Workflow: Automations-App von Apple übernommen & jetzt kostenlos

Workflow hat sich in den letzten Jahren einen Namen im App Store gemacht. Nun wurde das Entwicklerteam von Apple übernommen.


workflow

Laut Informationen von TechCrunch ist die Automations-App Workflow (App Store-Link) samt seinem vierköpfigen Entwickler-Team von Apple übernommen worden. Zwar steht eine offizielle Bestätigung zum jetzigen Zeitpunkt noch auf, die Indizienlage ist aber mehr als eindeutig. Für alle, die Workflow bisher noch nicht gekauft haben, hat die Übernahme zunächst einmal einen Vorteil: Die Universal-App kann jetzt komplett kostenlos aus dem App Store geladen werden.

Dass Apple drin steckt, zeigt sich bei einem Blick auf das gestern veröffentlichte Update. Workflow 1.7.3 setzt nun auf Apples Kartenmaterial und den Übersetzer von Microsoft, zahlreiche Google-Dienste wie Maps, Street View oder Chrome sind dagegen nicht mehr in der App vertreten. Das ist schon ein wenig schade, schließlich wird so der Funktionsumfang ein wenig eingeschränkt.

Das alles und noch viel mehr kann Workflow

Trotzdem kann man mit der App natürlich noch einige Sachen anstellen und es ist schon fast davon auszugehen, dass Workflow in Zukunft noch enger mit dem System verzahnt werden könnte. In Workflow lassen sich sowohl eigene als auch aus einer vorhandenen Galerie vordefinierte Aktionen erstellen. Dies geschieht nach einer kurzen Einführung selbst ohne größere Vorkenntnisse im wahrsten Sinne des Wortes fast wie automatisch. Beispiele sind unter anderem die Produktion eines animierten Gifs aus drei Bildern, das dann abschließend direkt bei Facebook oder in einer iMessage geteilt wird, oder auch der automatische Check im Kalender, ob man zu einer bestimmten Zeit frei hat.

Natürlich lassen sich auch eigene Aktionen „programmieren“. Dabei sind unglaublich viele Szenarien möglich, die ein wenig an den bereits etablierten Dienst IFTTT erinnern und jede Menge Kombinationen ermöglichen. Neben einer Kalender-, E-Mail- und Kontakte-Anbindung kann auch die Dropbox, Musik, URLs, QR Codes, die Ortungsdienste, Text, Fotos, Videos, die Zwischenablage und iMessage genutzt werden, um entsprechende Aktionen mit mehreren Schritten zu erstellen.

Im App Store ist die bislang 2,99 Euro teure Applikation, die es übrigens noch nie kostenlos gab, bei über 500 Stimmen mit viereinhalb Sternen bewertet. Falls ihr euch bisher noch nicht mit der App beschäftigt habt, könnt ihr jetzt einfach mal schauen, ob auch ihr etwas damit anfangen könnt.

‎Kurzbefehle
‎Kurzbefehle
Entwickler: Apple
Preis: Kostenlos

Kommentare 23 Antworten

  1. Ich finde die App hervorragend aber habe das Problem nicht genau zu wissen was ich alles nützliches damit anstellen soll.
    IFTTT nutze ich sehr viel und sehr gerne und mir erschließt sich der Nutzen von Workflow irgendwie nicht. Hier wären ein paar Anwendungsbeispiele ganz nützlich.

    1. Ging mir Anfangs auch so, mittlerweile kann ich auf die App nicht mehr verzichten:
      1. Ich habe Rezepttexte, die manchmal relativ kryptisch aufgebaut sind/ nicht sauber formatiert sind. Hier korrigiert ein Workflow den Gesamten Text und baut ihn sauber auf.

      2. Ich sammle meine Rezepte in der Paprika App. Hier gibt es eine Seite, auf der man weder das Foto, noch die Zutaten kopieren kann. Deshalb mache ich entsprechend Screenshots in der Reihenfolge. Starte ich dann den Worklfow wählt er die Bilder aus, schneidet sie alle auf die korrekte Größe und lässt sie durch eine Texterkennung von Microsoft im Internet laufen. Anschließend bekomme ich den Text zurück und das Bild lade ich bei imgur hoch, damit das maximieren mittels anklicken funktioniert 😉

      Alleine die beiden Workflows sparen mir unendlich viel Zeit und sonst habe ich noch einige kleine Worklfows, die ich für alles Möglich nutze. z.B.
      – Bild aus der Zwischenablage in einem iCloud Ordner speichern und direkt per Whatsapp verschicken.
      – Datei vor dem Speichern in der iCloud umbenennen (Mittels Share-Sheet an “Run Workflow”, dort wird der Dateiname und dann der Speicherort abgefragt. Geht ohne Workflow nicht ohne im Nachhinein manuell den Dateinamen zu ändern.)
      – Automatisch generierte Geburtstagswünsche 😉
      – und und und…

      1. Magst du das Rezept für die automatischen Geburtstagswünsche mit uns teilen?
        Ich bin bestimmt nicht der einzige der es öfter mal verbockt ☺

          1. Tut mir leid. Ich werde heute Abend nochmal gucken was sich da machen lässt. Mit Workflow ist so einiges möglich, deshalb finde ich die App richtig klasse. Man muss nur etwas kreativ sein und ein gewisses logisches Verständnis besitzen um vllt. etwas komplexere Dinge umzusetzen. Und für viele Dinge kommt man um reguläre Ausdrücke nicht herum, deshalb ist es auch hier von Vorteil wenn man das etwas beherrscht. Für alle anderen ist die App leider wirklich nichts. Das ist aber auch nicht böse gemeint.

  2. Konnte für mich leider auch nichts finden, das die App für mich auf irgendeine Weise Zeitersparnis oder weniger Klicks bedeutet. Generell finde ich das Konzept sehr gut aber da ich nicht ständig monotone Aufgaben erledigen muss die sich immer wiederholen, Habe ich die App irgendwann wieder runtergeschmissen. Vielleicht wird das ganze unter Apple Regie jetzt vielseitiger und somit für mich und andere wieder nützlicher.

  3. Workflow und IFFFT sind an sich verschiedene Ansätze der Automatisierung.

    IFFFT nutzt man vor allem für Dinge, die online und automatisch im Hintergrund ablaufen sollen.

    Workflow ist für manuell ausführbare Gruppen von Aktionen.

    Sie sind deswegen eher keine Konkurrenten.

  4. Frage an die Experten: ist es möglich, mit dieser App zum Beispiel diverse Affiliate/Netzwerke abzuklappern, den Tages-Umsatz abzufragen und in eine Excel-Tabelle zu schreiben oder mir einzeln als E-Mail zu senden?

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