OpenAI hat bekannt gegeben, die Unterstützung für seine KI-basierte Video-App Sora einzustellen, und das nur sechs Monate nach deren Markteinführung. Das Unternehmen bedankte sich bei den Usern und der Community, die mit der App kreative Inhalte erstellt und geteilt haben. Die genaue Begründung für die Einstellung blieb jedoch offen.
„Wir verabschieden uns von Sora. An alle, die mit Sora etwas geschaffen, es geteilt und eine Community rund um die App aufgebaut haben: Vielen Dank. Was ihr mit Sora geschaffen habt, war uns wichtig, und wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist.
Wir werden bald weitere Informationen veröffentlichen, darunter Zeitpläne für die App und die API sowie Details zur Sicherung eurer Arbeiten.“
So berichtet das Sora-Team in einem Beitrag bei X. Laut internen Angaben des Unternehmens soll die Entscheidung Ressourcen für die Entwicklung der nächsten Generation von KI-Modellen freimachen. OpenAI-CEO Sam Altman informierte Angestellte darüber, dass weitere Details, darunter der genaue Zeitpunkt der Abschaltung von App und API, in Kürze veröffentlicht werden sollen.
Sora ermöglichte es, mit Hilfe von KI-generierten Videos realistisch wirkende Clips zu erstellen. Dazu hatte man ein kurzes Video von sich hochzuladen, das als Grundlage für KI-gestützte Prompts diente. Diese Funktion ermöglichte es anderen Nutzern und Nutzerinnen, Videos mit dem Abbild der ursprünglichen Person zu generieren.
Kritik an Sora nach Verbreitung von Deepfake-Videos

Nach dem Start im September 2025 erreichte Sora schnell virale Bekanntheit: Innerhalb von eineinhalb Wochen wurde die App über eine Million Mal heruntergeladen und war zeitweise die beliebteste kostenlose App im App Store. Damit war sie erfolgreicher als die Flaggschiff-App von OpenAI, der Chatbot ChatGPT. Doch die anfängliche Begeisterung flaute bald ab.
Kritik an der App entstand vor allem durch die Verbreitung von Deepfake-Videos, die das Aussehen oder die Stimme von Prominenten, egal ob lebend oder bereits verstorben, ohne deren Zustimmung nutzten. OpenAI reagierte mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen, die jedoch das Nutzerinteresse weiter dämpften. Mit der Einstellung von Sora endet damit ein kurzes, aber intensives Kapitel in der Entwicklung von KI-gestützten Medienanwendungen. OpenAI betont, dass die gewonnene Erfahrung in zukünftige Projekte einfließen werde.
Schon im letzten Jahr wurde bekannt, dass OpenAI in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt, sogar von einer drohenden Insolvenz im Jahr 2027 ist in einigen Medienberichten die Rede. Das KI-Unternehmen könnte laut Windows Central allein in diesem Jahr ein rund 14 Milliarden US-Dollar großes Defizit für Infrastrukturausbau, Modelltraining und Rechenkosten aufweisen und weitere enorme Verluste erleiden. Daher ist es durchaus möglich, dass die Einstellung der Sora-App auch mit notwendigen Einsparungen im Unternehmen verbunden ist.

Deepfakevideos sind auch hochkritisch zu sehen. Vielleicht will man Konsequenzen wie bei Grok verhindern.