Entwickler-Interview: Wie nextr zum Erfolg wurde

nextr (App Store-Link) ist eine äußerst schicke App für öffentliche Verkehrsmittel. Wir haben euch die App letzte Woche vorgestellt, seit dem befindet sie sich in den Top-20 der Charts. Was sagen die Entwickler zu ihrem Erfolg?

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Bevor wir über den Erfolg reden, wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen, eine App wie nextr zu entwickeln?
Martin Oberhäuser: Die Idee eine solche App zu entwickeln war zunächst persönlich motiviert. Ich benutze die Öffentlichen Verkehrsmittel sehr regelmäßig und war mit allen bisher erhältlichen Fahrplan-Apps nie wirklich zufrieden. Der Umgang mit anderen Apps war mir immer einen Schritt zu langsam und kompliziert, außerdem fehlte mir eine ansprechende Optik. Da ich Informations- und Interfacedesigner bin, habe ich mir gedacht: „Das kann ich besser!“. Also habe ich meinen iOS Programmierer Marcus Wermuth angerufen und ihn gefragt ob er Lust hat mir bei einem solchen Projekt zu helfen. Zu meinem Glück war Marcus begeistert und so haben wir neben unseren eigentlichen Aufträgen nextr entwickelt.

Ihr habt es recht schnell bis in die Top-10 der Charts geschafft. Habt ihr dafür speziell Geld in Marketing investiert oder wart ihr von dem Erfolg selbst überrascht?
Martin Oberhäuser: Geld für Marketing haben wir keins investiert. Aber glücklicherweise bin ich mit meinem Designstudio oberhaeuser.info in diversen Social Media Kanälen ganz gut aufgestellt. Ich habe viele Follower und Fans auf diversen Designplattformen (Behance, Dribbble, Design made in Germany) und klassischen Communities wie Facebook und Twitter. Über diese Kanäle sind weitere Websites und Blogs auf unsere App aufmerksam geworden und haben darüber berichtet.

Warum sollte sich ein Nutzer nextr laden, wenn es schon Alternativen wie die App der Deutschen Bahn gibt?
Martin Oberhäuser: Natürlich haben wir zu Beginn noch mit einigen Kinderkrankheiten und Bugs zu kämpfen auf die wir hingewiesen wurden. Wir konnten aber viele dieser Fehler bereits beheben und arbeiten mit Hochdruck daran nextr weiter zu verbessern. Natürlich haben wir aber auch viele nützliche Hinweise zu Inhalten und Features erhalten. Die häufigsten waren wohl: Verbindungs-Favoriten, Letzte Ziele, Ankunftszeit einstellen, Verbindungen exportieren, und Verspätungsanzeige. Letzteres haben wir mit dem aktuellen Update bereits eingeführt.

iPad-Version von nextr momentan nicht geplant

Konzentriert ihr euch bei der Weiterentwicklung nur auf das iPhone oder später auch auf das iPad?
Martin Oberhäuser: Bei der Weiterentwicklung konzentrieren wir uns zunächst auf mobile Geräte (ich würde das iPad nur begrenzt als mobil definieren). Das heißt bevor wir eine iPad-Version angehen, ist es in meinen Augen sinnvoller eine Version für Android anzubieten. Allerdings ist es zunächst oberste Priorität eine vollkommen stabile und ausgereifte Version für das iPhone auf dem Markt zu haben, bevor wir uns anderen Plattformen widmen. Auch eine Expansion in andere Länder ist durchaus realistisch. Wann genau das alles passiert ist jedoch momentan schwer vorherzusagen.

Gibt es schon spezielle Dinge, die ihr auf jeden Fall einbauen werdet? Zum Beispiel Favoriten oder letzte Ziele?
Martin Oberhäuser: Wir arbeiten permanent an neuen Features. Die Beiden von dir erwähnten werden schon sehr bald (innerhalb der nächsten Wochen) verfügbar sein. Wobei wir schon jetzt die Möglichkeit bieten Favoriten Haltestellen zu speichern (einfach bei der Haltestellen-Eingabe das kleine Sternchen rechts drücken). Wir wollen aber bald auch Favoriten-Strecken anbieten. Weitere Features wie das Exportieren von Verbindungen per Mail oder Kalender stehen auch auf unserer To-Do-Liste. Im nächsten Update wird es außerdem eine verbesserte Fußgänger Navigation geben.

Kommentare 17 Antworten

  1. Eine Version für das iPad mini wäre sehr wünschenswert, weil ich gerade dieses Tablet für besonders geeignet für Städtereisen finde. Es ist mobil und handlich, man kann alle Stadtpläne und Reiseführerapps draufladen und hat damit eine Idealgröße für diese Art Apps (im Gegensatz zum iPhone, das dafür etwas zu kelin geraten ist und zum großen Bruder, das etwas unhandlich und zu schwer für Stadttouren ist).
    Insofern die Bitte and ie Entwickler: iPad mini nicht vergessen

      1. Für mich ist Ipad3 auch durchaus ein mobiles Gerät, bin schon ein großer Junge (und es gibt ganz tolle Taschen für solch ein Ipad).
        Wenn das Programm fürs Ipad kommt, Schau ich es mir an, auf dem Mäusekino Iphone dagegen wohl eher nicht…

  2. Leider keine Alternative zu DB Navigator, denn nur diese zeigt die AST-Verbindungen an. Habe fast alle ÖPNV-Apps ausprobiert und keine hat was für das AST übrig – schade!
    PS: Damit meine ich die Abfahrtszeiten an einer Haltestelle.

  3. Echt schleierhaft wie die App Erfolg hat. Natürlich ist Sie schön und das Bedienkonzept versprechend.

    Basisfunktionen hat sie nicht:
    Ankunft / Abfahrt festlegen
    Favoriten anlegen
    Standardstrecken definieren
    Verbindungen speichern
    Verkehrsmittel definieren
    Dazu ist sie nicht stabil, crasht gerne bzw. ctd bei Start. Während die App startet ist freeze, man kann keine Angaben tätigen, sondern muss warte bis die App da ist und Geo etc. geladen hat, nervig.

    2* weil sie nett aussieht und evtl. über die Alpha Version noch hinauskommt.

    Kommt an „Fahrplan Info“ selbst Nachts nicht dran.

    1. Mein Problem mit der App besteht zusätzlich darin, dass sie die Fahrzeiten der BVG nicht so gut lesen kann und zu Berufsverkehrzeiten 8 Min Wartezeit beim Umsteigen mit „einbaut“ (statt tatsächlichen 3) Zudem werden Fußwege mit völlig überhöhten Zeiten addiert. Also mit Nextr brauche ich 13 Minuten länger zur Arbeit ;)))

  4. Bei mir läuft die App stabil und schnell: iPhone4. Ich bin begeistert. Ich wünsche mir noch eine iPad-Unterstützung (kann gerne was kosten).

  5. Also eine iPad App ist für mich irgendwie wichtiger als eine Android App, da ich 1. kein Android-Müll habe und mein iPad 4 überall mitnehme.

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