FitPort: Erstes Fitness-Dashboard arbeitet eng mit Apples HealthKit zusammen

Nachdem Apple nun iOS 8.0.2 herausgegeben hat, ist endlich der Weg frei für HealthKit-kompatible Dritt-Apps. Eine der ersten ist FitPort.

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FitPort (App Store-Link) ist eine englischsprachige iPhone-App, die seit dem gestrigen 26. September auch im deutschen App Store für 1,79 Euro zum Download bereitsteht. Die nur 6,8 MB große Anwendung benötigt auf dem zu installierenden Gerät mindestens iOS 8.0.1 oder neuer, um mit der HealthKit-App von Apple zusammen zu arbeiten zu können. Einige Werte, die FitPort sammelt, so zum Beispiel die absolvierten Schritte und Distanzen, können nur mit dem iPhone 5s/6/6 Plus aufgezeichnet werden, da für diese Funktionen der M7/M8-Motion-Prozessor vorhanden sein muss.


Hatte Apple nach dem mißglückten Launch des HealthKits unter iOS 8.0 noch zurückgerudert und sämtliche Apps mit HealthKit-Bezug wieder aus dem App Store entfernt, ist FitPort nun eine der ersten Anwendungen, die sich mit dem neuen Gesundheitsportal des Apfelkonzerns versteht. In einem sehr modernen, übersichtlichen Layout kann der Nutzer von FitPort der App Zugriff auf die absolvierten Schritte, gegangene und gelaufene Strecke, erklommene Etagen, die mit dem Fahrrad zurückgelegte Strecke, Aktivkalorien, aufgenommene Kalorien, das Gewicht und den Körperfettanteil gewähren.

Ansehnlich, aber ohne großen Mehrwert

Einige der Werte müssen selbstverständlich von Hand eingepflegt oder aus anderen Apps bezogen werden, da beispielsweise auch ein iPhone das Gewicht und den Körperfettanteil des jeweiligen Nutzers nicht selbst berechnen kann. Über kleine Schieberegler für die einzelnen Parameter kann FitPort die Werte auch gleich mit Apples HealthKit abgleichen. Für zusätzliche Motivation sorgt die Möglichkeit, tägliche Ziele festzulegen, Belohnungen bei mehrmaligem Erreichen der Ziele sowie direkte Vergleiche mit Best- und Minimalwerten. Hat man das Einpflegen von Daten vergessen oder das iPhone für die Aufzeichnungen nicht mitgenommen, können auch Werte nachträglich manuell hinzugefügt werden.

Zugegeben, die Darstellung der Werte in einer Art minimalistischem Kreisdiagramm sieht ansehnlich und äußerst übersichtlich aus – im Gegensatz zu der meiner Meinung nach leicht überfrachteten Ansicht in der HealthKit-App mit ihren Graphen. Der Sinn und Zweck von FitPort erschließt sich dem Nutzer allerdings auch nach längerer Zeit nicht: Schließlich werden alle Daten, die FitPort sammelt, auch zugleich vom HealthKit erhoben und können dort ebenfalls eingesehen oder manuell eingetragen werden. Lediglich die kleinen Auswertungen samt Erfolgen und Belohnungen sowie das ansehnlichere Interface von FitPort sind Kaufgründe – ob man dafür 1,79 Euro ausgibt, sollte jeder für sich entscheiden.

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Kommentare 8 Antworten

  1. Dieser ganze quantified self Mist ist eine Modeerscheinung, die in zwei oder drei Jahren vergessen sein wird, wie Schlaghosen und Duck Face.

    Das Problem ist zunächst, dass es Technologie gibt, der ein use case fehlt, ebenso wie bei den smartwatches.
    Die Frage ist, ob es diesen usecase gibt oder eben nicht. Ich glaube eher nicht

    1. Das sehe ich anders. Gerade wenn die Fitness-Daten mit den Gesundheitsdaten gemischt werden. Der Wunsch einer automatischen Gesundheitsanalyse ist zumindest bei mir vorhanden. Das dauert natürlich noch eine Weile bis ein echter Mehrwert entsteht.

      1. Mir gefällt Health, Watch und anderes, dass meine Fitness trackt. Mich motiviert es einfach, wenn ich sehe, dass ich am Tag davor nur 3000 Schritte gemacht habe und dies nun unbedingt ausgleichen möchte. Vorher viel es mir einfach nicht so auf, dass Büroarbeit eben bedeutet, dass man sich wenig bewegt. Nicht nur mir wird es so gehen, deshalb sehe ich hier einen großen Markt und demnach eine Zukunft.

  2. Eine neue App zur Darstellung der Messdaten macht zumindest für mich wenig Sinn. Ich warte auf die ersten Apps/Produkte die als Datenquellen dienen. Idealerweise mein Gewicht/Fettanteil über die Withing-Waage, Schritte/Schlafanalyse über das Jawbone und den Ruhepuls über die Apple Watch

  3. „Der Sinn und Zweck von FitPort erschließt sich dem Nutzer allerdings auch nach längerer Zeit nicht: Schließlich werden alle Daten, die FitPort sammelt, auch zugleich vom HealthKit erhoben und können dort ebenfalls eingesehen oder manuell eingetragen werden.“

    Das beantwortet schon mal meine Frage, die ich eigentlich zu FitPort stellen wollte.
    Nach dem iOS8-HealthKit-Fehlstart und dem verunglückten iOS8.0.1-Update hatte ich ja nach 8.0.2 mit einem Fitness-App-Update-Feuerwerk gerechnet (Withings, Fitbit, Jawbone, Runtastic, …) – bisher aber sehr ruhig.

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