Erste deutsche App für Apples ResearchKit: Studie der Uniklinik Freiburg zu Kreuzbandrissen

Die OpenSource-Softwareumgebung ResearchKit erlaubt es Forschern, Apps zur Gesundheit zu entwickeln. Die erste deutsche Anwendung auf diesem Gebiet stammt von der Uniklinik aus Freiburg.

Back ontrack

Nach der Vorstellung des ResearchKits im vergangenen Jahr haben es bereits einige Apps in den Store geschafft, die unter anderem Studien zu Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson listen. Bisher waren diese allerdings allein für den amerikanischen App Store entwickelt worden, deutsche User blieben bisher außen vor.

Mit der kostenlosen App Back on Track – Kreuzbandriss-Studie (App Store-Link) des Universitätsklinikums Freiburg gibt es nun erstmals die Möglichkeit für deutsche iOS-Nutzer, an einer medizinischen Studie teilzunehmen. „Sie können aktiv die medizinische Forschung voranbringen und dazu beitragen, die Behandlung vieler zukünftiger Patientinnen und Patienten zu verbessern“, heißt es dazu in einer Mitteilung der betreuenden PR-Agentur.

Geringer Zeitaufwand zur Studienteilnahme in der Back on Track-App

ResearchKitDie Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Freiburg gibt an, dass sie „herausfinden möchten, wie sich die Therapie von vorderen Kreuzbandrissen international unterscheidet und welche Behandlung für unterschiedliche Patientengruppen die beste Alternative darstellt“. Der Nutzer der Back on Track-App bekommt, sofern er für die Studienteilnahme geeignet ist, in regelmäßigen Abständen Fragebögen, die auszufüllen und einzureichen sind. Dort werden Informationen zum Heilungsverlauf und der Therapie gegeben, der Zeitaufwand soll bei etwa 5 bis 10 Minuten alle 2 Wochen liegen.

Auch der entsprechende Projektleiter des Uniklinikums Freiburg, Prof. Dr. med. Philipp Niemeyer, Sektionsleiter für Knie- und Knorpelchirurgie, zeigt sich bisher begeistert vom ResearchKit. „Von der Resonanz zur App und den neuartigen Möglichkeiten sind wir überwältigt“, so Prof. Niemeyer. „Die App wird in fünf Sprachen verfügbar sein und Daten zu globalen Behandlungsstrategien bei vorderen Kreuzbandrissen, sowie zur Patientenzufriedenheit sammeln. Dies wird uns Einblicke in länderspezifische und kulturelle Unterschiede erlauben. Unser nächstes Ziel ist der Aufbau einer umfassenden App für die Orthopädie und Unfallchirurgie.“

Kommentare 7 Antworten

  1. haha, typisch für deutschlands sonntags-proleten-fussballer samt „fans“ mit ihrer bierflasche am hals. fehlt nur noch eine herzinfarkt-app und eine weitere app für fettleibigkeit und lungenkrebs. auf die uni in freiburg ist verlass 🙂

    1. das, was dort steht? aber darfst auch gerne zwischen den zeilen lesen. da steht dann noch mehr – vorausgesetzt der dt. Michel ist um die Zeit noch nüchtern 🙂

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