Iwy Light im Test: Eine günstige Alternative zu Philips Hue?

Vor rund einer Woche hat uns ein interessantes Paket erreicht. Darin enthalten war ein Starter-Set der Iwy Light, eine kostengünstige Alternative zur Philips Hue.

Iwy LightDaran besteht eigentlich kein Zweifel: Die Leuchtmittel rund um Philips Hue sind eine ziemlich coole Sache. Man kann seine ganze Wohnung beleuchten, das Licht und die Farben per App oder auch ganz automatisch mit dem Internet-Dienst IFTTT steuern. Mit einem Preis von knapp 200 Euro für das Starter-Set und 60 Euro für eine einzelne „Birne“ ist Philips Hue aber alles andere als günstig. Konkurrenz soll es nun mit dem Iwy Light aus Deutschland geben.

Fangen wir zunächst mit einem kleinen Preisvergleich an. Wenn man sich für das Iwy Light entscheidet, kostet das Starter-Set mit drei LED-Leuchten, Fernbedienung und WiFi-Controller nur 97,75 Euro. Eine einzelne LED-Leuchte gibt es bereits für 27,75 Euro. Alle Produkte kann man über die Webseite des Herstellers bestellen, alternativ bekommt man sie auch bei Amazon (Übersicht) – dort muss man aber ein paar Cent mehr bezahlen.

Iwy Light: Einfache Installation überzeugt

Aktuell ist das Iwy Light in zwei verschiedenen Ausführungen verfügbar. Es gibt herkömmlichen E27-Birnen mit 6 oder 9 Watt sowie Einbaustrahler mit 6 oder 12 Watt. Andere Sockel wie GU10 oder LED-Leisten und andere Spielereien sind nicht erhältlich.

Die Installation der Iwy Light Leuchtmittel ist mehr als einfach. Man muss sie nur in die Fassung drehen, das Licht anschalten und einen Knopf auf der Fernbedienung drücken, um die Lampe danach steuern zu können – das ist in weniger als zehn Sekunden passiert und erfordert keine Vorkenntnisse. Je nach Fernbedienung kann man bis zu vier verschiedene Gruppen gleichzeitig an- oder ausschalten sowie die Helligkeit und die Farbe einstellen. Zusätzlich kann man neun verschiedene Demo-Modi aktivieren, bei denen nette Farbverläufe „abgespielt“ werden.

Die Verbindung der Iwy Light mit dem iPhone wird über einen WiFi-Controller hergestellt, der ebenfalls einfach einzurichten ist. Man muss ihn lediglich mit Strom über USB versorgen, also entweder mit einem Netzteil oder zum Beispiel an einer freien USB-Buchse am Router. Die Kommunikation mit dem eigenen Netzwerk erfolgt per WLAN, eine direkte Verbindung zum Router ist daher nicht nötig.

App eine große Enttäuschung

Sehr enttäuscht sind wir von der aktuellen „milight“-App (App Store-Link). Bereits das Icon der App lässt vermuten, dass hier keine große Qualität zu erwarten ist. So wurde die Hoffnung, eine kostengünstige Alternative zu Philips Hue zu finden, schnell zerschmettert. „milight“ dient lediglich als Ersatz für die Iwy Light Fernbedienung, es sind keine zusätzlichen Funktionen verfügbar.

Eine Anbindung an IFTTT, Szenensteuerung, Alarme, Wecker – alles, was bei Philips Hue so sehr beeindruckt, sucht man bei Iwy Light vergeblich. Wie uns der Hersteller versichert hat, wird im Hintergrund bereits an einer neuen App gearbeitet, die zusätzliche Funktionen bieten soll. Verfügbar sein wird sie aber erst in zwei bis drei Monaten – und wir können leider nur den Ist-Zustand bewerten.

Eine Alternative zu Philips Hue ist Iwy Light momentan also auf gar keinen Fall. Die Kommunikation mit dem iPhone fällt mehr als rudimentär aus, der Spaßfaktor ist deutlich niedriger. Nur einen Vorteil hat Iwy Light: Man kann Farben und Lampen auch ohne iPhone bedienen, der Fernbedienung sei Dank. Wer auf eine iPhone-Kopplung verzichten kann, bekommt durchaus ein gutes Produkt. Das war es dann aber leider schon…

Kommentare 12 Antworten

  1. Abwarten. Eine App kann man nachreichen. Als potenzieller Kunde kann ich das aussitzen. Die Hoffnung ist, dass die Konkurrenz dafür sorgt, dass Philips von seinen Mondpreisen weggeht…

  2. 64k Birnen mit 16 Millionen von Hue vergleichen?

    Mondpreise? Für Birnen die locker 5 Jahre halten, normal 10 Jahre.

    Du glaubst wahrscheinlich auch das Ikea, Kodi und Aldi Glühbirnen mit Osram vergleichbar sind.

    Technische Daten und Vergleichswerte mal wieder Mangelware.

  3. Warum so kritisch zur APP. Muss ein Smartphone alt „Steuerzentrale“ für Licht dienen und wenn der Smartphonebesitzer weg ist, stehen alle im Dunkeln ?. Solche erweiterten Funktionen würde ich eher mit FHEM, RasPi o.ä. umsetzen aber nicht von einem Smartphone oder eine App umgesetzt sehen. Ich hab drei davon im Einsatz aber nicht als „Lichtszene“ sondern mit dem PC gekoppelt als Anzeigesysteme (IM-Presencestatus). und durch die offene API kann man viel machen, wenn man kann und will. Die App ist ein Abbild der klassischen Fernsteuerung und so versteht die auch jeder. Aber es soll ja mehr kommen.
    Aber für den Preis kann man ohne selbst löte o.ä., einfach nach ein paar Minuten Konfiguration Ergebnisse vorweisen.
    Wer selbst die IWys ansprechen will, kann hier http://www.msxfaq.de/lync/impresence/iwylight.htm ja einsteigen

  4. Zugegeben, auf eine richtig gute App warte ich auch noch… Aber das vorhandene Progrämmcheb tutauch seine Dienste. Man kann alle Lampen damit genau so steuern, wie mit der Fernbedienung. Und das von diversen iphone, Androids etc parallel im ganzen Haus.

    Frage: Hat maljemand getestet, ob andere z-wave Apps zur Steuerungder LED nutzbar sind?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de