Hatoful Boyfriend: Verrücktes japanisches Abenteuer um eine Horde Vögel landet im App Store

Es ist noch gar nicht so lange her, dass mir ein guter Freund von Hatoful Boyfriend erzählt hat. Schon damals ist mir die Kinnlade angesichts seiner Gameplay-Erklärung heruntergefallen.

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Japanische Konsolen-Games sind für unsere Verhältnisse nicht selten zu bunt, zu laut, zu verrückt – und Hatoful Boyfriend ist da keine Ausnahme. In diesem textbasierten Abenteuer spielen nämlich Vögel, insbesondere die Spezies der Tauben, eine nicht unbedeutende Rollen. Hatoful Boyfriend (App Store-Link) lässt sich als Universal-App für iPhone und iPad zum Preis von 4,99 Euro herunterladen und benötigt zur Installation etwa 1,3 GB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät sowie iOS 6.0 oder neuer. Entgegen der App Store-Beschreibung steht im Hauptmenü des Spiels auch bereits eine deutsche Lokalisierung bereit.

Die Geschichte von Hatoful Boyfriend könnte verrückter nicht sein. „Glückwunsch! Du bist als einziger menschlicher Student am renommierten St. PigeoNation’s Institute, einer Fachschule für hochbegabte Vögel, aufgenommen worden“, so lautet die Beschreibung der Entwickler. „Erkunde die Universitätssäle, nimm Unterricht und verliebe dich als Student an der weltbesten Tauben-Highschool. Es wird nicht leicht sein, das Glück zu finden, doch in diesem reizenden Remake von Hato Moas bekannter Visual Novel ‚Avian Dating Sim Hatoful Boyfriend‘ ist immer Zeit für ein wenig Romantik!“

Nachdem man in Hatoful Boyfriend – der Titel ist übrigens ein Wortspiel um das Gairaigo-Wort „hatofuru“ = „hurtful“ und das japanische Wort „hato“ für „Taube“ – einen eigenen Namen ausgewählt hat, stürzt man sich auch gleich ins Schulgeschehen. „Lehrer und Schüler sind eine bunte Mischung von Vogelwesen unterschiedlichster Herkunft und Art“, so einer der Sätze im Spiel.

Bonbonfarben im Taubenschlag sind nicht jedermanns Sache

Das sehr textlastige Abenteuer baut gerade zu Beginn auf viele Dialoge und die Vorstellung von Lehrern und weiteren Mitschülern auf. Nach einiger Zeit kann sich der Spieler in Multiple Choice-Fragen dann auch für einige Kurse und Wahlfächer entscheiden, und den eigenen Charakter formen. Dieser ist auch für die späteren verschiedenen Plot-Entwicklungen des Spiels und die Liebes-Verwicklungen, die mit Mitschülern entstehen, wichtig. Dates werden ausgemacht, verbotene Romanzen entstehen, und versteckte Enden können entdeckt werden. Beim Spiele-Portal Steam bekommt Hatoful Boyfriend bei über 3.900 Rezensionen derzeit das Prädikat „Sehr positiv“ verliehen, und auch verschiedene Rezensenten der Presse zeigen sich überaus angetan von diesem verrückten Titel.

Nachdem ich nun einige Zeit mit Hatoful Boyfriend verbracht habe, kann ich den Hype um dieses gefiederte Abenteuer noch nicht ganz ausmachen. Bereits nach kurzer Zeit ist mir der „Forward“-Button zum schnellen Vorspulen der Story am oberen rechten Bildschirmrand bereits zum liebsten Freund geworden. Die Dialoge zwischen der menschlichen Protagonistin und ihren Lehrern bzw. Schülern sind oft quälend lang, die Grafiken in niedlichen Bonbonfarben schon nach kurzer Zeit eine echte Herausforderung für die Augen – und auch die Geschichte an sich dürfte nur für absolute Fans der Konsolen- und PC-Version ein echter Genuss sein. Immerhin: An eine Game Center-Anbindung haben die Entwickler von Devolver Digital zumindest gedacht.

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