Jumbo Privacy: Persönlicher iOS-Assistent erkennt datenschutzrelevante Gefahren

Der Download ist kostenlos

Immer wieder bekommen wir von unseren Nutzern App-Empfehlungen und -Vorschläge, für die wir uns an dieser Stelle einmal ausdrücklich und herzlich bedanken wollen. Auch unser Leser Markus hat uns eine E-Mail zukommen lassen, um von Jumbo Privacy (App Store-Link) zu berichten. Die iPhone-App ist etwa 191 MB groß und lässt sich auf alle Smartphones ab iOS 11.0 laden. Eine deutsche Lokalisierung besteht bisher noch nicht.

Die Entwickler von 2121 Atelier sind laut eigener Aussage auf einer Mission: „Unsere Mission ist es, Privatsphäre für alle zugänglich zu machen, indem wir eine universelle Oberfläche zur Verwaltung all deiner Datenschutzanforderungen an einem Ort bereitstellen. Jumbo zielt darauf ab, den Menschen ein Gefühl der Kontrolle über ihre Daten zu vermitteln und den potenziellen Schaden von Social Media zu verringern.“

Zu diesem Zweck gibt es in Jumbo Privacy einen eigenen Privatsphäre-Assistenten, der mehrere Möglichkeiten anbietet, die eigene Situation in Bezug auf soziale Netzwerke und Dienste zu prüfen. So kann beispielsweise für eine Mailadresse gecheckt werden, ob sie in der Vergangenheit kompromittiert worden ist, für Google geprüft werden, ob der Dienst den eigenen Standort für seine Zwecke nutzt, oder auch sicherheitsrelevante Optionen bei Facebook, Twitter und Co. prüfen lassen. „Der Privatsphäre-Assistent identifiziert automatische Gefahren deiner Privatsphäre, klärt dich über die Wichtigkeit auf und bietet dir an, das Problem sofort zu beheben“, so die Entwickler.

Finanzierung über Investoren und spätere Premium-Features

Für die Nutzung von Jumbo Privacy sind keine Plugins oder externe APIs notwendig, die Anwendung funktioniert ohne weitere Installationen. Natürlich muss man sich für bestimmte Checks bei den entsprechenden Diensten einloggen oder auch die eigene Mailadresse angeben, wenn diese geprüft werden soll. Aktuell versteht sich Jumbo Privacy mit Diensten wie Facebook, Facebook Messenger, Google, Gmail, YouTube, Google Maps, Google Chrome, Twitter, LinkedIn, Uber, Tinder und Amazon Alexa, und bietet auch eine Möglichkeit eines aktiven Monitoring inklusive Push-Mitteilungen an, wenn Gefahren erkannt werden. 

Natürlich fragt man sich, wie sicher und privat die App selbst ist – schließlich vertraut der Nutzer dieser zudem kostenfreien Anwendung auch einige private Daten an. Die Entwickler geben an, dass alle eingepflegten Daten des Nutzers nur auf dem Gerät verbleiben und niemals von ihnen weiterverwendet oder gar verkauft werden. 

Zudem äußert man sich ganz offen zur Finanzierung der App: „Wir haben 3,6 Millionen US-Dollar von Investoren gesammelt, die unsere Vision teilen, den Schutz der Privatsphäre zu vereinfachen. Gegenwärtig arbeiten wir an einer kostenpflichtigen Version von Jumbo, die erweiterte Funktionen und Automatisierungsfunktionen enthält, die von unseren Power-Usern gewünscht werden. Im Moment konzentrieren wir uns mehr auf die Erweiterung unserer kostenlosen App als darauf, profitabel zu werden (obwohl wir auch diesbezüglich Pläne haben). Die kostenlose App bleibt kostenlos, was uns hilft, unsere Benutzerzahlen zu erhöhen und mehr Menschen für unsere Mission zu begeistern.“

‎Jumbo: Datenschutz
‎Jumbo: Datenschutz
Entwickler: 2121 Atelier, Inc
Preis: Kostenlos

Kommentare 2 Antworten

  1. Das ist wie mit den Passwort-Apps: Möchte man einer App wirklich alles anvertrauen?
    Wenn FB Mist baut, dann in seinem Zugriffsbereich. Das gilt auch für die anderen Dienste. Sie alle arbeiten für sich. Aber wenn Jumbo Mist baut oder angebohrt wird, sind die Hosen runter. Die beste Methode ist, sich im Griff zu haben. Was Jumbo nämlich nicht tut ist zu checken was du gerade im WWW reinbutterst und ob das für dich später mal Konsequenzen haben könnte.

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