Lima: Persönlicher Cloud-Dienst stellt zum 1. März 2019 seinen Dienst ein

Das Team des Cloud-StartUps gibt Finanzierungsprobleme als Grund an.

Das Konzept von Lima klang eigentlich hervorragend: Für einen vergleichsweise geringen Kaufpreis von ca. 80 Euro erwirbt der Nutzer ein kleines Gerät, das als Verbindung zwischen Lima-Server und einer externen Festplatte dient, und so als sicherer persönlicher Cloud-Dienst funktionieren soll. Das StartUp aus Frankreich konnte seinerzeit mit dieser Idee viele Fans gewinnen, die den großen Datentresoren von Dropbox, Google Drive und Co. nicht unbedingt ihre Dateien anvertrauen wollten.

In einer Mitteilung von Lima, die mir gestern ins Postfach flatterte, kündigen die Macher des Cloud-Services aber nun an, dass sie ihren Dienst zum 1. März 2019, also in etwas mehr als zwei Wochen, komplett einstellen werden. Dieser Schritt kommt plötzlich und dürfte viele Lima-User wohl vor einige Probleme stellen, da sie nun binnen kürzester Zeit ihre Daten sichern und gegebenenfalls bei anderen Anbietern auslagern müssen. In der E-Mail von Lima wird das plötzliche Ende mit Finanzierungsproblemen begründet.

„Lima muss seine Türen schließen. Trotz enormer Anstrengungen des Teams, dies zu vermeiden, hatten wir einige Finanzierungsprobleme, von denen wir uns nicht erholen konnten. Wie ihr wisset, sind wir ein Startup – und das passiert im Startup-Leben.

Wir haben Lima geschaffen, um Leuten wie dir zu helfen, deine Dateien einfacher und ohne Abstriche bei der Privatsphäre zu verwalten. Es war ein unglaubliches Abenteuer vom ersten Tag an, mit mehr als 60 Menschen, die das Team im Laufe der Jahre bereicherten. Wir haben uns bemüht, eine Technologie zu entwickeln, die gut für dich ist und keine Kompromisse eingeht. Ihr wart mehr als 80.000 Benutzer weltweit und habt unsere Personal Cloud-Produkte verwendet. 80.000 Menschen vertrauen uns, um ihre wertvollsten Erinnerungen zu schützen. Verdammt, das war den Kampf wert!

Wir sind stolz auf die Produkte, die wir geschaffen haben, und wir glauben, dass das Problem, das wir zu lösen versuchten, auch heute noch gigantisch ist. Wir sehen uns gezwungen, aufzugeben, aber wir hoffen wirklich, dass die Innovation in diesem Bereich nicht stoppt.“

Wer aktuell noch im Besitz eines Lima-Systems ist, sollte bis zum 28. Februar dieses Jahres alle Daten von den angeschlossenen Festplatten exportieren und an einem anderen Ort sichern. Ab dem 1. März 2019 wird die Netzwerkstruktur von Lima sukzessive heruntergefahren. „Auch wenn dein Lima-Produkt deine Geräte ohne Server synchronisiert, sind unsere Server trotzdem notwendig, damit sich deine Geräte finden und eine Verbindung zueinander herstellen können“, heißt es vom Lima-Team. „Da unsere Dienste unglücklicherweise abgeschaltet werden, wird Lima nach und nach aufhören, zu funktionieren.“ Eine Anleitung (in englischer Sprache) zum Datenexport findet sich hier. 

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