Race Control Director: Neue Rennsport-Simulation kann leider nicht überzeugen

Mit Race Control Director hat es eine besonders interessante Idee in den App Store geschafft. Überzeugen kann das neue Spiel aber leider nicht.

Race Control Director

Der App Store hat schon viele Rennspiele gesehen, in denen man selbst ins virtuelle Lenkrad greift. Zudem gibt es mit dem Motorsport Manager eine hervorragende Simulation, in der man ein eigenes Team aufbaut und es mit den besten Fahrern zum Titel schafft. In Race Control Director (App Store-Link) wird das Blatt gewendet: In der Neuerscheinung schlüpft man in die Rolle des Renndirektors und muss für einen reibungslosen Ablauf des Rennens sorgen.

Verpackt wurde das alles von einem unabhängigen Entwickler in eine 1,99 Euro teure App, die ausschließlich für das iPhone optimiert wurde. Verzichten muss man leider auf eine deutsche Lokalisierung, Race Control Director kann nur auf Englisch gespielt werden. Dafür soll das Spiel über fünf Meisterschaften mit 21 Rennen pro Saison, 30 Strecken sowie über 100 verschiedene Ereignisse bieten.

Race Control Director hätte ein großartiges Spiel werden können

Ich kann es an dieser Stelle eigentlich ziemlich schnell machen: Der Kauf von Race Control Director lohnt sich nicht. Das ganze Spiel beschränkt sich auf einen ziemlich schnell durchlaufenden Live-Ticker der virtuelle Ereignisse auf der Strecke und es gibt lediglich fünf Knöpfe, auf die man drücken kann bzw. genau das rechtzeitig tun muss: Strafe, Gelbe Flagge, Safety-Car und Rennabbruch.

Je schneller und passender man genau das macht, desto mehr Punkte sammelt man in Race Control Director. Nach jedem Rennen wird dabei angezeigt, wie oft ein einzelnes Eingreifen nötig gewesen wäre, beispielsweise die erforderliche Anzahl der Gelben Flaggen.

Abwechslung gibt es in Race Control Director so gut wie keine. Warum der Entwickler in der Beschreibung 30 verschiedene Strecken verspricht, ist völlig schleierhaft, denn davon bekommt man aus der Sicht des Renndirektors nichts mit. Was wir uns gewünscht hätten: Eine interaktive Karte des Rennens, auf der man Fahrzeuge und einzelne Sektoren für Blaue oder Gelbe Flaggen auswählen kann. Eine Spielidee, die durchaus sehr große Potential birgt, wurde in Race Control Director leider nur lieblos und halbgar umgesetzt. Diese Investition sollten sich selbst große Motorsport-Fans sparen.

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