Xiaomi Mi Band 3: Nachfolger des beliebten Fitness-Trackers ausprobiert

Schon der Vorgänger, das Xiaomi Mi Band 2, erfreute sich unter sportlich aktiven Usern großer Beliebtheit. Seit kurzem gibt es nun auch den lange erwarteten Nachfolger, das Xiaomi Mi Band 3, zu kaufen.

Xiaomi Mi Band 3 1

Als ich seinerzeit die Möglichkeit bekam, das Mi Band 2 genauer unter die Lupe zu nehmen, war ich höchst erstaunt, was der chinesische Tech-Konzern zu einem Verkaufspreis von etwa 25 Euro an Funktionen und Qualität in das kleine Fitnessband gesteckt hatte. Wie mein Test damals ergab, musste sich das Mi Band 2 keineswegs vor der großen Konkurrenz von Garmin, FitBit und Co. verstecken. Das Mi Band 2 wird derzeit von einem guten Freund verwendet, der damit immer noch sehr zufrieden ist, und seine täglichen Schrittzahlen und Aktivitäten analysiert.

Umso gespannter war ich nun, wie sich der Nachfolger des Xiaomi Mi Band 2, der logischerweise als Mi Band 3 bezeichnete Fitness-Tracker, schlagen würde. Ich hatte die Gelegenheit, ein Testexemplar über Gearbest zur Verfügung gestellt zu bekommen und konnte das Fitnessband nun in den vergangenen Tagen ausprobieren. Aktuell lässt sich das Xiaomi Mi Band 3 zum Preis von 29,17 Euro bei Gearbest bestellen. Bei der Bestellung solltet ihr beachten, dass der Versand aus China erfolgt und sich die Lieferzeit daher auf etwa 2 bis 3 Wochen beläuft – wählt beim Versand unbedingt Priority Line aus. Wer lieber aus Deutschland beliefert werden möchte, hat die Möglichkeit, über Amazon zu bestellen: Hier kostet das Mi Band 3 allerdings 34,99 Euro, inklusive Prime-Versand-Option.

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Auf einen kleinen Nachteil muss ich allerdings gleich zum Start hinweisen: Gegenwärtig gibt es für das Xiaomi Mi Band 3 noch keine offizielle deutsche Firmware. Auch mein Band wurde in chinesischer Sprache ausgeliefert – was natürlich für einen deutschen User im Alltag wenig hilfreich ist. Im Netz finden sich aber schon so einige Möglichkeiten, das Band zumindest in englischer Sprache, und auch in einigen Fällen auf Deutsch nutzen zu können. Als iOS-User ist man in dieser Hinsicht leider etwas eingeschränkt, da es auf offiziellem Wege nicht möglich ist, auch fremde Software auf dem iPhone installieren zu können – Besitzer eines Android-Smartphones haben es in dieser Hinsicht leichter. 

Möglichkeiten zum Wechseln der Firmware-Sprache gegeben

Xiaomi Mi Band 3 2

Für iOS-Nutzer bietet sich momentan mit der Drittanbieter-App Mi HR (App Store-Link) die Option, nicht nur die Herzfrequenzdaten des Bands ausführlicher auszuwerten, sondern über die App auch eine alternative Sprache per Firmware-Update aufzuspielen. Laut Angaben des Entwicklers und Rezensionen im App Store kostet dieses Premium-Sprachpaket per In-App-Kauf 3,99 Euro und ermöglicht es unter anderem, eine englischsprachige Firmware aufzuspielen. 

Wer wie ich das Glück hat, auch ein Android-Smartphone in der Nähe zu haben, kann sogar die Firmware auf Deutsch einrichten. Dies geschieht mittels Installation einer apk, die man sich unter anderem auf China-Gadgets.de herunterladen kann. Diese ersetzt dann unter Android die offizielle Mi Fit-App, die für die Analyse und Sync des Mi Band 3 verwendet wird, und erlaubt es, automatisch eine komplett funktionstüchtige deutsche Firmware auf das Fitnessband zu laden. In meinem Fall hat dieser Schritt problemlos geklappt. Ich habe danach das Band von meinem Honor 7x entkoppelt und es wieder mit meinem iPhone 8 verbunden, und nutze seitdem die deutsche Firmware ohne Probleme. Laut verschiedener Angaben im Internet erlaubt Xiaomi kein Downgrade der Mi Band 3-Firmware, so dass man keine Gefahr läuft, wieder auf die chinesische Sprachversion zurück zu müssen, wenn das Band neu verbunden bzw. synchronisiert wird. Es ist sowieso davon auszugehen, dass mit einem Update der Mi Fit-App (App Store-Link) bald auch eine offizielle deutsche Firmware für das Mi Band 3 erscheinen wird. Bis dahin kann man sich mit den hier beschriebenen Möglichkeiten behelfen.

Neuer Nachtmodus und zusätzliche Wettervorhersage

Mi Fit App

Hat man diese Schritte dann erst einmal hinter sich gebracht, stellt sich die Frage: Lohnt der Umstieg vom Mi Band 2 aufs Mi Band 3 überhaupt? Nachdem ich einige Zeit mit dem Fitnesstracker am Handgelenk verbracht habe, sage ich eindeutig JA. Allein schon wegen des verbesserten OLED-Displays, das nun noch mehr Daten anzeigen kann, und dem optimierten Design mit Touchscreen-Bedienung und Hochglanz-Optik lohnt sich das Upgrade auf Version 3 des Fitnessbands. 

So ist es beispielsweise möglich, einen abgedunkelten Nachtmodus mit dem Band zu nutzen, um von der Helligkeit des Displays nicht total geblendet zu werden, oder auch eine Wetteranzeige inklusive Vorhersage für die nächsten zwei Tage auf dem Display angezeigt zu bekommen. Der entsprechende Ort lässt sich entweder per aktiviertem GPS auf dem iPhone auswählen, oder auch manuell per Ortsnamen-Suche. 

Mi Fit
Mi Fit

Weiterhin ist das Xiaomi Mi Band 3 bis 5 ATM wasserdicht, kann also zum Schwimmen und Duschen am Handgelenk verbleiben, verfügt über eine bis zu 20-tägige Akkulaufzeit, kann die Herzfrequenz über den Tag verteilt in vorgegebenen Abständen messen und analysieren, bietet eine Stoppuhr und ein iPhone-finden-Feature, und zeigt schon wie der Vorgänger die Zeit, Schritte, verbrannte Kalorien und die absolvierte Tagesdistanz an. Besonders praktisch: Im Menü des Bandes können drei verschiedene „Homescreen“-Designs ausgewählt werden, eine davon zeigt sogar im Hauptscreen auch die Schrittanzahl sowie einen Fortschrittsbalken an. Darüber hinaus gibt es den Inaktivitätsalarm, die Aktivierung des Displays beim Anheben des Handgelenks, einen Wecker und auch Benachrichtigungen für eingehende Anrufe, SMS, WhatsApp-Nachrichten und weiteres.

Geschätzte Akkulaufzeit von zwei Wochen und mehr 

Xiaomi Mi Band 3 3

Das Design hat sich minimal verändert: War die elektronische Einheit des Mi Bandes sonst komplett in das mitgelieferte schwarze Unisex-Silikonband eingelassen, liegt sie nun etwas auf der Silikonfassung auf. Auch der „Homebutton“, mit dem man Aktionen ausführt oder wieder zurück ins Hauptmenü gelangt, ist nun als kleine Vertiefung direkt in die Elektro-Einheit eingelassen. Die Navigation durch das Menü erfolgt wie auch beim Mi Band 2 mittels Wischgesten über das Display. Hier haben sich die Produktentwickler auch etwas Neues einfallen lassen: Von unten nach oben wischt man durch die einzelnen Menüs „Schritte“, „Herzfrequenz“, „Wetter“, „Mehr“ und „Benachrichtigungen“, im jeweiligen Menü kann man dann durch Wischen nach links und rechts auf weitere Infos zugreifen. Im „Schritte“-Menü bewirkt ein Scrollen von rechts nach links beispielsweise die Anzeige der Distanz, der verbrannten Kalorien und der verbleibenden Akkukapazität.

A propos Akkukapazität: Ich trage das Xiaomi Mi Band 3 nun seit mehr als 4 Tagen am Handgelenk und habe dabei aus Testgründen auch die automatische Herzfrequenzmessung mit Abständen von jeweils 5 Minuten sowie Benachrichtigungen für Anrufe, SMS und WhatsApp-Nachrichten aktiviert, ebenso wie den Inaktivitätsalarm und einen Vibrations-Wecker am Morgen. Nach eingehender Nutzung, täglich 2 bis 3 Synchronisations-Aktionen mit der Mi Fit-App und einigen erhaltenen Messages steht mein Akku derzeit immer noch bei 73 Prozent. Es ist also davon auszugehen, dass selbst bei Nutzung von stromfressenden Features eine Akkulaufzeit von etwa 14 Tagen oder mehr zu erreichen ist – ein hervorragender Wert, vor allem im Vergleich zu anderen Fitnesstrackern oder gar der Apple Watch. Das Aufladen des Xiaomi Mi Band 3 ist zudem mittels der mitgelieferten USB-Ladeklemme binnen 2 Stunden erledigt, so dass der Tracker schnell wieder einsatzfähig ist.

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Mein Fazit für das neue Xiaomi Mi Band 3 fällt also durchweg positiv aus: Hat man erst einmal die Hürde der Spracheinstellung auf dem Band überwunden, ist die neue Version des preis-leistungs-technisch besten Fitnesstrackers definitiv einen Kauf wert. Mit einem rabattierten Kaufpreis von aktuell um die 23 Euro bzw. 35 Euro bei Amazon-Versand aus Deutschland macht man mit diesem kleinen Gadget am Handgelenk rein gar nichts falsch. Kleine Design-Optimierungen, ein besseres OLED-Display mit noch mehr Infos, eine Wetteranzeige und auch eine mittlerweile stabil und komplett in deutscher Sprache nutzbare Mi Fit-Anwendung stellen andere Fitnessband-Anbieter schnell in den Schatten.

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Kommentare 9 Antworten

  1. wie ist es denn um das Armband bestellt !? Beim 2er hatte ich insgesamt 3 Bänder, die ersten beiden sind irgendwann gerissen, das dritte war super, nur hatte ich dann irgendwann den Einsatz unbemerkt verloren.
    Für Schreibtisch/Sport schien es mir diesbezüglich ganz ok, aber sobald einfache körperliche Arbeiten dazukamen, war´s schnell kritisch

    1. Das Armband wirkt wertig und etwas elastischer als beim Mi Band 2. Für schwere körperliche Arbeiten empfiehlt sich dann aber wohl auch hier eine etwas robustere Variante, z.b. aus Leder oder Metall. Mittlerweile gibt es da auch schon einen ganz guten Drittanbieter-Markt für das Mi Band 3. Gearbest hat auch einiges da, z.b. hier:

      https://m.gearbest.com/mi-band-3-strap-_gear/

  2. Xiaomi Band2 fand ich schon Käse. Wir haben beide das Band zurück geschickt und das huawei band 2 geholt. Das taugt richtig was. Da würde ich eher mit Worten wie „erstaunt“ um mich werfen. Aber als iOS User war das xiaomi band 2 ziemlich nutzlos, viel zu schlicht und unkomfortabel. Und es fühlte sich auch doof an.
    Da würde ich mich also eher auf ein huawei band 3 freuen. ☺️

  3. Das Mi Band 2 war super, das Mi Band 3 ist noch besser. Was man hier für 25 € bekommt ist genial. Sorry, wer das nicht so findet. Ich bin begeistert.

  4. Moin!

    Ich hatte das Mi Band 1 und fand es Klasse, das Mi Band 2 war auch total Klasse.
    Seit einer Woche habe jetzt die Amazfit Bip-Uhr (von einem Xiaomi Tochterunternehmen) und bin von der total von der begeistert.
    Alleine das transflektive Display, das man gerade bei stärkster Sonneneinstrahlung ablesen kann und dann noch die Akkulaufzeit von 45 Tagen. Genial!
    Die Grundfunktionen sind wie beim Mi Band 2/3.
    Es zeigt auch sämtliche Push Nachrichten vom iPhone an mit Text und bei Anrufen erscheint auch der Name oder die Nummer. Das Tracking funktioniert mit GPS auch vom iPhone eigenständig. Man kann nachher auf einer Karte genau ansehen wo man lang gefahren/gelaufen ist.

    Aufgrund einer Aktion bei Alternate gab es die für 51€ direkt aus Deutschland.

    1. Die Tochterfirma von Xiaomi ist Huami, die haben dementsprechend auch die Xiaomi Bänder 2 und 3 hergestellt 😉
      Ich habe auch eine Amazfit bip und bin ebenfalls begeistert, ich muss sagen das ich meine Pebble Watch nicht mehr vermisse. Es gibt zwar keine Apps, aber die Kommunikation zwischen iOS und Uhr läuft besser und stabiler. Und es gibt etliche Watchfaces zur Auswahl.
      Schön auch das man die Armbänder (20mm) leicht wechseln kann.

  5. Das klingt sehr interessant, danke für den Tipp!
    Muss das Band sehr eng anliegen, weil es die Herzfrequenz misst? Ist es angenehm zu tragen oder doch etwas klobig?

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