Wer ohne weitere Personen im Haushalt allein lebt, hat viele Freiheiten. Auf der anderen Seite fragt man sich möglicherweise, wer einem schnell zur Hilfe kommen kann, wenn etwas passieren sollte. Ein unglücklicher Sturz auf gerade frisch gewischtem Boden, ein medizinischer Notfall – wie lange würde es dauern, ehe eine nahestehende Person nach dem Rechten sieht?
Diese Gedanken hat sich auch der iOS-Entwickler Shahzaib Ali gemacht und kurzerhand die kleine App SoloSafe für iPhones und iPads kreiert. „Ich habe SoloSafe entwickelt, nachdem mir bewusst wurde, wie lange es dauern kann, bis jemand bemerkt, wenn einem alleinlebenden Menschen etwas zugestoßen ist“, so die Aussage Alis in seiner App-Vorstellung bei Reddit.
Das Konzept von SoloSafe ist denkbar einfach: Eine tägliche Erinnerung der App fragt den Nutzer bzw. die Nutzerin, „Geht es dir gut?“, was man mit einem „Ja“ in der App bestätigen kann. Wenn nicht geantwortet wird, werden die hinterlegten Notfallkontakte automatisch per E-Mail-Adresse benachrichtigt.
„Ein Fingertipp pro Tag könnte dein Leben retten“

SoloSafe verzichtet auf Abonnements, Werbung und ist kostenlos nutzbar. Wer statt einem bis zu drei Notfallkontakte angeben möchte, kann einen einmaligen In-App-Kauf in Höhe von 1,99 Euro tätigen. Laut Entwicklerangaben soll sie sich perfekt für Alleinlebende, ältere Familienmitglieder, Studierende, die nicht zu Hause wohnen, oder alle, die sich ein zusätzliches Sicherheitsnetz wünschen, eignen. „Ein Fingertipp pro Tag könnte dein Leben retten“, berichtet Shahzaib Ali.
SoloSafe (App Store-Link) steht im deutschen App Store als Gratis-App für iPhones und iPads zum Download bereit und benötigt zur Installation auf dem Gerät mindestens iOS 17.6 oder neuer. Zudem hat man für die auch in deutscher Sprache nutzbare Anwendung rund 18 MB an freiem Speicherplatz bereitzustellen.

Top Idee! Einfach umgesetzt und vom Preis, wenn nötig, vollkommen fair! 👍🏻
Finde ich auch 👍
Die Idee, bei NICHT-Reaktion zu einer Aktion zu kommen ist im Prinzip gut. Und das Ganze kostenlos oder zu einem sehr moderaten Preis zur Verfügung zu stellen, ist wirklich gut.
Wobei ich aber nicht ganz sicher bin ist die Umsetzung der Benutzer im Alltag. Möchte sich eine Student:in täglich bei den Eltern als lebend melden? Denkt ein Senior daran, täglich einmal auf den Knopf zu drücken?
Und wenn ein Senior gestürzt ist und nicht in der Lage ist, sein Mobiltelefon zu erreichen oder auf sonstige Weise Hilfe zu rufen, reicht dann eine Reaktionszeit von einem Tag?
Ich möchte hier nichts schlechtmachen und schon gar nicht etwas Negatives über eine App sagen, die ich überhaupt nicht kenne. Das sind nur Gedanken, die mir bei der möglichen Verwendung einer solchen App kommen. Ich lasse mich gerne von anderen überzeugen, dass meine Bedenken unbegründet sind.
Man wird täglich erinnert. Da muss der/die Senior:Innen also nicht dran denken, es muss nur reagiert werden. Grundsätzlich muss ja niemand diese App installieren, Studierende können es also auch frei entscheiden.
Du möchtest das sie häufiger und weniger häufiger eine Rückmeldung fordert, je nachdem wie es gerade gebraucht wird, wie soll das gehen? Alles ausschließen was das Leben bringen wird keine App, auch Hausnotrufsysteme, die relativ viel Geld kosten, haben ihre Grenzen. Wie sehen denn deine Ideen aus, für ein nach deinen Maßstäben idealen System? DAS fehlt mir in deinem Kommentar.
Hallo Peter,
ich habe gar keine Forderungen. Das waren einfach nur Gedanken, die mir bei der Idee zu dieser App durch den Kopf gingen.
Ich freue mich, wenn sich jemand an den Rechner setzt, eine App für alle erstellt, die jemandem helfen kann, und sie dann auch noch kostenlos zur Verfügung stellt. Da ziehe ich den Hut vor.
Ich habe auch keine Ideen für ein „ideales” System. Ein Notrufsystem am Armband finde ich gut, aber das kostet natürlich zusätzlich Geld. Sowohl in der Anschaffung als auch für die verwendete SIM-Karte.
Das waren nur meine zwei Cent. Das ist keine Kritik oder, wie schon geschrieben, ein Schlechtmachen der App. Das liegt mir fern.
Ein bisschen Off-Topic: Ich finde es toll, das sich hier auch mal Menschen nett austauschen…
Billig kopiert und jetzt so tun als wär er der Erfinder…. Die App ist schon seit Monaten in China der Hit und wurde schon im Spiegel gefeatured. Ich finds ja vollkommen ok dass er die nach Deutschland „portiert“ aber soll jetzt nicht so tun als wär er der große innovator. Und das Icon – grässlich
Hallo Kai,
ich bin der Entwickler dieser App. In meinem Reddit-Post habe ich klar erwähnt, dass die App von einer chinesischen App inspiriert ist. Ich habe nie behauptet, der Erfinder dieser Idee zu sein.
Was ich jedoch mache, ist, viele zusätzliche Funktionen einzubauen, die in der ursprünglichen App fehlen. Außerdem sind die Basisfunktionen komplett kostenlos. Die Premium-Funktionen kosten nur 2 $, ausschließlich um die Serverkosten zu decken – nichts weiter.
Natürlich hätte ich die App gern vollständig kostenlos angeboten, aber leider wird der Wert kostenloser Produkte oft nicht geschätzt. Ich hoffe, das ist nachvollziehbar.
In den kommenden Tagen plane ich weitere Features, zum Beispiel einen Guardian-Modus, mit dem eine Vertrauensperson sehen kann, ob ihre Angehörigen eingecheckt haben oder nicht.
Wie kann ich das Ganze wieder löschen/stoppen, wenn ich die App nicht mehr benutzen möchte?