Dreame ist längst nicht mehr nur Hersteller für Saug- und Wischroboter, sondern erobert auch die Küche. Ich habe ja schon die Küchenmaschine Dreame MX60 ausprobiert, die weiterhin bei uns zufrieden im Einsatz ist. Mit dem Dreame SF25 gibt es ein weiteres Küchen-Gadget, das Speisereste in kompostierbare Erde verwandelt. Wie das funktioniert, habe ich getestet.
Obwohl wir hinter dem Haus einen großen Komposter haben, wollte ich wissen, wie der Dreame SF25 arbeitet. Denn wer keinen Kompost im eigenen Garten anlegen kann oder will, kann Speisereste mit dem Entsorger ganz einfach umwandeln. Und so geht’s.
Dreame SF25: So entsteht kompostierbare Erde

Gesammelte Speisereste kommen in den 2,5 Liter großen Behälter, der mit einem Zerkleinerer und einem Dreiklingensystem ausgestattet ist. Ich habe zum Beispiel Eierschalen, Tee, Kartoffelschalen, harte Schalen einer Wassermelone und mehr in den Eimer geworfen. Innerhalb von 4 bis 6 Stunden macht der Komposter aus den Resten kompostierbare Erde. Dazu zerkleinert das Gerät alle Reste, indem sich die Klingen drehen und große Stücke am Zerkleinerer zerteilt werden. Das funktioniert gut und ziemlich schnell, sodass von den Resten innerhalb der ersten Stunde kaum noch etwas zu sehen ist.

Je nach Menge und Härte kann der Vorgang auch etwas länger dauern. Bei mir war der Dreame SF25 nach rund 5 Stunden fertig und hat durch das Zerkleinern und Hitze aus den Speiseresten kompostierbare Erde gemacht. Es ist erstaunlich, wie wenig am Ende übrig bleibt, da das Volumen um bis zu 90 Prozent reduziert wird. Die hergestellte Erde lässt sich anschließend perfekt als Dünger für Pflanzen im Garten verwenden.
Stinkt der Dreame SF25?
Wer jetzt denkt: Das muss doch beim Erhitzen ziemlich stinken, oder? Der liegt falsch. Der eingebaute Aktivkohlefilter absorbiert Gerüche, sodass hinten lediglich warme Luft entweicht. Da sich der komplette Filter entnehmen und auswaschen lässt, kann er bis zu 6 Monate lang genutzt werden. Und da man die Kohle einfach entnehmen kann, lässt sich neue Aktivkohle problemlos einsetzen – was natürlich mit Folgekosten verbunden ist.
Wie laut ist der Dreame SF25 im Betrieb?

Dreame gibt eine Lautstärke von 27 Dezibel an, was wirklich sehr leise ist. In der Praxis ist der Komposter insgesamt ebenfalls leise, allerdings hört man vor allem anfangs mehr Geräusche, wenn größere oder härtere Reste zerkleinert werden. Sobald das Gerät „kocht“, ist es deutlich leiser, da sich lediglich die Klingen drehen. Ein Betrieb in der Küche steht meiner Meinung nach nichts im Weg. In besonders leisen Umgebungen ist der Dreame SF25 aber durchaus hörbar.
Wie hoch ist der Stromverbrauch?
Da das Gerät die Reste „kocht“, ist auch der Stromverbrauch höher. Meine Messeinheit hat in der Spitze bis zu 400 Watt gemessen, allerdings kann man im Durchschnitt mit 1,5 bis 2 Kilowattstunden pro Vorgang rechnen. Das entspricht etwa 40 bis 50 Cent.
Wenn der Dreame SF25 täglich im Einsatz ist, kommt man monatlich auf Kosten zwischen 12 und 15 Euro. Da ich ohnehin eine PV-Anlage mit Speicher im Einsatz habe, kann ich den Komposter oftmals „kostenlos“ betreiben.
Diese Extras gibt es

Steuern lässt sich der Dreame SF25 Speisereste-Entsorger über ein Touchfeld auf der Oberseite. Hier gibt es An/Aus, Start/Stop, eine Zeitanzeige, eine Reinigungstaste sowie eine Taste zum Öffnen des Deckels. Wer möchte, kann eine Kindersicherung aktivieren, indem man lange auf die An/Aus- und Öffnen-Taste drückt. Gleichzeitig lassen sich die Sprachansagen auf Deutsch umstellen und nach dem Prozess eine Selbstreinigung starten.

Dazu füllt man den Behälter zur Hälfte mit Wasser und startet dann die rund 90 Minuten lange Reinigung. Natürlich fallen hier erneut Stromkosten an, die man einrechnen muss. Alternativ kann man den Behälter auch von Hand spülen, allerdings sind die fest verbauten Klingen dabei etwas hinderlich.
Modernes Design und kompakte Abmessungen
Der Speisereste-Entsorger von Dreame ist zeitlos und passt in jede Küche, da er nur 19,4 Zentimeter breit und 30,5 Zentimeter hoch ist. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Design klar auf moderne Küchen ausgelegt. Eine Farbauswahl gibt es nicht – der Dreame SF25 ist lediglich in Weiß/Beige erhältlich.
Für wen eignet sich der Dreame SF25?
Alle, die ihre Speisereste nicht einfach entsorgen, sondern in Erde umwandeln wollen. Wer beispielsweise keinen Kompost anlegen kann oder keinen Bioabfall hat, kann Speisereste so einfach verwerten. Die Stromkosten sollte man definitiv beachten, denn bei täglicher Nutzung kommt man im Jahr auf rund 180 Euro. In der Praxis ist das häufig weniger, da der Entsorger vermutlich nicht an 365 Tagen im Dauereinsatz ist.
Mein Fazit zum Dreame SF25 Speisereste-Entsorger

Der Dreame SF25 Speisereste-Entsorger kann seine Versprechen halten: Aus Speiseresten jeglicher Art erzeugt das Gerät in bis zu 6 Stunden kompostierbare Erde. Gerüche entstehen dank des Filtersystems nicht und die Lautstärke ist angenehm niedrig. Wer aus Speiseresten wertvollen Dünger machen will, muss für den Dreame SF25 aktuell 329 Euro statt 399 Euro bezahlen.
Für ein paar optische Eindrücke verweise ich auf mein Kurzvideo auf Instagram.
- Kraftvolles Zermahlen: Das Trion-Dreiklingensystem: Das innovative Dreifachklingensystem ermöglicht sofortiges, gleichmäßiges Zerkleinern – keine...
- Erweiterte Geruchskontrolle: Aktivkohlefilter: Halten Sie Ihre Küche frisch – hochwertige Aktivkohlefilter binden Geruchsmoleküle* direkt an der...



Da nehm ich lieber Netflixmim Abo mtl. Und für den Rest kaufe ich Dünger.
😜
Das klingt eher nach Werbung…
Wir haben den Dream 25 Speiserest-Verwerter nun über einen längeren Zeitraum im Alltag getestet. Einige der positiven Darstellungen wirken aus unserer Sicht übertrieben, da das Gerät im praktischen Einsatz mehrere Schwächen zeigt.
Leistung und Laufzeit
Grundsätzlich erfüllt das Gerät seine Kernfunktion, jedoch wird die angegebene Verarbeitungszeit von etwa 6 Stunden in der Praxis selten erreicht. Die tatsächliche Dauer liegt eher bei rund 8 Stunden. Dabei scheint weder die Menge noch die Konsistenz der Lebensmittel einen entscheidenden Einfluss auf die Laufzeit zu haben.
Bedienung
Die Touchfeldsteuerung wirkt modern, ist im Alltag jedoch wenig komfortabel. Besonders störend ist, dass das Gerät jedes Mal eingeschaltet werden muss, nur um es öffnen zu können. Das erschwert die Nutzung unnötig.
Feuchtigkeitsentwicklung
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die starke Wasserdampfentwicklung hinter dem Filter. Wird das Gerät in einer Küchenecke platziert, kann dies langfristig zu Feuchtigkeitsproblemen bis hin zu Schimmelbildung führen.
Reinigungsprogramm
Das integrierte Reinigungsprogramm überzeugt nicht. Trotz einer Laufzeit von etwa 2 Stunden ist kein erkennbarer Mehrwert gegenüber einer einfachen manuellen Reinigung festzustellen. Ein kurzes Auswischen mit einem Lappen erzielt in wenigen Minuten ein vergleichbares Ergebnis.
Alltagstauglichkeit für Familien
Für einen Vier-Personen-Haushalt mit überwiegend frischer und gemüsereicher Ernährung ist die Kapazität des Geräts begrenzt. Realistisch betrachtet wären drei bis vier Behälter notwendig, da das Gerät bei einer Laufzeit von etwa 8 Stunden nahezu im Dauerbetrieb laufen müsste.
Mein Fazit
Der Dream 25 erfüllt zwar grundsätzlich seinen Zweck, zeigt jedoch deutliche Schwächen in Bedienkomfort, Effizienz und Alltagstauglichkeit. Besonders für größere Haushalte ist das Gerät nur eingeschränkt praktikabel.
Hi Majo,
Danke für dein Feedback! Aber zur Klarstellung: Werbung ist das nicht. Dreame hat mir lediglich das Gerät zur Verfügung gestellt. Alles andere ist meine Meinung und meine Erfahrungen.
Laufzeit: Ich kann nur das sagen, was ich getestet habe. Da wir hier kein Fleisch essen, habe ich zumindest keine Knochen ausprobiert. Aber auch harte Sachen wie Schale der Wassermelone (viel davon) wurden zerkleinert und das bei mir unter 6 Stunden.
Bedienung: Meckern auf hohem Niveau. Eigentlich muss man ja nur zwei mal die Klappe öffnen. Zum Befühlen und zum Entnehmen, wenn es fertig ist.
Feuchtigkeit: Das kann ich nachvollziehen. Leichte Kondensbildung hatte ich auch. Das würde ich im Test noch ergänzen. Danke für den Hinweis!
Reinigung: Mache ich auch so. Mir sind die 90 Minuten für die Reinigung etwas lang.
Größe: 2,5 Liter sind je nachdem was man zubereitet nicht ganz so viel, korrekt. Aber das ist ja vorher bekannt, bevor man das Gerät kauft.
Ich will das Gerät gar nicht schönreden, denn deine Kritikpunkte sind nachvollziehbar.
Es ist vielleicht keine Werbung im klassischen Sinne und natürlich dürft ihr euch über Affiliate-Links finanzieren.
Aber immer wenn ein Affiliate-Link in einem Artikel ist, hat man einen direkten Anreiz, dass möglichst viele das Gerät auch bestellen.
Das beeinflusst – bewusst oder unbewusst – die Bewertung. Sie ist damit per Definition nicht unabhängig.
Also bei uns ist ein Durchgang meistens nach 4, maximal 5 Stunden fertig, kein 2. notwendig. Wir haben den fast täglich im Einsatz und werfen da außer Knochen wirklich alles rein.
> Da ich ohnehin eine PV-Anlage mit Speicher im Einsatz habe,
> kann ich den Komposter oftmals „kostenlos“ betreiben.
Klassischer Rebound-Effekt: Statt wirklich Energie zu sparen, werden sinnfrei zuätzliche Geräte eingesetzt, die all die ökologisch sauber produzierte Energie wieder auffressen …
Perfekt…besser hätte ich es nicht ausdrücken können 👍
Ich hatte mir das Gerät vor Monaten zugelegt. Da es erhebliche technische Mängel hatte und nicht einmal vollständig funktionierte, wollte ich es im Rahmen der Gewährleistung zurückgeben. Es hat über sechs Wochen gedauert, bis der unterirdische Service es geschafft hatte, mir ein Rücksendeticket zu schicken. Nie wieder Dreame!
> Da ich ohnehin eine PV-Anlage mit Speicher im Einsatz habe,
> kann ich den Komposter oftmals „kostenlos“ betreiben.
Also mein Kompostierter im
Garten Funktioniert komplett ohne Strom und da er seit Jahren seinen Dienst macht, habe ich immer Humus unten obwohl ich oben auch was neues drauf werfe. Dafür extra Energie aufbringen ist mal komplette Verschwendung von Ressourcen.
Geile Idee aber zu teuer und zu hohe Stromkosten und von daher Nix für mich. Tschausen ✋🏻