Steven Yang von Anker: 2019er iPhones könnten binnen 10 Minuten auf 50 Prozent laden

Der Zubehör-Hersteller Anker ist schon seit längerem für Akku-Produkte mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Nun meldet sich Anker-Gründer Steven Yang zu diesem Thema zu Wort.

Anker PowerPort USB-C

Der Ex-Google-Mitarbeiter Steven Yang gründete vor einigen Jahren das Unternehmen Anker und fungiert dort aktuell noch immer als CEO. Ein Team von PCMag, einem englischsprachigen Tech-Magazin, interviewte den Anker-Chef nun im eigenen Hauptquartier (zum Artikel). Anker ist vor allem auch für Akku- und Ladeprodukte bekannt und unterhält zu diesem Zweck ein Team von 100 Mitarbeitern, die sich allein diesem Thema widmen.

Laut Steven Yang ist vor allem der Bereich des Fast Charging, also des schnellen Aufladens des Akkus binnen kürzester Zeit, ein Thema, das den Akkufrust vieler Nutzer signifikant verbessern kann. In den letzten Jahren hat sich in dieser Hinsicht schon viel getan – größere Akkus wird es laut Yang allerdings nicht geben. „Die Akkugröße wird in den nächsten fünf Jahren in Bezug auf die Leistungsdichte nicht größer werden“, erklärt der Anker-CEO gegenüber PCMag. Trotzdem könnte es schon 2019 soweit sein, dass sich auch iPhones binnen 10 Minuten um 50 Prozent aufladen lassen.

Ladepumpen-Technologie sorgt für mehr Effizienz

Anker sieht vor allem in leistungsfähigeren Akkus in neuen Geräte-Generationen eine Möglichkeit, um diese schneller und effizienter aufladen zu können. Yang gaubt, dass die Flaggschiffe des nächsten Jahres mit einer 50-Watt-„Ladungspumpen“-Technologie ausgestattet werden, die den weit verbreiteten USB-C-Standard nutzen. Derzeit gibt es eine ganze Reihe konkurrierender Schnelllade-Standards, aber keiner liefert mehr als 30 Watt – und sind in der Regel nicht kompatibel.

Probleme beim Aufladen von mobilen Geräten gibt es vor allem bei der Effizienz und einem Energieverlust durch entstandene Wärme. „Wenn mit 5W aufgeladen wird, sind das schlussendlich nur 3W“, sagt Yang. „Die Ladungspumpe ist in der Lage, diese Umwandlung mit einem um 98 Prozent höheren Wirkungsgrad durchzuführen, was eine Wärmeeinsparung von 66 Prozent bedeutet.“ Auch für kabelloses Laden könne diese Technologie in Frage kommen, allerdings wird die Entwicklung wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, berichtet Steven Yang.  „Wenn man in naher Zukunft möglichst schnell aufladen möchte, geht dies weiterhin nur kabelgebunden.“

Kommentare 6 Antworten

  1. Also seitdem ich mein iPhone induktiv aufladen kann, habe ich gar keine Probleme mehr mit dem Akkustand. Die Ladepads habe ich an verschiedenen Stellen der Wohnung platziert. So finde ich das iPhone jetzt auch viel schneller 😉

    1. Hallo @Ollli ich habe mich auch sehr an das induktive Laden des iPhones gewöhnt und möchte es nicht mehr missen. Dennoch solltest Du bedenken, dass mit jeder Ablage auf einem Deiner vielen Ladepads ein neuer Ladezyklus beginnt und dass die Lebensdauer des Akkus deutlich verringert!
      Ich habe mich sehr gewundert, als hier jemand im Blog schrieb, dass sein iPhone X nach nur 3 Monaten noch eine Kapazität des Akkus von 90 % hat. Meins hat nach 8 Monaten noch eine Kapazität des Akkus von 99 %! Ich denke, dass die Person sehr häufig sein iPhone auf ein Ladepad abgelegt hat. Außerdem habe ich gelesen, dass das induktive Laden einen höheren Akkuverschleiss verursachen soll! Ist nur ein Tipp, vielleicht überprüfst Du es ja mal!

      1. Ich habe mein iPhone X auch seit 4 Monaten und obwohl ich es häufig ablege und lade (zb Ladepad auf der Sofalehne) zeigt mein akku noch die 100% Kapazität an. ?‍♀️

      2. Ich habe das iPhone seit Januar ubd lade es seitdem fast ausschließlich nut über die Ladepads. Und ich lege es in der Tat unzählige Male darauf ab, um weiterzuladen. Bisher schwächelt der Akku gar nicht. Ich kann immer ohne Probleme auf 100 Prozent aufladen. Oder ist dieser angezeigte Wert nicht korrekt?

  2. hä? Ein ladezyklus ist unabhängig davon wie oft man lädt. 1mal von 0 auf 100% ist ein Ladezyklus und gleichwertig mit z.B. 5mal von 80 auf 100%. Mit der heute üblichen Regelungstechnik ist das Ladeverhalten für den Akku letztlich auch völlig egal und hat keinen wirklichen Einfluss auf seine Lebensdauer.

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