Spotify: Beliebter Musikstreaming-Dienst profitiert vom Apple Music-Launch

Der Markt der Musikstreaming-Anbieter ist hart umkämpft. Nun meldet sich Spotify zu Wort.

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Unbestritten zählt Spotify nach wie vor zu den Platzhirschen der Audio-Streaming-Szene. In einem Interview mit Reuters erklärte Jonathan Forster, Vizepräsident von Spotify und einer der ersten Angestellten des Unternehmens, die Vorteile des Apple Music-Launches für den eigenen Service.


Spotify (App Store-Link) ist seit dem Release von Apples eigenem Musikstreaming-Dienstes Apple Music im Juni des vergangenen Jahres deutlich schneller gewachsen. Mittlerweile kommt der Anbieter auf fast 100 Millionen Nutzer weltweit in mehr als 59 Märkten, und das trotz steigenden Konkurrenzdrucks.

„Es ist großartig, dass Apple nun auch am Markt vertreten ist. Das Ansehen des Streamings steigt dadurch deutlich“, sagt Jonathan Forster. „Es ist schwer, eine Branche ganz auf sich allein gestellt zu etablieren. Seit Apple Music gestartet ist, sind wir schneller gewachsen und zählen mehr Nutzer als je zuvor.“ Spotify registriert aktuell etwa 30 Millionen zahlende Nutzer, Apple Music kommt auf 13 Millionen Abonnenten.

„Wir stehen noch ganz am Anfang“

Trotz der großen Konkurrenz am Musikstreaming-Markt sieht Jonathan Forster kaum Nutzen für mehrere gleichzeitige Streaming-Dienste. „Meine Internet-Historie zeigt mir, dass es nicht viele signifikante Anbieter gibt, höchstens noch kleinere Nischen-Produkte“, so der Vizepräsident von Spotify. „Vielleicht gibt es irgendwo einen Streaming-Anbieter für klassische Musik. Es ist ein hartes Geschäft.“

Obwohl ein Großteil der Umsätze Spotifys durch zahlende Abonnenten generiert wird, will der Anbieter weitere Bereiche verstärken, darunter Konzerte, Merchandising und Videos. Forster betont jedoch, dass man nicht zu einem zweiten Netflix werden wolle. Gerade erst am Montag hatte Spotify eine neue Video-Funktion vorgestellt, die exklusive Inhalte wie Behind-the-scenes-Clips von Künstlern beinhalten wird. „Ich glaube, die Menschen haben erst jetzt die Möglichkeiten des Streamings für sich entdeckt“, summiert Forster. „Wir stehen noch ganz am Anfang.“

Das ganze Interview kann auf der Website von Reuters nachgelesen werden.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Würde mich nicht wundern. War schon vorher bei Spotify und habe Apple Music angetestet. Die Bedienung ist derart schlecht! Apple hat mit Apple Music die Leute auf Streaming aufmerksam gemacht. Ich kenne viele, die daraufhin alle möglichen Dienste getestet haben – und jetzt bei Spotify sind.

  2. Ich war schon vorher bei Spotify und habe Music am Anfang in der Free-Version getestet.
    Vor Ablauf bin ich aber wieder zurück zu Spotify weil Music mich gar nicht überzeugen konnte.
    Auch Deezer habe ich mal getestet, auch hier keine Begeisterung.
    Amazon Prime Music habe ich ebenfalls als Prime Kunde, aber Spotify bleibt hier die Nummer Eins.

  3. „Seit Apple Music gestartet ist, sind wir schneller gewachsen und zählen mehr Nutzer als je zuvor.“

    Na das hört sich doch eher als Seitenhieb und Häme für Apple Music an.

  4. 2 wichtige Punkte hast du ja genannt, ansonsten ähneln sich die Dienste dann doch ziemlich, daher die Gegenfrage: wieso Spotify statt Apple Music? Oder viel besser noch: warum überhaupt Streaming unterstützen und die Macht über Musik ganz wenigen Konzernen überlassen? 😉

    1. Weil Spotify die bessere Bibliothek (non Mainstream) hat, bessere Playlisten und vor allem eine deutlich bessere Usability (App und Desktop) hat. Spotify funzt einfach.
      Und ob die Musikkonzerne bei CDs weniger Einfluss hatten? Dank Streaming höre ich jetzt viele Künstler, die ich sonst nicht hören geschweige denn kennen würde. Hänge halt nicht stundenlang im Plattenladen rum. Ich zahle jetzt monatlich mehr als ich vorher für CDs gezahlt habe. Das hatte ich mit nämlich abgewöhnt. Jetzt findet Musik für mich wieder statt.

  5. Katastrophal fand ich bei Apple Music, dass alle offline bereitgestellten Playlisten nach Accountwechsel verschwinden. Das mag sicherlich lizenzrechtliche Gründe haben, ist aber dennoch nachteilig. Darüber hinaus gefällt mir bei Spotify das dunkle Design besser, von der Bedienung mal ganz abgesehen.

  6. Juke…. wer ist das denn? Stiftung Warentest ist häufig abseits des Mainstream
    >
    Ich bin nun 1 Jahr bei Apple Musik, hatte vorher aber schon (iTunes) 3400 Songs
    fein in eigene PlayListen sortiert.
    *Musik für dich* wie es bei Apple heißt muss sich ja erst einmal auf seinen Anwender einhören, -fühlen usw.
    Das klappt von Monat zu Monat besser, für mich gibts nichts besseres

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