iSkitch für macOS: Der kleine Screenshot-Helfer mit Skitch-DNA

iSkitch für macOS: Der kleine Screenshot-Helfer mit Skitch-DNA

Skitch ist zurück, zumindest ein bisschen

iSkitch auf einem iMac

Als ich letztens für meine Arbeit hier im Blog eine kleine Markierung auf einem Foto anfertigen wollte, wurde ich – zu dem Zeitpunkt noch unter macOS 26 Tahoe – darauf aufmerksam gemacht, dass mein heißgeliebtes, dafür gern genutztes Tool Skitch von Evernote mit dem kommenden macOS 27 Golden Gate nicht mehr kompatibel sei. Es musste also eine neue Lösung her. Und die war mit iSkitch (Mac App Store-Link) im Mac App Store sehr schnell gefunden.

Wer ebenfalls den alten Screenshot-Klassiker Skitch von Evernote vermisst, dürfte bei iSkitch schnell ein Déjà-vu erleben: Die native Mac-App übernimmt nicht nur den Namen als offensichtliche Anspielung, sondern auch das Konzept: Screenshot aufnehmen, direkt markieren und anschließend weitergeben. iSkitch sitzt in der macOS-Menüleiste und lässt sich per Tastenkürzel aufrufen. Die Anwendung kann Bereiche, Fenster oder den gesamten Bildschirm erfassen und unmittelbar im integrierten Editor öffnen.


Die Stärke von iSkitch liegt weniger in einer langen Liste komplizierter Bildbearbeitungsfunktionen als in der Geschwindigkeit. Pfeile, Linien, Rechtecke, Ellipsen, Text, Freihandzeichnungen und Textmarker sind ebenso an Bord wie die charakteristischen Skitch-Stempel. Dazu gehören mittlerweile Ausrufe- und Fragezeichen, nummerierte Hinweise sowie weitere Symbole. Auch Emojis lassen sich als Sticker einsetzen. Wer beispielsweise eine Anleitung bebildert oder einem Kollegen zeigen möchte, wo genau ein Problem liegt, kann so direkt auf dem Screenshot arbeiten, ohne erst Photoshop oder eine andere umfangreiche Anwendung zu öffnen.

Neu in Version 1.8: Fenster wirklich als Fenster aufnehmen

iSkitch auf einem Mac
Mit iSkitch lassen sich auch bereits vorhandene Fotos bearbeiten und annotieren.

Mit Version 1.8.0 hat iSkitch einen besonders praktischen Bereich überarbeitet: Die Fensteraufnahme. Statt einfach einen rechteckigen Ausschnitt des Bildschirms zu erstellen, kann die App das tatsächlich ausgewählte Fenster erfassen, und das inklusive Schatten und abgerundeter Ecken auf transparentem Hintergrund. Das Ergebnis wirkt damit eher wie ein sauber freigestelltes UI-Element als wie ein gewöhnlicher Screenshot. Hinzu kommen eine direkte Fensteraufnahme per globalem Tastenkürzel, eine Größenänderung in Pixeln sowie neue Exportformate wie GIF und BMP. Auch die Stärke von Verpixelung und Weichzeichnung lässt sich nun individuell einstellen.

iSkitch verfolgt zudem einen angenehm lokalen Ansatz: Die Anwendung funktioniert laut Entwickler offline, benötigt kein Konto und soll weder Tracking noch Analytik betreiben. Screenshots bleiben auf dem Mac und werden nicht auf einen Server übertragen. Gerade beim Markieren von Zugangsdaten, internen Dokumenten oder anderen vertraulichen Informationen ist das ein interessanter Ansatz. Für das Abdecken sensibler Inhalte stehen mehrere Varianten zur Verfügung, darunter Verpixeln, Weichzeichnen, eine Vollfläche und Streifen.

iSkitch will möglichst wenig zwischen Screenshot und fertigem Bild stehen. Fünf Aufnahme-Kurzbefehle können individuell angepasst werden, globale Shortcuts funktionieren auch aus anderen Apps heraus. Wer mit mehreren Monitoren arbeitet, kann Aufnahmen über mehrere Displays erstellen; der Editor erscheint auf dem Bildschirm, an dem gerade gearbeitet wird. Praktisch sind außerdem Funktionen wie ein Countdown für zeitgesteuerte Screenshots, die erneute Aufnahme des zuletzt verwendeten Bereichs und das direkte Kopieren in die Zwischenablage. Auch Bedienungshilfen wurden im Laufe der bisherigen Versionen ausgebaut: VoiceOver-Unterstützung und eine Bedienung des Editors per Tastatur gehören inzwischen zum Funktionsumfang.

Interessant ist auch das Tempo, mit dem iSkitch seit dem ersten Release erweitert wurde. Version 1.0 erschien Ende Mai, seitdem kamen unter anderem nummerierte Stempel, eine mehrsprachige Unterstützung – darunter auch Deutsch, bessere Crop-Werkzeuge, Textbearbeitung, Multi-Monitor-Unterstützung und die neuen Fensteraufnahmen hinzu. iSkitch ist nicht einmal 5 MB groß, erfordert macOS 14.0 oder neuer, und finanziert sich über einen Einmalkauf in Höhe von 9,99 Euro für die Vollversion. Weitere Infos findet ihr auf der deutschen Produktseite des spanischen Entwicklers David Carrero.

iSkitch
iSkitch
Preis: 9,99 €

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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