Das Aufladen der Zukunft?: Disney-Forscher denken über drahtlosen Magnetfeld-Raum nach

iOS-Nutzer wären ja schon froh, wenn es möglich wäre, die eigenen Geräte per Induktion laden zu können. Ein Forscherteam von Disney geht nun sogar noch einen Schritt weiter.

Disney Research Magnetfeld

Dass Disney nicht nur Filme produzieren kann, beweist ein Team von Forschern des Konzerns, genauer gesagt der Disney Research-Abteilung aus dem amerikanischen Pittsburgh. Sie haben mit einem Beitrag in PLOS One, einem Wissenschaftsmagazin, mit einer Idee zum drahtlosen Laden von Geräten auf sich aufmerksam gemacht.

Wie das Tech- und Business-Magazin t3n.de berichtet, haben „Disney-Forscher die Idee eines Magnetfeld-Raums entwickelt, in dem sich einige hundert Geräte gleichzeitig drahtlos aufladen lassen können sollen. Für Menschen soll das nicht schädlich sein.“ Bisher setzte man beim drahtlosen Aufladen, insbesondere im Bereich von Smartphones und Tablets, bestenfalls auf eine kabellose Möglichkeit per Induktion. Aber auch diese Technik erfordert ein Ladepad, das an eine Stromquelle angeschlossen werden muss.

Auch die neue von Disney Research vorgestellte Technologie eines Magnetfelds im Raum wird nicht gänzlich ohne Stromkabel auskommen. In einem Raum aufgestellte Ladestationen, mit denen sich beispielsweise Smartphones, Lampen oder Ventilatoren drahtlos aufladen lassen, werden an die Steckdose verbunden werden müssen.

Magnetfeld-Technologie für öffentliche Räume interessant

Auch eine spezielle Ausstattung der jeweiligen Magnetfeld-Räume ist notwendig, um diese Technologie umsetzen zu können: Wände, Decke und Böden müssen aus Aluminium bestehen, zudem bedarf es mittig im Raum einer Säule aus Kupfer. „Um diese spannt sich ein Magnetfeld auf, wenn Strom über die Wände durch die Säule zirkuliert“, berichtet t3n. „Bis zu 1,9 Kilowatt lassen sich so an bis zu 320 Geräte gleichzeitig übertragen. Die Forscher gehen von einer Effizienz zwischen 40 und 95 Prozent aus. Menschen sollen in dem Magnetfeldraum nicht geschädigt werden.“

Eine derartige Ladetechnik dürfte vor allem im öffentlichen Raum, beispielsweise in Bahnhöfen oder an Flughäfen, zum Einsatz kommen – genau dort, wo gleichzeitig viele Menschen ihre Geräte aufladen wollen. Aber auch in Privathaushalten könnten kleine Ladeschränke mit entsprechender Ausstattung aufgestellt werden, in die sich die Geräte hineinlegen lassen. Anstelle von Wänden aus Metall sieht eine Weiterentwicklung der Magnetfeld-Technologie auch Wandfarbe mit leitenden Eigenschaften vor. Man darf demnach gespannt sein, in welche Richtung sich die Technik des kabellosen Ladens weiter entwickelt. Weitere Infos sowie den kompletten englischsprachigen Beitrag im PLOS One-Magazin finden sich auf der Website von Disney Research.

Kommentare 15 Antworten

  1. Im besten Fall werden dadurch irgendwann Akkus obsolet und alle Geräte sind durchgängig mit Strom versorgt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. ??

  2. Als erstes dachte ich an absolute Verstrahlung, als nächstes an einen verfrühten Aprilscherz, anschließend an den Beißer aus James Bond, wie er, mit voller Wucht mit seinem Stahlgebiss an die Kupfersäule knallt.

      1. Was klugscheißerst Du denn hier rum? Das waren drei Aussagen, die nicht ernst genommen werden sollten. Du hast sicher viele Freunde, wenn Du solch blödsinnigen Kommentare auf unsinnige Statements gibst.

  3. Naja nichts Neues, was nicht schon Tesla kannte.
    Der Empfänger muss statt flach auf einem Punkt zu liegen vertikal sternförmig zur Raummitte ausgerichtet werden.

    Das „Neue“ (natürlich auch alt), was Disney gemacht hat, sind drei angewinkelt zueinander stehende Spulen im Empfänger zu verbauen, damit man die Ausrichtung größtenteils kompensieren kann.

    Das ist in flachen Geräten wie Handys nicht möglich. Man ist deswegen weiterhin eingeschränkt in der Bewegungsfreiheit.

    1. Zugegeben – man könnte eine Ladehülle mit ausklappbaren Spulen für die restlichen Achsen dranschnallen.

      Ob das so praktisch ist diese anstatt eines Raum-unabhängigen Ladeakkus mitzuschleppen…

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