Ada: Gesundheitshelfer beantwortet diagnostische Fragen und hilft bei Krankheitssymptomen

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Mel 21. August 2018, 19:22 Uhr

Seit längerem ein Stechen in der Brust und Atemnot, was könnte das sein? Ada ersetzt zwar keinesfalls den Besuch beim Arzt, aber kann helfen, Krankheitssymptome näher einzuschätzen.

Ada

Ada (App Store-Link) lässt sich als kostenlose iPhone-App im medizinischen Bereich des App Stores herunterladen. Die Anwendung benötigt etwa 20 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät sowie iOS 9.3 oder neuer, und kann komplett in deutscher Sprache verwendet werden.

Die iPhone-App Ada sieht sich selbst als „persönliche Gesundheitshelferin“, wie die Entwickler von Ada Health in der App Store-Beschreibung angeben. „Mit Ada kannst du eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären - und das nicht nur für dich, sondern auch für andere. Ada wurde von mehr als 100 Ärzten und Wissenschaftlern entwickelt und kennt bereits über tausend Krankheiten mit mehreren Milliarden Symptomkombinationen - von einer einfachen Erkältung bis hin zu seltenen Erkrankungen.“

Eines sollten wir gleich vorweg nehmen: Die Anwendung soll lediglich helfen, Symptome besser einzuschätzen und herauszufinden, welche möglichen Erkrankungen in Frage kommen. Einen Arztbesuch ersetzen kann und soll die App aber keineswegs - und in den Ergebnissen heißt es je nach gefundener Diagnose auch, sich direkt zum Arzt zu begeben oder gleich die Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen. 

Einfache Interview-Form mit Multiple Choice-Fragen

Für eine erste Einschätzung kann Ada aber durchaus hilfreich sein. Die App erlaubt es dem Nutzer, durch eine Art Interview mit ersten allgemeinen und dann immer spezifischeren Fragen zu Symptomen, Schmerzart, Schmerzort und weiteren Infos, mögliche in Frage kommende Erkrankungen geliefert zu bekommen. Der User hat dabei einfach eine von zwei oder mehr vorgegebenen Antworten anzutippen, zum Beispiel „Hast du Fieber?“ - „Ja“ bzw. „Nein“. 

Nach Erstellung eines Profils lässt sich auch eine Historie mit allen angefragten Infos und Gesundheitsdaten einsehen, ebenso wie ein Krankheitsverzeichnis, in denen sich Informationen zu vielen Erkrankungen finden lassen. Kein unwichtiger Punkt: In den Privatsphäre-Einstellungen von Ada sollte man beide Schieberegler deaktivieren, um keine Nachrichten zu klinischen Forschungsprojekten zu erhalten oder Behandlungsoptionen anzuzeigen. Die Entwickler betonen jedoch, dass die App „100% vertraulich“ ist, „deine Daten sind immer sicher“. 

Ada
Ada
Entwickler: Ada Health
Preis: Kostenlos

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Kommentare3 Antworten

  1. Wolf13 sagt:

    Datenschutzbestimmungen gelesen? Nein danke, da graust es mir.

    • zeroG sagt:

      @Wolf: Habe das nur schnell überflogen, aber bei der Länge hatte ich nicht genügend Muße. Interessant ist es dennoch. Was hast Du kritisches gefunden?
      Es scheint immerhin eine deutsche GmbH zu sein, unterliegt also deutschem Datenschutz.

  2. Salix sagt:

    Wie wo ist das Geschäftsmodell ist? Womit verdienen die ihr Geld, wenn nicht mit den Daten?

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