Im Test: Saug- und Wischroboter 360 S7

Ein toller Alltagshelfer

8 Kommentare zu Im Test: Saug- und Wischroboter 360 S7

So langsam entwickle ich mich zum Saugroboter-Experten. Heute möchte ich euch das nächste Modell vorstellen, nämlich den 360 S7. Dieser ist der Nachfolger vom 360 S6, den ich ja schon vor vielen Monaten getestet habe. Beim S7 haben die Entwickler einige Verbesserungen vorgenommen.

  • 360 S7 für 362 Euro bei Gearbest kaufen (zum Angebot)
  • mit Gutschein AGS7ROBOT

Die Unterschiede zum 360 S6

Der 360 S7 bietet im Vergleich zum S6 eine höhere Saugkraft, nämlich 2000 pa statt nur 1800 pa. Auf der niedrigsten Stufe ist die Lautstärke etwas geringer, die Ladezeit hat sich hingegen um 30 Minuten verlängert – der Akku ist mit 3200 mAh aber gleich groß. Gut: Die Staubkammer ist mit 0,55 Liter etwas größer, der Wassertank ist bei 0,15 Liter Fassungsvermögen geblieben. Eine groß angekündigte Neuerung des S7: Beim Wischen werden Teppiche automatisch umfahren. Dazu aber gleich mehr.

Der Lieferumgang überrascht nicht. Neben dem Roboter an sich, dessen Ring auf der Oberseite jetzt in Roségold daher kommt, gibt es natürlich die Ladestation, ein Netzteil, Staubkammer, Aufsatz mit Wischmop sowie ein kleines Reinigungswerkzeug. Aber: Es gibt keine Ersatzteile. Keine Ersatzbürste, keinen Ersatzfilter und nur einen Wischhtusch. Das ist etwas schwach.

An der Qualität kann man überhaupt nichts aussetzen. Klar, es kommt viel Plastik zum Einsatz, aber alles fühlt sich sehr wertig an. Auf der Oberseite gibt es neben dem Lasersensor noch zwei Knöpfe: An/Aus und die Möglichkeit den Roboter manuell zur Ladestation zu schicken.

Der Aufbau und die Einrichtung sind intuitiv. Die Ladestation muss mit dem Netzteil und der Steckdose verbunden werden, wobei auch hier das Kabel im Innern aufgerollt werden kann. Der S7 parkt rückwärts ein, das sieht schon etwas cool aus. Die Einrichtung erfolgt dann über die 360Smart-App.

Die Applikation mag ich einfach. Sie sieht gut aus, lässt sich sehr einfach bedienen und bietet alle wichtigen Funktionen. Leider fehlt immer noch eine deutsche Übersetzung. Zur Nutzung wird übrigens ein Account vorausgesetzt, hier müsst ihr Name, E-Mail und Telefonnummer angeben. Gut: Der 360 S7 funktioniert sowohl im 2,4 als auch 5 GHz Netzwerk.

Bei der ersten Fahrt erstellt der S7 per Laser einen Grundriss eurer Wohnung. Das dauert beim ersten Mal etwas länger, danach geht die Reinigung aber schneller, da ein intelligenter Putzplan erstellt wird. Hindernisse werden zuverlässig erkannt und umfahren.

Der S7 speichert zudem mehrere Karten, die in der App dann ausgewählt werden können. Ihr könnt Zeitpläne anlegen, Sperrzonen definieren und auch Räume spezifizieren. Hier ist man aber weiterhin auf die Genauigkeit der Laservermessung angewiesen, da sich Raumgrenzen nicht manuell anpassen lassen – das ist schade. Weitere Funktionen in der App sind:

  • Smart room mapping: Hier könnt ihr Räume benennen und eine gezielte, manuelle Reinigung starten.
  • Select Map: Hier könnt ihr alle Karten einsehen und diese auswählen. Leider kann man die Karten nicht benennen.
  • Reset Map: In diesem Bereich könnt ihr Karten löschen.
  • Schedule: Wie schon erwähnt könnt ihr Zeitpläne anlegen. Natürlich könnt ihr auch mehrere Pläne hinterlegen. Ihr könnt angeben, wie häufig gegreint, wann der Robotoer loslegen, welcher Modus eingestellt und welche Bereiche gereinigt werden sollen.
  • History: Hier könnt ihr ablesen, wie oft und wann gereinigt wurde, ebenso steht dort geschrieben, wie viel Quadratmeter insgesamt abgesaugt wurden.
  • Voice package: Ein deutsches Sprachpaket ist leider nicht erhältlich. Neben Englisch gibt es noch Chinesisch.
  • RC Mode: In diesem Bereich lässt sich der 360 S5 manuell steuern.
  • Update: Es können schnell und einfach neue Updates eingespielt werden.
  • Positioning: Beim Klick ruft der Roboter „I’m here“. Hilfreich, falls er sich mal irgendwo verkantet hat und ihr ihn nicht findet.
  • Maintaince: Zeigt die Qualität der Filter, Bürsten und Sensoren an.
  • Settings: Alle weiteren Einstellungen können hier vorgenommen werden. Name ändern, Lautstärke justieren, „Do not disturb“ einstellen oder das Licht der Knöpfe auf der Oberseite deaktivieren.

Ebenfalls neu: Ihr könnt den „Collision protection mode“ aktivieren. Dann fährt der Roboter nicht so nah an Hindernisse heran und stößt dort nicht mehr an, allerdings ist dann auch die Reinigung nicht so genau. Da der Roboter vorne eine Pufferzone hat, werden jedoch keine Gegenstände beschädigt.

Praxi-Einsatz weiß zu überzeugen

Mit der Reinigung bin ich sehr zufrieden. Der S7 kann dabei Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 Zentimeter überwinden und saugt auf Teppichen automatisch auf höchster Stufe. Die Teppicherkennung funktioniert nicht immer perfekt, häufig schaltet der Roboter erst zu spät hoch. Das kommt sicherlich auch auf die Art des Teppichs an.

Auf der niedrigsten Stufe wird mit 1400 pa gesaugt, die Lautstärke liegt dann bei 50 dB. Im Standard-Modus sind es 1600 pa und 58 dB und im Max-Modus erreicht der S7 2000 pa bei 65 dB. Ich lasse den Roboter immer im Standard-Modus arbeiten und zwar dann, wenn ich nicht zuhause bin. Von daher ist die Lautstärke für mich kein Argument.

Wenn der S7 seine Arbeit gemacht hat, kann man die Staubkammer, die mit einem HEPA-Filter ausgestattet ist, einfach über dem Mülleimer entleeren. Die Wischfunktion ist für mich ein nettes Extra, das ich aber nicht so oft nutze. Der Wassertank muss gefüllt und mit einem Handgriff am Roboter angebracht werden. Dann zieht der S7 einen nassen Wischmop hinter sich her.

Das Ergebnis ist okay, für eine solide Grundreinheit ganz gut. Das herkömmliche Wischen wird dadurch aber nicht ersetzt. Was mir gut gefällt: Auf der Karte kann man spezielle NoGo-Zonen für die Wischfunktion einzeichnen, die dann blau dargestellt werden. Eigentlich sollte der 360 S7 Teppiche im Wischmodus automatisch erkennen, das funktioniert aber nicht. Ob hier der Hersteller noch ein Update nachschieben muss, weiß ich nicht. Also lieber NoGo-Zonen definieren, sonst wird der Teppich nass.

Insgesamt finde ich den 360 S7 überzeugend und in etwa auf einem Niveau mit dem Roborock S6. Besonders das Preis- Leistungverhältnis finde ich bei 360 recht gut. Mit dem Gutschein AGS7ROBOT zahlt ihr an der Kasse nur 362 Euro. Im Vergleich: Der Roborock S6 kostet aktuell 500 Euro.

Kommentare 8 Antworten

  1. Mich würde auch interessieren, ob – wenn einen die Wischfunktion nicht so so sonderlich interessiert – die kleinen Verbesserungen (Lautstärke, Saugkraft, Behältervolumen, …?) des S7 denn die höheren Anschaffungskosten im Vergleich zum S5 rechtfertigen.

    @Florian: Nein, es gibt auch einen S6 von 360… das ist der inoffizielle Vorgänger des S7… ebenfalls mit Wischfunktion.

  2. Es wird ja immer wieder behauptet, dass gerade die Chinarobotter alle gesammelten Daten nach Hause senden und dort Schindluder damit getrieben wird/werden könnte.
    Wie sieht’s also mit dem Datenschutz aus?

  3. Ich finde auch die Datenschutzfrage wichtig. Könnt Ihr nicht grundsätzlich bei den Smart Home Geräten zumindest aufführen, ob sie auch offline ohne Einschränkung funktionieren?

    1. Du kannst über die Buttons eine manuelle Reinigung starten. Aber wenn du die App nicht nutzt, gehen dir wirklich fast alle Funktionen verloren. Die Daten werden übrigens in Frankfurt gespeichert. 360 gibt genau an, welche Daten wie gespeichert oder weitergegeben werden. -> https://smart.360.cn/cleanrobot/en/privacy.html

      Unter anderem:

      – Es gibt bestimmte Umstände, unter denen wir Ihre personenbezogenen Daten an Mitarbeiter, Auftragnehmer und Dritte weitergeben können. Wir werden Ihre personenbezogenen Daten nicht an unbefugte Dritte weitergeben.

      – Wir können Ihre Daten auch an bestimmte Auftragnehmer oder Dienstleister weitergeben, z.B. unsere Datenbankdienstleister. Unsere Lieferanten und Dienstleister sind verpflichtet, unsere Standards für die Verarbeitung von Informationen und Sicherheit zu erfüllen. Die von uns zur Verfügung gestellten Informationen, einschließlich Ihrer Informationen, werden nur im Zusammenhang mit der Erfüllung ihrer Funktion bereitgestellt.

      – Einige von uns erfasste Informationen können in andere Länder übertragen werden, z.B. auf unsere eigenen Server oder Server unserer Datenbankanbieter in Frankfurt, Deutschland. Die Daten der EU-Nutzer werden auf dem EU-Server gespeichert. Diese Länder verfügen möglicherweise nicht über gleichwertige Datenschutzgesetze wie die in der Europäischen Union geltenden. Wir gewährleisten jedoch ein angemessenes Datenschutzniveau durch Vereinbarungen mit unserem Datenbankanbieter und andere Vereinbarungen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de