Strava: Sport-Tracking-App will in Zukunft zum Facebook für Sportler werden

Weitere soziale Netzwerk-Funktionen geplant

 

James Quarles ist seit 18 Monaten CEO von Strava (App Store-Link), einer aktivitätsbasierten Tracking-App, die sich vornehmlich an Sportler richtet. Im letzten Jahr feierte Strava seinen zehnten Geburtstag und konnte trotz zunehmender Konkurrenz von anderen Plattformen wie Runtastic, Map My Run oder Runkeeper, oder auch Herstellern wie Apple und Samsung samt eigener Fitness-Apps, die höchsten Zuwachsraten seit der Veröffentlichung verzeichnen. Das Magazin Wired UK berichtet von 43 Millionen Nutzern und zwei Milliarden hochgeladenen Aktivitäten bis dato. 

Stravas CEO James Quarles plant auch in Zukunft, den Erfolg der eigenen Fitness-Plattform weiter auszubauen. Schon in der Vergangenheit hatte er nach Antritt seines Jobs durch drei signifikante Maßnahmen für steigende Zuwachsraten gesorgt. So wurde Strava lokal relevanter gestaltet: Über Strava Metro beispielsweise werden Pendler-Daten von Fußgängern und Radfahrern mit Städteplanern geteilt, um eine verbesserte Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können – unter anderem für Transport for London. 

Weiterhin wird sukzessive der Anwendungsbereich von Strava erweitert, wie Wired UK ausführt. Neben den früheren Kernaktivitäten Radfahren und Laufen kann die App mittlerweile so gut wie jede körperliche Aktivität aufzeichnen, darunter auch Trainings im Fitnessstudio dank Partnerschaften mit Ketten wie Digme und Pure Gym. 

„Tolle Orte finden und sich inspirieren lassen“

Die aber wohl wichtigste Änderung liegt in Quarles’ Vergangenheit bei Facebook und Instagram begründet. Er will die sozialen Funktionen von Strava weiter ausbauen. „Wir haben Strava entwickelt für Fotos, den Social Feed und die Routen, die die Leute entdecken“, berichtet Quarles gegenüber Wired UK. „Ich denke, dass dies eine große Rolle dabei gespielt hat, dass die Nutzer nicht nur beim Hochladen auf die App zugreifen, sondern auch, wenn sie sie schauen wollen, was ihre Freunde machen, um tolle Orte zu finden und sich inspirieren zu lassen.“

Vor allem die Vernetzung mit der Community soll ein wichtiger Punkt sein. „Ich glaube, dass die Leute eine intensivere Beziehung zu ihrer Nutzung in der Strava-Community haben als zu der Marke, die auf ihrem T-Shirt oder ihren Turnschuhen zu sehen ist“, so James Quarles. In Zukunft soll Strava „automagisch“ werden, „ein Ort, an dem sich mühelos Dinge tun lassen, die Teil des eigenen Fitness-Schemas sind und man mit den Menschen verbunden ist, die einem wichtig sind.“ Man darf gespannt sein, wie sich Strava nach diesen Aussagen weiter entwickeln wird. 

‎Strava: Laufen & Radfahren
‎Strava: Laufen & Radfahren
Entwickler: Strava, Inc.
Preis: Kostenlos+
Porträtbild: Christie Hemm Klok.

Kommentare 7 Antworten

  1. Gerade noch diskutiert man darüber, dass die Großen einen belauschen und nun zu Kreuze kriechen und sich entschuldigen. Starva & Co. sind im Grunde nix anderes, nur das sie uns auf Schritt und Tritt überwachen. Dabei bedient man sich dann noch der Vitaldaten und das Beste ist, dass der User sogar noch dafür ein Abo in kauf nimmt und dafür richtig abdrückt. Das nun noch die Communities vernetzt werden ist nur noch logisch. Leider darf man heute nicht mehr davon ausgehen, dass die Anbieter uns nur gutes tun wollen. Ich unterstelle pauschal allen, dass sie mit unseren Daten handeln und es denen völlig egal ist ob sie unsere Privatsphäre verletzen. Und ja es nervt ggf. aber man kann es garnicht oft genug ansprechen.

    1. @Sporchtie: Sehe ich genauso. Es kann wohl nicht sein Ziel sein, das mittlerweile ramponierte Image von Zuckerberg als Person oder von Facebook als Plattform zu haben.
      Ich nutze Strava schon lange, und zwar als gemeinsamer Nenner für heterogene Plattformen (Polar, Garmin, etc.). Mit Fake-Namen und eigener E-Mail-Adresse von Anfang an. Meine Aktivitäten sind nur für meine 10 Follower sichtbar und ich folge auch lediglich 10 Leuten (meine Familie und engste Freunde).
      Was ich nicht brauche ist eine weitere Social Media-Plattform, auf der sich die Leute in Selbstdarstellung übertreffen. Wenn Strava das daraus machen will, bin ich wohl mittelfristig weg.

  2. Habe mir das Ganze heute mal angesehen und war laufen.

    1. Die App läuft derzeit nicht ohne iPhone 👎
    2. Es werden keine Zeiten angesagt 👎
    3. Die Herzfrequenz der Watch wird nicht übernommen 👎
    4. Beacons finde ich gut 👍🏽
    5. Hat Potential , aber da muss noch eine Menge kommen
    6. man kann ja nicht einmal seine Schuhe in der App eintragen 👎

    Ich finde , dass solche Portale wie dieses hier , den Themen mehr auf den Grund gehen sollten, dann hat man auch einen Mehrwert

    1. @marker: Ich glaube, das musst Du Dir nochmal genauer angucken.
      1. Stimmt nicht
      3. Stimmt nicht
      5. ?
      6. Stimmt auch nicht. Ich nutze die Funktion zwar nicht, aber meine Kontakte tragen sowohl den Schuh ein mit dem sie laufen als auch das Fahrrad, mit dem sie fahren.

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