Thermal Master P3 am iPhone

Thermal Master P3 im Test: Moderne Wärmebildkamera fürs iPhone

Wärmebrücken und Undichtigkeiten prüfen

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Thermal Master P3 am iPhone

Wärmebildkameras galten lange als sperrige Spezialgeräte, die vor allem in der Industrie zum Einsatz kamen. Inzwischen hat sich das Bild jedoch grundlegend gewandelt: Moderne Lösungen setzen auf eine Smartphone-Anbindung, wodurch sie nicht nur deutlich kompakter, sondern auch alltagstauglicher werden. Genau in diese Kategorie fällt die Thermal Master P3 – ein Adapter, der ambitionierte Technik in ein überraschend kleines Format packt.

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Wärmebildkamera P3 für iPhone und Android Infrarot Kamera Einstellbares Objektiv...
  • 【Präzise Leckage-Inspektion】P3 Wärmebildkamera ist mit einem manuellen Fokus-Objektiv ausgestattet, das eine hervorragende Leistung bei der...
  • 【Super-Auflösung Wärmebilder】P3 Infrarotkamera verwendet den AI{Det} deep - learning Algorithmus kombiniert mit X³IR Auflösung patentierten...

Dabei handelt es sich nicht einfach um ein weiteres Gadget, sondern vielmehr um eine konsequente Weiterentwicklung früherer Modelle. Insbesondere im Vergleich zur P2 Pro zeigt sich schnell, dass hier nicht nur Details verbessert wurden, sondern das gesamte Konzept gereift ist. Vor allem die Kombination aus höherer Präzision, manuellem Fokus und robuster Bauweise hebt die Kamera deutlich vom Vorgänger ab.


Mehr Kontrolle durch manuellen Fokus und höhere Auflösung

Im Zentrum der P3 arbeitet ein Infrarotsensor mit einer nativen Auflösung von 256 × 192 Pixeln. Mithilfe der hauseigenen X³-IR-Technologie wird das Bild jedoch auf 512 × 384 Pixel hochgerechnet, was in der Praxis für sichtbar mehr Details sorgt.

Fokusring der Thermal Master P3
Fokus lässt sich über den drehbaren Ring einstellen.

Während frühere Modelle mit festem Fokus auskommen mussten, setzt die P3 erstmals auf eine manuelle Fokussierung. In Kombination mit einer integrierten Makrolinse eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. Gerade bei der Analyse von filigranen Strukturen ist diese zusätzliche Kontrolle ein echter Vorteil, da sich selbst kleinste Hitzequellen präzise lokalisieren lassen. Dennoch wäre es schön, wenn man auf einen automatischen Fokusmodus bei Bedarf umschalten könnte.

Auch bei der Sensibilität kann das Gerät überzeugen: Mit einem NETD-Wert von unter 50 mK erkennt die Kamera selbst minimale Temperaturunterschiede. Der Messbereich reicht von -20 bis 600 Grad Celsius bei einer Genauigkeit von ±2 Grad Celsius.

Robustes Design trifft auf echte Mobilität

Optisch und haptisch macht die Thermal Master P3 ebenfalls einen Schritt nach vorn. Statt eines einfachen Kunststoffgehäuses kommt nun eine hochwertige Legierung zum Einsatz. Das sorgt nicht nur für eine hochwertigere Anmutung, sondern erhöht auch die Widerstandsfähigkeit im Alltag.

Thermal Master P3 in der Hand gehalten
Die Thermal Master P3 ist klein und kompakt.

Trotzdem bleibt das Gerät extrem kompakt: Mit Abmessungen von lediglich 59 × 27 × 17,2 Millimetern passt es problemlos in jede Tasche. Die Bedienung ist bewusst minimalistisch gehalten – im Grunde gibt es nur ein Bedienelement: den drehbaren Fokusring am Objektiv. Sämtliche weiteren Einstellungen erfolgen über die zugehörige App, die ihr im Store unter dem Namen „Temp Master“ findet. Warum man nicht konsequent den Namen „Thermal Master“ verwendet, ist mir schleierhaft.

Allerdings gibt es auch kleinere Schwächen. So ist der Sensor ungeschützt, da eine Abdeckung fehlt. Immerhin legt der Hersteller eine Transporttasche bei, die zusätzlich einen Adapter für ältere iPhones mit Lightning-Anschluss enthält.

Lieferumfang der Thermal Master P3
Ein Case, Kabel und Adapter liegen mit dabei.

Zugehörige App lässt sich einfach bedienen

Die P3 ist klar auf die Nutzung mit Smartphones ausgelegt. Unterstützt werden iPhones ab dem iPhone 7 (iOS 13 oder neuer) sowie Android-Geräte ab Version 8.0, vorausgesetzt, sie verfügen über USB-C und OTG-Unterstützung. Alle modernen Smartphones können die Thermal Master P3 problemlos einsetzen.

App für Thermal Master P3
Die App ist einfach zu bedienen und bietet viele Optionen.

Ist die App eingerichtet, überzeugt sie mit einem ordentlichen Funktionsumfang. Neben verschiedenen Farbmodi und Analysewerkzeugen bietet sie auch die Möglichkeit, Wärmebilder aufzunehmen und auszuwerten. Eine klassische Bildüberlagerung mit einer normalen Kameraaufnahme fehlt allerdings – stattdessen gibt es lediglich eine Bild-in-Bild-Lösung, die nicht immer optimal abgestimmt ist.

Starke Bildqualität mit kleinen Kompromissen

In der Praxis liefert die Kamera eine überzeugende Bildqualität. Besonders im hochgerechneten Modus entstehen deutlich schärfere Aufnahmen, auch wenn dies zulasten der Bildrate geht. Vor allem bei älteren Smartphones kann die Datenübertragung per USB-C oder Lightning etwas langsam sein, da noch alte Standards zum Einsatz kommen.

Dennoch sind die Ergebnisse insgesamt beeindruckend. Die gespeicherten Bilder erreichen eine Auflösung von 1440 × 1080 Pixeln und behalten dabei das korrekte Seitenverhältnis bei.

Preis-Leistung: Stark im Mittelfeld positioniert

Preislich bewegt sich die Thermal Master P3 bei 299 Euro, wobei die unverbindliche Preisempfehlung bei 349 Euro liegt. Nutzt für maximalen Rabatt auf jeden Fall den Gutschein THERMALBF10 – sowohl bei Amazon als auch im offiziellen Shop. Im Angebot bezahlt man bei Amazon 269,10 Euro und im Hersteller-Shop 255,60 Euro!

Da ich noch keine Wärmebildkamera anderer Hersteller ausprobiert habe, fällt mir ein Preisvergleich schwer, allerdings ist bei der P3 ein gutes Preis-Leistungsverhältnis gegeben.

Im Vergleich zur günstigeren P2 Pro punktet die P3 vor allem durch den manuellen Fokus, wodurch sie sich deutlich besser für präzise Analysen eignet. Für preisbewusste Käufer und Käuferinnen kann sich ein Blick auf die Thermal Master P1 lohnen, die schon ab 150 Euro zu haben ist. Klickt euch gerne in den ausführlichen Test.

Fazit zur Thermal Master P3: Kleine Kamera mit großem Anspruch

Thermal Master P3 am iPhone
Direktanschluss mit USB-C am iPhone Air.

Die Thermal Master P3 zeigt eindrucksvoll, wie weit sich mobile Wärmebildtechnik entwickelt hat. Sie kombiniert kompakte Abmessungen mit einer überraschend hohen Präzision und richtet sich damit klar an anspruchsvolle Nutzer und Nutzerinnen.

Zwar gibt es Schwächen bei Software und Handling, doch die Hardware überzeugt auf ganzer Linie. Wer eine flexible, leistungsstarke und vergleichsweise günstige Wärmebildlösung sucht, findet hier ein äußerst interessantes Gesamtpaket.

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Thermal Master P3 im Test
Mein Fazit
Die Thermal Master P3 überzeugt mit hoher Präzision, manuellem Fokus und einer für die Größe beeindruckenden Bildqualität. Kleine Schwächen zeigt sie bei Software und Handhabung. Insgesamt ist sie eine der stärksten Wärmebildlösungen in ihrer Preisklasse.
Design
90
Handhabung
90
Funktionen
95
Preis-Leistung
85
Pro
hohe Auflösung
kompaktes Design
präzise Darstellung
viele Farbpaletten
solide App
Kontra
nur manueller Fokus
keine App für macOS
90
Testergebnis

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Freddy
Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 18 Antworten

  1. Wenn ich solche Geräte (es gibt ja auch so ein Ladekabel in der Form) sehe, dann habe ich immer Angst um den USB-Anschluss. Denn wenn man unten dreht, hat man einen guten Hebel, um den Anschluss in der Mitte herauszubrechen.

    Oder ist das so stabil, daß da nichts passiert?

    1. Das kann ich nicht genau sagen. Das hält gut, aber ich drücke da jetzt nicht mit Absicht mit voller Kraft dagegen. Dafür war das iPhone Air zu teuer. Aber es ist vorstellbar, dass man so etwas kaputt machen könnte. Muss man halt aufpassen.

      1. „Aber es ist vorstellbar, dass man so etwas kaputt machen könnte. Muss man halt aufpassen.“

        Mit der Logik hast du hoffentlich generell keine Hülle am Air und nicht nur für den Test damit du die Wärmebildkamera hinmachen kannst.

    1. Klingt wenig, ist aber im Bereich der Wärmebildkamera gut. Nur mal so als Vergleich:

      Die Bosch PRO GTC 600 C bietet 256 Pixel x 192 Pixel für 1.499€

      Die FLIR E6-PRO bietet 240 x 180 Pixel für über 2.000€

    2. Das ist eins der höchsten Werte im nicht professionellen Bereich. Selbst im Professionellen Bereich findest du selten bessere im Einsatz. Insbesondere die Empfindlichkeit ist stark überdurchschnittlich.

      1. Beachtet auch, dass es chinesische IR Chips sind. Das heißt ihr habt hier volle 25fps statt den <9fps (wegen Amerikanischer Militär-Exportbeschränkungen).

        Damit viel angenehmer und besser im Einsatz.

  2. Schöne Zusammenfassung! Falls es noch Fragen zum Produkt gibt, kann ich sie auch gerne beantworten. Ich verwende dieses Modell insbesondere für SMD Arbeiten (es ist aber universell einsetzbar).

    Zwei spontane Anmerkungen:
    – Man bekommt es am Black Friday gerne schon für 200€ oder knapp drunter mit entsprechenden Rabatten.

    – Es ist auch mit Windows kompatibel und liefert eine vollwertige Software dazu, die auch dabei hilft technische Berichte anzufertigen.

  3. Der appgefahren Wetter-App- und Staubsaugertester testet nun eine Wärmebildkamera und wieder ist der Test in den 90zigern gelandet. Ich frage mich, was den Tester dazu befähigt solch ein Bewertung auszusprechen und viel wichtiger: Wie wurde geprüft? Wo sind die Vergleichs- und Referenzdaten? Oderf reicht es schon, wenn die bunten Bildchen gefallen? Ich habe große Zweifel.

    1. Wenn du Labordaten suchst, musst du woanders gucken. Wir sind nicht Stiftung Warentest die Test-Geräte für 10K€+ haben. Das ist ein Test aus Nutzersicht.

    2. Da die Firma Thermal Master schon seit Jahren eins der führenden und beliebten Hersteller ist, gibt es selbstverständlich auch den Geräten zahlreiche Labortests und technische Dokumentation.
      Ihre Angaben stimmen und sind nicht reines Marketing.

      Ihre Sensorpakete verbergen sich auch übrigens schon ewig hinter anderen bekannten Marken. Diese Produktlinie ist erst später entstanden, weil sie erkannten, dass sie die Technologie besser integrieren können.

      Die Sensoren selbst stammen aus der qualitativ hochwertigen Produktion von InfiRay. Es gibt weltweit eine Handvoll Unternehmen, die VOx meter herstellen (/können) – und InfiRay bedient über 50% des professionellen Marktanteils.

  4. Ich brauchte eine Wärmebildkamera, konnte mir die Preise von Flir aber nicht rechtfertigen. Nach einiger Suche stieß ich auf einige Bewertungen zur Thermal Master P3, die das Gerät angesichts des Preises sehr lobten (Auflösung 256×192 und Bildfrequenz 25 Hz). Hier in Großbritannien kostet sie etwa 279 £, aber dort drüben ist sie wahrscheinlich günstiger? Sie funktioniert mit iOS und Android, lässt sich aber auch mit jedem Windows-PC verwenden. Ich bin begeistert von der Empfindlichkeit und der einfachen Bedienung dieses tollen kleinen Geräts.

  5. Ich nutze das Seek Thermal PRO mit einem Makroobjektiv. In der EU kostet es etwa 400–500 Euro. Später habe ich mir das P3 gekauft, und dessen Auflösung von 256×192 wirkt tatsächlich schärfer als die vom Seek angegebene 320×240. Das lässt mich an dieser Angabe ein wenig zweifeln. Das integrierte, fokussierbare Makroobjektiv des P3 ist zudem wesentlich praktischer als das feststehende Makroobjektiv des Seek. Die Produkte von Thermal Master sind so zuverlässig wie immer, und ich werde sie weiterhin unterstützen.

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