DaisyDisk bei voller Mac-Festplatte: Der Retter in der Not

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Fabian 10. Januar 2017, 09:25 Uhr

Eure Festplatte ist mal wieder zu voll? Dann lohnt sich ein Blick auf die praktische und äußerst schicke Software Daisy Disk.

DaisyDisk 4

Speicherplatz in einem MacBook hat vor allem zwei Eigenschaften: Er ist irrsinnig teuer und meistens zu knapp bemessen. Das durfte auch eine Bekannte von mir feststellen, die sich gestern Abend mit einer WhatsApp-Nachricht bei mir meldete: Von 250 GB Speicherplatz auf ihrem MacBook aus 2009 sind nur noch knapp 15 GB frei. Zu wenig, um ein Backup des iPhones anzulegen, welches man in regelmäßigen Abständen durchaus irgendwo speichern sollte.

Die Herausforderung: Per Fernwartung vom Sofa aus über WhatsApp herausfinden, woher insgesamt 123 GB sonstige Dateien stammen können und wie man das Problem schnell wieder in den Griff bekommt. Mein erster Gedanke, ein Update auf macOS Sierra und eine Auslagerung der selten genutzten Dateien in die iCloud, stand dabei nicht zur Diskussion - zu umständlich und mit monatlichen Kosten verbunden.

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Der zweite Gedanke: DaisyDisk (App Store-Link). Die Vollversion aus dem Mac App Store ist mit 9,99 Euro zwar nicht ganz günstig, für einen ersten Einsatz gibt es auf der Entwickler-Webseite aber eine kostenlose Testversion, die man für einige Tage ohne große Einschränkungen ausprobieren kann. Um das akute Problem am MacBook der Bekannten zu finden, genau die richtige Lösung.

Was genau macht DaisyDisk? Die praktische Software scannt die Festplatte des Macs und stellt sämtliche Pfade und Ordner als Kuchendiagramm dar. So kann man mit wenigen Blicken sehen, wo sich große Dateiansammlungen befinden. Sind diese erst einmal aufgespürt, kann man selbst Hand anlegen, die Dateien überprüfen und danach manuell löschen. Im Gegensatz zu Software, die eine automatische Systemoptimierung verspricht, läuft man so nicht in Gefahr, möglicherweise wichtige persönliche Daten zu entfernen. Und mit etwas Nachdenken ist es quasi ausgeschlossen, dass man mit DaisyDisk wichtige Systemdateien löscht.

Meine Bekannte konnte den Übeltäter schnell aufspüren. Im iTunes-Verzeichnis waren unter "MobileSync" zahlreiche iPhone-Backups mit einer Größe von insgesamt 79,5 GB gespeichert. Da die älteren Backups nicht mehr benötigt wurden, konnten so um Handumdrehen 65 GB Speicherplatz freigeräumt werden. Auftrag erledigt, danke DaisyDisk.

DaisyDisk
Entwickler: Software Ambience Corp.
Preis: 9,99 €

Bild 2

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Kommentare20 Antworten

  1. cf.dm5 sagt:

    Die Erfahrung mit den “MobileSync” Dateien habe ich auch dank DaisyDisk gemacht.
    Das Programm ist meiner Meinung nach jeden Cent wert und gehört auf jeden Mac.. ganz besonders wenn es ein MacBook ist 😉

    • bluejayde67 sagt:

      Also, ich bereinige das ja immer gern direkt in iTunes: Einstellungen… | Geräte und dort dann einfach die nicht (mehr) benötigten Backups löschen. Kostet fast nix ?.

      • frank sagt:

        …und deshalb bietet Apple das Backup in der iCloud, um seinen Mac nicht damit zuzumüllen 😉 Aber das Programm ist wirklich top, man findet wirklich die Dateileichen, die keiner mehr braucht.

      • cf.dm5 sagt:

        So kann man es natürlich auch machen. Da denkt man aber nach einer gewissen Zeit evtl garnicht mehr dran. So geht es mir zumindest.
        Ich lasse das Programm gerne regelmäßig mal laufen und wundere mich immer wieder was sich so alles ansammelt (unbemerkt).

  2. Oo_JG_oO sagt:

    Wäre macOS Sierra nicht ohnehin am Alter des MacBooks gescheitert?

  3. PonderStibbons sagt:

    Oder den kostenlosen OmniDiskSweeper. Ist zwar nicht so schick, erfüllt den Zweck aber genau so 😉
    https://www.omnigroup.com/more

  4. Hurgl sagt:

    Danke für den Tip, vor dem Problem stehe ich nämlich auch demnächst bei meinem MBP2012.

  5. Strg+Alt+Entf sagt:

    @hurgl
    hab auch ein MBP2012, was kommen da für Probleme?

    • Hurgl sagt:

      Mit dem MacBook keine Probleme, nur der Umfang der Dateien nimmt halt stetig zu. Und gefühlt bin nicht immer ich selbst derjenige, der den Platz füllt. Ich habe auch die Vermutung, dass das System hier immer gern mal irgendwelche Sachen ablegt.

  6. SkyWombat sagt:

    Das eigentliche Problem sind doch die aberwitzig kleinen und fest verbauten Platten in den neueren Apple Laptops.

  7. Fili sagt:

    @ Fabian
    Per Fernwartung vom Sofa aus über WhatsApp herausfinden (?)
    -> Du meinst sicherlich WhatSize, oder? Damit kann man aber ebenso die entsprechenden Daten löschen 😉

  8. JoeJoe_HH sagt:

    Ccleaner für automatisiertes Löschen und Disk Inventory X um weitere Speicherfresser zu identifizieren

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