Fireworks Simulator: Feuerwerke erstellen – aber bitte nur für Profi-Pyrotechniker

Passend zu Silvester und dem gestern gestarteten Feuerwerksverkauf im deutschen Einzelhandel gibt es wieder den Fireworks Simulator zum Download im App Store.

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Wer von den üblichen kleinen Raketen und Batterie-Feuerwerken genug hat und lieber ein gewaltiges Höhenfeuerwerk zünden will, greift auf iPhone und iPad erneut zum Fireworks Simulator (App Store-Link), der von Rondomedia in Kooperation mit Weco, einem Feuerwerks-Hersteller, herausgegeben wurde. Die 155 MB große Anwendung kann ab iOS 6.0 oder neuer installiert werden, erfordert aber aufgrund der grafisch aufwändigen Animationen mindestens ein iPad 3, ein iPhone 5 oder ein iPad mini 2. Erfreulicherweise ist die derzeit für kleine 89 Cent zu habende Anwendung bereits vollständig in deutscher Sprache nutzbar.

Eines müssen wir interessierten Hobby-Pyrotechnikern jedoch noch vor dem Download vorweg mitteilen: Die Anwendung ist kein niedliches Arcade-Game, bei dem man schnell ein imposantes Höhenfeuerwerk auf den Bildschirm zaubert. Einige Nutzer des Fireworks Simulators berichten im App Store, dass sie für ein optimal musikalisch synchronisiertes und aus mehreren Gestellen bestehendes Feuerwerk eine Vorbereitungszeit von mehreren Stunden benötigt haben. „Mal eben“ ein kleines Prachtwerk am Himmel zu erstellen ist mit dem Fireworks Simulator daher nicht möglich, dazu sind die Funktionen einfach zu umfangreich.

Langwierige Arbeit und gelegentliche Abstürze im Fireworks Simulator

Insgesamt erwartet den virtuellen Pyrotechniker auf iPhone und iPad eine Auswahl von über 100 originalgetreuen Effekten und 30 Abschuss-Gestelle. Letztere müssen vom User vor der eigentlichen Synchronisierungs-Arbeit des Feuerwerks eigenhändig konfiguriert und mit passenden Effekten versehen werden. Neben den verschiedenen Farben gilt es, auch die Abbrennverzögerung und die Zündzeit zu beachten. Die fertigen Gestelle in vier Kategorien am Boden und in der Höhe (2,5“, 4“ und 8“) werden dann platziert, passend zu Musik „abgemischt“ und abgespielt – und abschließend hinsichtlich ihrer Effekte und Synchronisation sogar bewertet.

Ganz einfach gestaltet sich aber allein das Konfigurieren der Gestelle nicht – bedenkt man, wie viele verschiedene Effekte zur Nutzung bereit stehen und welche enorme Anzahl an Schüssen für ein ansehnliches Feuerwerk bereit stehen müssen, kann man sich den Aufwand für ein eigenes Feuerwerk sicher gut vorstellen. Immerhin: Die in mühseliger Kleinarbeit kreierten Feuerwerke lassen sich lokal als Video aus sechs unterschiedlichen Perspektiven sichern und mit Freunden teilen.

Neben all diesen Eigenschaften muss aber auch ich nach einiger Nutzung des Fireworks Simulators einen negativen Aspekt der App ansprechen: Selbst auf einem aktuellen Gerät wie meinem iPad Air 2, das für die Verwendung der Anwendung eigentlich bestens geeignet sein sollte, kommt es immer wieder zwischendurch zu kompletten Abstürzen oder Lags beim Abspielen von integrierten Beispiel-Feuerwerken (Köln, Olympiapark 1 und 2). Insbesondere ersteres ist extrem ärgerlich, sofern man sich gerade im Entwicklungsprozess eines neuen Feuerwerks befindet und die letzten Änderungen nicht gespeichert hat. Auch im App Store gibt es einige User, die von Abstürzen berichten – ob diese allerdings versucht haben, den Fireworks Simulator auf nicht unterstützten Geräten zu installieren, wird nicht ersichtlich.

Kommentare 2 Antworten

  1. Kleine Verbesserung: Der Feuerwerksverkauf ist gestern gestartet.

    Ich bin ein großer Fan von Feuerwerk, aber von Pyrotechnik im Detail habe ich keine Ahnung. Muss man auch nicht. Die App kann jeder nutzen. Es ist nur ein bisschen Arbeit, ein schönes Feuerwerk zu zaubern.

    Die Stabilität könnte besser sein, dass stimmt. Sie ist wirklich nur für die neusten Geräte empfehlenswert. Auf einem iPad 3 würde ich sie nicht kaufen.

    Schade ist nur, dass die App kaum Verbesserungen hat zur Version letztes Jahr. Es ist ein neuer Hintergrund (Olympiapark) dazu gekommen, sonst sind nur Kleinigkeiten verändert wurden. Dafür nochmal 0,89€ zu verlangen, finde ich unfair. Man hätte auch einfach ein Update anbieten können. Oder es muss nächstes Jahr wirklich mal größere Veränderungen geben.

    Trotzdem, wer Feuerwerk mag und kein Problem hat, ein bisschen mehr Zeit zu investieren, der wird seinen Spaß damit haben 🙂

    1. Ja, ich weiß, dass der Feuerwerksverkauf schon gestern gestartet ist. Ich bin aber gestern beim Schreiben des Artikels davon ausgegangen, dass er noch am gleichen Tag veröffentlicht wird. Trotzdem danke für den Hinweis, werd das mal korrigieren.

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