30 Prozent sparen: Sonos startet Trade-Up-Programm für alte Hardware

Lohnt sich das überhaupt?

Gestern Nachmittag trudelte eine Pressemitteilung aus dem Hause Sonos bei uns ein. „Sonos führt ein neues Hardware-Upgrade-Programm ein, das Kunden die Möglichkeit bietet, Sonos Systeme mit älteren Produkten auf Produkte der nächsten Generation aufzurüsten“, heißt es dort über das neue Trade-Up-Programm.

In der Praxis sieht das wie folgt aus: Wer einen Connect, Connect:Amp, ZP80, ZP90, ZP100, ZP120 oder einen Play:5 der ersten Generation zu Sonos sendet, erhält einen Rabatt in Höhe von 30 Prozent auf ein beliebiges Sonos-Produkt. Wir haben uns gefragt: Lohnt sich das überhaupt?

Das günstige der zugelassenen Alt-Produkte ist der Sonos ZP80, der auch heute noch auf eBay Kleinanzeigen gehandelt wird. Verkauft wird dort ein Gerät für 194 Euro, zudem gibt es ein Gesuch für 130 Euro Verhandlungsbasis. Ausgehend von einem Wert von ungefähr 150 Euro, den man bei einem Privatverkauf erzielen könnte, muss man also mindestens für 500 Euro bei Sonos einkaufen, damit sich das Trade-Up-Programm lohnt.

Keine Bundles & stillgelegte Geräte

Unter dem Strich heißt das: Je teurer das Produkt der Wahl, desto eher und desto mehr lohnt sich die Aktion. Ich habe hier gleich an das 5.1 Heimkino-Set für über 2.000 Euro gedacht, bei dem man ordentlich hätte sparen können – allerdings hat mich Sonos wissen lassen, dass das Angebot nur für einzelne Geräte, nicht aber für Bundles gilt.

Eine weitere Sache macht mich zudem etwas stutzig: Wie Sonos auf der eigens eingerichteten Webseite schreibt, werden die Geräte nicht etwa per Post im Empfang genommen, auseinander gebaut und fachgerecht recycelt, sondern soll bevorzugt vom Nutzer auf einem lokalen Wertstoffhof selbst entsorgt werden. Sonos schreibt dazu: „Bring dein deaktiviertes Gerät zu einem lokalen Recycling- oder Wertstoffhof für Elektromüll. Dies ist umweltfreundlicher, als es an Sonos zurückzusenden.“ Zuvor werden die abzugebenden Geräte mit einem Firmware-Update unbrauchbar gemacht.

Am Ende muss ich sagen: In den meisten Fällen dürfte es sich mehr lohnen, das alte Gerät privat zu verkaufen und jemandem damit noch eine Freude zu machen, um dann selbst bei einem guten Angebot im Netz zuzuschlagen. So dürfte man mehr sparen, als nur 30 Prozent auf die unverbindliche Preisempfehlung direkt bei Sonos zu erhalten.

Kommentare 3 Antworten

  1. Ich hoffe die ernten dafür nen richtigen Shitstorm. Funktionierende Geräte via Firmware kaputt machen. Komme ich nicht drauf klar. 😡

    So sehe ich die Sonos Produkte auch genial finde, das geht echt gar nicht.

  2. So genial ich die Produkte von Sonos finde, so misslungen finde ich diese Aktion/Idee. Gerade wo sich immer mehr Leute Gedanken über Nachhaltigkeit usw machen wollen sie funktionierende Geräte stilllegen? Es zeigt sich ja bei Apple schon, dass man beim Privatverkauf deutlich mehr erzielen kann als bei der Rückgabe an den Hersteller. Wenn man dann noch weiß dass das Gerät einfach unbrauchbar gemacht wird, glaub ich nicht dass irgendwer das Programm nutzt…
    Meiner Meinung nach ein völlig falscher Ansatz.

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