bisher noch nicht über eine eigene Mac-Anwendung verfügt. Die iPad-App ließe sich dann bequem in den Mac App Store bringen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Pläne Apples in den nächsten Monaten und Jahren weiterentwickeln werden.

Kommentare 6 Antworten

  1. Lustig, MS kommt aus der Richtung und geht wieder in Trennung ,bzw. dir mobile Plattform hat sich erledigt und Apple will alles zusammenfassen. für mich ergibt sich noch nicht der Vorteil. macOS Apps sind Dich meistens viel mächtiger und mit mehr Optionen und den ganzen Aufwand nur um Kleinigkeiten-Apps zu konsolidieren??

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