Viv: Nachfolger der Siri-Sprachassistentin kann Überweisungen tätigen und Pizza bestellen

Unsere allseits beliebte digitale Sprachassistentin Siri kann einiges, aber noch längst nicht alles. Wie die Zukunft aussehen kann, zeigen die Entwickler Dag Kittlaus und Adam Cheyner mit Viv.

Viv

Die beiden Entwickler zeigten sich vor einigen Jahren auch schon für die Konzeption von Siri, der iOS-Sprachassistentin, verantwortlich. Auf der Disrupt NYC 2016 wurde nun der Nachfolger Viv in einer 20-minütigen Präsentation vorgestellt, sehr zur Begeisterung des Publikums.


Ein wesentlicher Unterschied zwischen Siri und Viv ist die Offenheit der Plattform, auf der sich Viv bewegt. So beruft sich Viv nicht gleich auf eine sprachgesteuerte Internetsuche, wenn sie nicht mehr weiter weiß, sondern versteht sich auch mit Drittanbietern. Auf diese Weise erlaubt es die Sprachassistentin beispielsweise, ein Hotelzimmer zu buchen, Pizza zu bestellen oder Überweisungen zu tätigen.

Auch Google und Facebook haben Interesse an Viv

Während der Vorstellung der künstlichen Intelligenz während der Disrupt NYC 2016 konnte Viv bereits anspruchsvolle Fragen à la „Hat es vor drei Tagen in Seattle geregnet?“ beantworten und auf Befehle wie „Schicke meiner Mutter ein paar Blumen“ oder „Überweise meinem Freund einen Zwanziger“ reagieren. Besonders eindrucksvoll: Beim Bestellen einer Pizza über Viv fragte die Sprachassistentin nach kurzer Zeit, welchen Belag man auf dem Gericht wünsche.

Ob Viv allerdings bald auch auf neueren iPhones und iPads zum Einsatz kommt, steht noch in den Sternen. Die Anwendung wurde nicht exklusiv für Apple entwickelt – und so haben nach Aussage der Washington Post bereits Google und auch Facebook entsprechende Angebote gemacht. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Thema weiterentwickelt. Zum Abschluss gibt es noch einen englischsprachigen Ausschnitt aus der Viv-Präsentation in einem YouTube-Video.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Das kann Apple wohl vergessen. Von diesen Entwicklern stammt ja bekanntlich auch Siri. Nachdem sie Siri an Apple verkauften, wurde Siri (sehr zur Verärgerung der Entwickler) stark beschnitten. Dass sie dieses neue Projekt jetzt wieder an Apple verkaufen (damit Apple es wieder „kaputt“ machen kann), darf stark bezweifelt werden…

  2. Ich würde mal behaupten, es wäre ein deutlicher Vorteil Viv als eigenständige APP auf den großen 3 Betriebssystemen zu etablieren. So haben nahe zu alle Smatlrtphonenutzer etwas davon. Außerdem kann man auf 3 Betriebssystemen mehr Geld verdienen als auf einem.

  3. Vorteil für Android. Da kann man Viv bestimmt als System Standard auswählen. Ich schätze es sehr, aus dem Sperrbildschirm heraus starten zu können.

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