SwipePass: Passwörter ganz einfach über Finger-Streichgesten generieren

SwipePass: Passwörter ganz einfach über Finger-Streichgesten generieren

Kostenlos im deutschen App Store verfügbar

Geöffnete SwipePass-App auf einem iPhone, das auf einer Betonfläche liegt

Wer sich für einen Internetdienst anmeldet, muss häufig neben eines Nutzernamens und/oder einer E-Mail-Adresse auch ein passendes Passwort vergeben. Wer nicht mit dem unsicheren „123456789“ oder „passwort“ aufwarten will, kann ab sofort zur neuen und kostenlosen App SwipePass für iPhones und iPads greifen, die über eine innovative Methode Passwörter generiert.

Statt auf klassische Algorithmen oder Zufallsgeneratoren zu setzen, nutzt die Anwendung die Bewegungen des Nutzers bzw. der Nutzerin auf dem Touchscreen. Durch einfaches Streichen mit dem Finger über den Bildschirm entstehen so individuelle Zeichenfolgen. Dieser ungewöhnliche Ansatz hebt sich ganz bewusst von herkömmlichen Passwortmanagern ab.


Die Bedienung von SwipePass ist simpel: Man streicht mit dem Finger über einen definierten Bereich des Bildschirms. Während der Bewegung erscheinen nach und nach Zeichen, die sich aus dem einzigartigen Muster der Berührung ableiten. Die App ermöglicht es, die Länge der Passwörter zwischen 4 und 2048 Zeichen zu wählen und zwischen Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen zu wechseln. Optional kann eingestellt werden, dass jedes Passwort mit einem Buchstaben beginnt. Ein visueller Pfad folgt der Fingerbewegung, und haptisches Feedback signalisiert jedes neue Zeichen.

Eine wichtige Eigenschaft von SwipePass ist die Nutzung physischer Entropie: Im Gegensatz zu vielen anderen Passwortgeneratoren, die auf algorithmische Zufallszahlen setzen, basieren die erzeugten Passwörter hier auf den tatsächlichen Bewegungen der User. Dadurch soll eine höhere Einzigartigkeit und Sicherheit erreicht werden, da jeder Swipe individuell ist. Die App betont zudem, dass sie komplett offline funktioniert und weder Konten noch Cloud-Dienste oder Tracking verwendet.

Zielgruppe und Einsatzmöglichkeiten

Zwei iPhone-Screenshots von SwipePass
So sieht SwipePass auf einem iPhone aus.

SwipePass richtet sich vor allem an Nutzer und Nutzerinnen, die Wert auf einfache Bedienung und Datenschutz legen. Besonders für Personen, die häufig Passwörter oder PINs benötigen, könnte die App eine praktische Lösung darstellen. Die Möglichkeit, die Passwortlänge und -zusammensetzung flexibel anzupassen, macht sie vielseitig einsetzbar, sei es für private Accounts, berufliche Logins oder temporäre Zugangscodes.

Die Neuerscheinung im App Store kann durchaus als faszinierendes Experiment bezeichnet werden, das zeigt, wie Passwortgenerierung neu gedacht werden kann. Ob sich der Ansatz langfristig durchsetzt, hängt jedoch davon ab, ob die generierten Passwörter tatsächlich den hohen Sicherheitsstandards moderner Anwendungen standhalten.

SwipePass (App Store-Link) ist lediglich 4,2 MB groß und kann als App für iPhones und iPads aus dem deutschen App Store geladen werden. Der Download und die Nutzung sind kostenlos, zudem wird mindestens iOS/iPadOS 17.6 oder neuer auf den Geräten benötigt. Auch eine deutsche Lokalisierung steht bereits für SwipePass zur Verfügung.

SwipePass: Passwort Generator
SwipePass: Passwort Generator
Entwickler: Maxim Oransky
Preis: Kostenlos

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 1 Antwort

  1. Daran ist nichts wirklich innovativ, das gab es vor zig Jahren bereits in Tools wie Putty für die Generierung eines (SSH-)Schlüsselpaares.

    Mit modernen PRNGs, wie sie überall auf aktueller Hardware basieren, ist das aber nicht mehr notwendig.

    Insofern fällt die App eher in die Kategorie „Schlangenöl“ – beruhigt den Anwender oder gibt ihm Sicherheit, bringt aber keinen Vorteil.

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