Apple hat erstmals ausführlicher erklärt, wie die Zusammenarbeit mit Google rund um Gemini und Siri konkret aussehen soll. Während der jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen stellten sich CEO Tim Cook und CFO Kevan Parekh mehreren Fragen zur Zukunft von Apple Intelligence und zur Rolle von Google bei der nächsten Generation von Siri.
Dabei machte Cook deutlich, dass Apple bei personalisierten KI-Funktionen bewusst auf eine Partnerschaft setzt, jedoch ohne die eigenen Entwicklungen vollständig aus der Hand zu geben.
Warum Apple auf Googles Gemini setzt
Laut Tim Cook fiel die Entscheidung für Google nicht zufällig. Vielmehr sieht Apple in Gemini eine besonders leistungsfähige technologische Basis für die eigenen KI-Modelle.
„Wir sind grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass die KI-Technologie von Google die leistungsfähigste Grundlage für AFM (Apple Foundation Models) darstellt, und wir glauben, dass wir durch die Zusammenarbeit viele neue Erfahrungen sammeln und wichtige Innovationen vorantreiben können. Wir werden weiterhin auf dem Gerät und in der Private Cloud Compute laufen und dabei unsere branchenführenden Datenschutzstandards beibehalten. Was die Vereinbarung mit Google angeht, so geben wir keine Details dazu bekannt.“
Damit bestätigt Apple erneut, dass Apple Intelligence trotz externer KI-Modelle weiterhin auf eigener Hardware sowie über Private Cloud Compute betrieben wird. Datenschutz bleibt also ein zentrales Element. Gleichzeitig stellte Cook klar, dass Apple weiterhin intensiv an eigenen KI-Technologien arbeitet. Dennoch sollen diese Entwicklungen die Zusammenarbeit mit Google nicht verdrängen, sondern ergänzen.
„Man sollte es als Zusammenarbeit betrachten. Natürlich werden wir weiterhin unabhängig einige unserer eigenen Projekte verfolgen, aber man sollte sich vorstellen, dass die personalisierte Version von Siri auf einer Zusammenarbeit mit Google basiert.“
Folglich entsteht eine hybride Strategie: Einerseits treibt Apple eigene KI-Modelle voran, andererseits bildet Gemini das Fundament für personalisierte Siri-Funktionen.
Apple Intelligence ist kein separates Produkt
Auf Fragen zur Monetarisierung reagierte Cook zurückhaltend. Statt neue Umsätze in den Vordergrund zu stellen, positioniert Apple Apple Intelligence als tief integrierte Systemfunktion.
„Wir bringen Intelligenz in mehr Bereiche, die die Menschen lieben, und integrieren sie auf persönliche und private Weise in das Betriebssystem. Ich denke, dass dies einen großen Mehrwert schafft und eine Reihe von Möglichkeiten für unsere Produkte und Dienstleistungen eröffnet. Und ich möchte hinzufügen, dass wir auch mit der Zusammenarbeit mit Google sehr zufrieden sind.“
Damit unterstreicht Apple, dass KI vor allem den Mehrwert bestehender Produkte erhöhen soll und nicht zwingend als eigenständiges Geschäftsmodell gedacht ist.
Viele Fragen bleiben weiterhin offen
Unbeantwortet blieb allerdings, wie viele Nutzer und Nutzerinnen aktuell tatsächlich Zugriff auf Apple Intelligence haben. Ebenso äußerten sich Cook und Parekh nicht dazu, ob KI-Funktionen bereits messbar zu neuen Hardware-Käufen führen.
Bekannt ist lediglich, dass Apple Intelligence auf Geräte mit ausreichend Speicher und Rechenleistung beschränkt bleibt. Dadurch ist die Verfügbarkeit zumindest vorerst limitiert.
Zusammenarbeit statt Alleingang
Apple schlägt bei Siri und KI einen pragmatischen Weg ein. Einerseits hält das Unternehmen an seinen Datenschutzprinzipien fest, andererseits greift es mit Gemini auf eine der aktuell stärksten KI-Plattformen zurück. Die personalisierte Siri der Zukunft entsteht damit nicht im Alleingang, sondern als strategische Kooperation mit Google.

Alles steht und fällt mit wie vielen Parametern Google das neue Siri versorgen will.
Wobei die westlichen Modelle grundsätzlich Speicherhungriger sind, als die östlichen. Allein vor paar Tagen mit der Präsentation des neuen Qwen3 TTS Modells zeigt sich wie stark die Amis hinterherhinken, wenn es um die Effizienz geht.
Es ist leistungsstärker als alle großen und verbraucht zwischen 2-4GB Speicher (je nach Parametergröße). Das ist nichts.
Verstehe ich das richtig
Apple gibt indirekt zu KI nicht in dem Griff zu bekommen.
Weiters ist nicht bekannt ob die Daten trotzdem an Google gehen. Denn wenn dies der Fall wäre brauche ich kein eingeschränktes Betriebssystem mehr wenn ich die Daten e mit Google teile.
Weiters interpretiere ich dass KI bei Apple gewünscht ist diese selber zu entwickeln aber sie praktisch zu doof sind und sich einkaufen weil sie es verpennt habe .
Was heißt das in Zukunft für mich als Apple user?
Sind die Daten tatsächlich noch „sicher“ ja daten im Netz sind nie sicher.
Ich habe jetzt nach dem Artikel mehr Fragen als Antworten
Das hätte sich Cook sparen können.
Ja, so wie du es zum Ausdruck bringst,,so ist es. Bis auf den Datenschutz, welcher bei Google besser ist als bei Apple.
Ja ich weiß um den Aufschrei der jetztnin den Köpfen der Jünger vorgeht. Aber der sog. Datenschutz von Apple ist größtenteils nur Marketing. Mehr nicht. 🤷
Naja, der Deal mit Google beinhaltete ja auch die Google Cloud. Ich denke Apple muss in den sauren Apfel beißen um überhaupt dieses Jahr ihre in 2024 angekündigten Funktionen irgendwie rausbringen zu können und nicht komplett ihr Gesicht zu verlieren. 😉
Ich nutze die Gemini App. Und ganz ehrlich: Mittlerweile kommt immer öfter der Gedanke, Apple zu verlassen. Siri kann Anfragen ohne ChatGPT nicht beantworten, sie hört mir nicht richtig zu, „Siri“ auf den Airpods funktioniert häufig nicht (sondern nur „Hey Siri“) usw. Wäre ich nicht mit Macbook, Watch usw im Ecosystem, wäre es eine leichtere Entscheidung.
Nun, ich habe einen Mac und bin „umgestiegen“, ohne irgendwelche Verluste.
@MauCreek
Du magst Recht haben mit dem Datenschutz von Google und Apple. Letztlich können wir dies als Enduser gar nicht beurteilen, aber das will man vielleicht auch so. Und ja, sag mir etwas das nicht Marketing ist?
Eine wichtige Frage wäre wann der User etwas von der Kooperation merkt. Aktuell kommt mir Siri nich nicht schlauer vor auch neu integrierte Funktionen fehlen. Sicher frühestens mit iOS 27???
Der große Umstieg mit Siri 2.0 (Grundlage Gemini) soll mit iOS 26.4 passieren.
Das soll das erste iOS sein mit fest integrierte „guter“ AI.
Wie die Umsetzung ausschaut weiß natürlich noch niemand.
Aber wenn Apple alles richtig macht haben sie mit Gemini ein gigantisches Werkzeug um die Integration sogar besser als in Android zu machen.
Richtig peinlich von Apple… das reichste Unternehmen der Welt und die hinken soweit hinterher, dass man sich schon fremdschämt solche Artikel zu lesen