Alone In The Dark: 3D-Horror-Game von 1992 kann nicht überzeugen

Gerade erfahrenere Gamer älteren Jahrgangs erfreuen sich an Remakes und Portierungen bekannter Spiele-Klassiker, die früher für PCs oder Konsolen erschienen sind. Alone In The Dark gehört in diese Kategorie.

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Bereits 1992 war Alone In The Dark, das vom französischen Unternehmen Infogrames (heute Atari) herausgebracht wurde, ein großer Hit auf PCs und der 3DO-Konsole. Musste das Game damals noch über 3,5“-Disketten gestartet werden, haben es Gamer in den heutigen Zeit weitaus einfacher. Die Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad lässt sich nämlich bequem zum Preis von 89 Cent aus dem deutschen App Store herunterladen. Mit einem Speicherplatzbedarf von 262 MB solltet ihr den Download jedoch aus einem WLAN-Netzwerk starten. Alone In The Dark (App Store-Link) ist kompatibel mit allen Geräten ab iOS 6.1 oder neuer.

Das laut App-Beschreibung von H.P. Lovecraft inspirierte Alone In The Dark „hat ein neues Genre ins Leben gerufen und diente als Inspiration für zukünftige Survival-Horror-Titel“. Die Geschichte, die hinter Alone In The Dark steckt, ist schnell erzählt. Der Privatdetektiv Edward Carnby, der sich auf übernatürliche Fälle spezialisiert hat, wird mit einer neuen Aufgabe betraut: Der berühmte Künstler Jeremy Hartwood hat sich in seinem Herrenhaus Derceto erhängt. Einheimische sind darüber nicht verwundert, denn es heißt, das Haus sei verflucht und von einer bösen Macht besessen. Edward Carnby soll im Auftrag eines Antiquitätenhändlers in Derceto nach einem alten Klavier suchen. Auch die Nichte Jeremys, Emily Hartwood, ist auf der Suche nach dem Instrument, da sie darin ein Geheimfach vermutet, was Aufschlüsse über den Tod ihres Onkels liefern könnte. 

In Alone In The Dark kann man sich daher bereits am Anfang entschließen, das Game entweder mit der Figur des Edward Carnby, oder auch als Emily Hartwood zu bestreiten. In einer zwar dem Originalspiel angelehnten pixeligen, aber deshalb nicht minder aufwändigen Umgebung erkundet man so das Herrenhaus und wird gleich zu Beginn mit erschreckenden Kreaturen konfrontiert.

Alone in the Dark ist eine misslungene Portierung

Die Steuerung von Alone In The Dark erfolgt über ein virtuelles Steuerkreuz, mit dem man sich vor- und zurück bewegen, oder auch links und rechtsherum drehen kann. Leider ist diese Methode im Game scheinbar noch nicht wirklich ausgereift, ich jedenfalls empfand das Vorankommen und die Navigation meines Charakters als äußerst mühselig. Trifft man im Spiel auf Gegner, sollte es eigentlich möglich sein, über eingeblendete Zusatzbuttons am rechten Bildschirmrand Aktionen durchzuführen, wie beispielsweise einen Angriff auszuführen. Aber auch diese Möglichkeit funktionierte nur unzureichend, weswegen ich bereits nach kurzer Zeit im Haus des Jeremy Hartwood das Zeitliche gesegnet und immer wieder von neuem beginnen musste.

Auch die Nutzer im App Store scheinen auf dieses Manko gestoßen zu sein: Bisher gibt es bei sechs Bewertungen nur insgesamt zwei von fünf möglichen Sternen. Ein Rezensent bemängelt die  mangelhafte Navigation im Hauptmenü, und auch andere Bewertungen zeigen sich nicht gerade gnädig. Portierungen bergen zwar generell großes Potential, da sie insbesondere bei alteingesessenen Gamern eine Art Nostalgie-Feeling hervorrufen – wenn sie aber so schlecht umgesetzt sind wie Alone In The Dark, sollte man von einem Download absehen oder auf ein Update des Games warten.

Durch die Eigenschaften moderner Touchscreen-Technologien wäre auch bei dieser Portierung eine Menge möglich gewesen. Dass man sich aber für eine äußerst umständliche, unausgereifte und schlecht zu handhabende D-Pad-Methode entschieden hat, ist in meinen Augen unbegreiflich.

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